Chinas Hafen Xiamen veröffentlicht Sicherheitsrichtlinien für Methanol-Bunkering
Wichtige Erkenntnisse
- •Xiamen hat den ersten Sicherheitsstandard der Provinz Fujian eingeführt, der speziell Schiff-zu-Schiff-Methanol-Bunkering-Operationen regelt.
- •Die Richtlinien schreiben Sicherheitsbewertungen vor dem Betrieb, Notfallreaktionspläne, kontinuierliche Überwachung während des Transfers sowie Spülung und Inertisierung der Pipelines nach dem Transfer vor.
- •Der Flammpunkt von Methanol von etwa 11°C liegt deutlich unter dem von herkömmlichem Schweröl und birgt besondere Sicherheitsrisiken bei Lagerung, Handhabung und Transfer.
- •Der Hafen von Xiamen hat bereits Schiff-zu-Schiff-Bunkering-Operationen für Biokraftstoffe und LNG durchgeführt und verfügt über operativo Erfahrung mit alternativen Maritimkraftstoffen.
- •Große Reedereien, darunter Maersk, haben Methanol-Dual-Fuel-Schiffe bestellt, was zur wachsenden weltweiten Nachfrage nach Methanol-Bunkering-Infrastruktur in Häfen beiträgt.

Xiamen, eine bedeutende Hafenstadt in der chinesischen Provinz Fujian, hat ein spezielles Sicherheitsrahmenwerk für Schiff-zu-Schiff-Methanol-Bunkering eingeführt, während sich die Hafenanlage auf eine breitere Nutzung des alternativen Maritimkraftstoffs vorbereitet.
Die Xiamen Maritime Safety Administration, die Xiamen Port Authority und die Xiamen Free Trade Zone Commission haben die neuen Richtlinien gemeinsam veröffentlicht, wie aus einer Erklärung einer Provinzbehörde von Fujian vom Dienstag hervorgeht. Das Rahmenwerk stellt den ersten Sicherheitsstandard in der Provinz Fujian dar, der speziell auf das Methanol-Kraftstoffbunkering für Schiffe ausgerichtet ist.
Die Richtlinien legen umfassende Anforderungen fest, die den gesamten Bunkering-Prozess abdecken. Dazu gehören die Qualifikationen und Zertifizierungen von Kraftstofflieferanten, Standards für die Ausrüstung von Bunkerschiffen, obligatorische Schlauchinspektionen, Personalzertifizierungen und die Verwendung geeigneter Schutzausrüstung.
Vor Beginn eines Bunkering-Betriebs müssen die Betreiber eine spezielle Sicherheitsbewertung durchführen und einen detaillierten Notfallreaktionsplan erstellen. Während des Kraftstofftransfers selbst ist eine kontinuierliche Überwachung vorgeschrieben, und alle Operationen unterliegen den Wetterbedingungen. Nach Abschluss des Transfers müssen die Kraftstoffpipelines ordnungsgemäß gespült und inertisiert werden.
Der niedrige Flammpunkt von Methanol von etwa 11°C, der deutlich unter dem von herkömmlichem Schweröl liegt, birgt besondere Sicherheitsrisiken bei Lagerung, Handhabung und Transfer — was strukturierte Betriebsprotokolle für jeden Hafen unerlässlich macht, der Bunkering mit diesem Kraftstoff durchführt.
Der Hafen von Xiamen hat bereits Schiff-zu-Schiff-Bunkering-Operationen mit Biokraftstoffen und Flüssigerdgas (LNG) durchgeführt und verfügt damit über operativo Erfahrung mit alternativen Maritimkraftstoffen. Die neu erlassenen Richtlinien bieten einen formalen regulatorischen und operativen Rahmen für die künftigen Methanol-Bunkering-Aktivitäten des Hafens. Auch andere große Bunkering-Knotenpunkte, darunter Singapur und Rotterdam, entwickeln derzeit Verfahren für das Methanol-Bunkering, da dieser Kraftstoff zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Methanol hat als alternative Maritimkraftstoff wachsendes Interesse geweckt, da die globale Schifffahrtsindustrie bestrebt ist, die Emissionen im Einklang mit der Treibhausgas-Reduktionsstrategie der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zu senken, die eine Netto-Null-Emission im internationalen Schiffsverkehr bis oder um 2050 anstrebt. Methanol kann aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden und bietet, wenn es in Dual-Fuel-Motoren eingesetzt wird, den Schiffsbetreibern einen Weg zur Verringerung der Kohlenstoffintensität im Schiffsbetrieb. Mehrere große Reedereien, darunter Maersk, haben Methanol-Dual-Fuel-Schiffe bestellt, was zur Nachfrage nach Bunkering-Infrastruktur in Häfen weltweit beiträgt.
Quelle: Ship & Bunker