Zee-Entertainment-Aktien stürzen um 14 % ab, nachdem NCLT Subhash Chandras Rückzahlungsplan mit 99,97 % Haircut genehmigt
Wichtige Erkenntnisse
- •Zee-Entertainment-Aktien fielen um 14 %, nachdem das NCLT einen Rückzahlungsplan im Zusammenhang mit Gründer Subhash Chandra genehmigt hatte, der einen Gläubiger-Haircut von 99,97 % bedeutet.
- •Nach dem vom Gericht genehmigten Plan würden die Gläubiger rund 6,5 Crore Rupien gegenüber anerkannten Forderungen von 22.006,57 Crore Rupien zurückerhalten.
- •Die Insolvenzverfahren beruhen auf Chandras Rolle als persönlicher Bürge für Kredite an Unternehmen der Essel Group, möglich gemacht durch die Ausweitung der Insolvenz- und Konkursordnung auf persönliche Bürgen im Jahr 2019.
- •Kreditgeber, darunter die Canara Bank und die Union Bank of India, ficht den Rückzahlungsplan vor Gericht an.
- •Die Entscheidung erhöht den Druck auf Zee Entertainment, das nach dem Scheitern der geplanten Fusion mit Sony Pictures Networks India im Januar 2024 bereits unter Anlegerunruhe litt.

Die Aktien der Zee Entertainment Enterprises fielen am Montag sharply um 14 %, nachdem das National Company Law Tribunal (NCLT) einen Rückzahlungsplan im Zusammenhang mit dem Gründer Subhash Chandra genehmigt hatte, der für Gläubiger einen Haircut von 99,97 % bedeutet.
Nach dem vom Gericht genehmigten Plan können die Gläubiger rund 6,5 Crore Rupien gegenüber anerkannten Forderungen in Höhe von insgesamt 22.006,57 Crore Rupien zurückfordern – eine Kürzung, die heftige Kritik der Kreditgeber ausgelöst hat, die nun den Rückzahlungsplan vor Gericht anfechten.
Die Insolvenzverfahren gegen Chandra gehen auf Kreditausfälle von Unternehmen im Umfeld der Essel Group zurück, des von ihm gegründeten Konglomerats. Die Verfahren betreffen Chandra in seiner Funktion als persönlicher Bürge für Kredite an Unternehmen der Essel Group – ein Weg, der den Gläubigern zur Verfügung steht, seit Indiens Insolvenz- und Konkursordnung 2019 auf persönliche Bürgen ausgeweitet wurde. Die anerkannten Gläubigerforderungen beliefen sich auf über 22.000 Crore Rupien; zu den Gläubigern gehören auch staatliche Banken wie die Canara Bank und die Union Bank of India.
Das Ausmaß des Haircuts – rund 6,5 Crore Rupien von mehr als 22.000 Crore Rupien an Forderungen – macht den Fall zu einem der drastischsten Schuldenerlasse in einem indischen Insolvenzverfahren und hat die Stimmung rund um Zee Entertainment, das börsennotierte Medienunternehmen, das Chandra gründete, stark belastet. Insolvenzverfahren gegen persönliche Bürgen prominenter Promotoren sind in Indien nach wie vor relativ selten; der Ausgang der gerichtlichen Anfechtung durch die Kreditgeber dürfte daher als Gradmesser dafür beobachtet werden, wie viel Bürgen zurückzahlen müssen, wenn die zugrunde liegende Unternehmensverschuldung weitaus größer ist.
Die Zee-Entertainment-Aktien setzten ihren Abwärtstrend fort, während die Kreditgeber ihre Anfechtung des gerichtlich genehmigten Rückzahlungsplans ausweiteten. Das Unternehmen, eine der größten Fernseh- und Filmunterhaltungsgruppen Indiens, ist an der BSE und der National Stock Exchange notiert. Es durchlebt zudem eine schwierige Phase: Die 2021 angekündigte Fusion mit Sony Pictures Networks India wurde im Januar 2024 nach regulatorischen und Führungsstreitigkeiten abgesagt, was die Anlegerunsicherheit rund um die Aktie zusätzlich erhöhte.
Die Entwicklung ist das jüngste Kapitel einer jahrelangen Serie von Schuldenproblemen rund um die Essel Group und ihren Gründer, die zuvor zu Anteilssverkäufen und Umschuldungsverhandlungen mit Kreditgebern führte. 2019 trat Chandra angesichts der Schuldenlast der Gruppe als Vorsitzender von Zee Entertainment zurück; das Unternehmen verkaufte Anteile an Finanzinvestoren, um die Schuldenlast zu senken.
Quelle: Economic Times