Fed-Chef Warsh: Inflation verlangsamt sich nicht, 2-Prozent-Ziel bis 2026 bleibt Priorität
Wichtige Erkenntnisse
- •Fed-Vorsitzender Kevin Warsh erklärte, dass die Inflation nicht abnimmt, und bekräftigte das Ziel, den 2-Prozent-Wert bis 2026 zu erreichen.
- •Gemessen am 12-Monats-PCE-Preisindex lag die Inflation im Juli 2026 bei 3,7 Prozent.
- •Der Leitzins liegt derzeit zwischen 3,5 und 3,75 Prozent und könnte Warshs Haltung zufolge unverändert bleiben oder steigen.
- •Prognosemärkte zeigen eine gesunkene Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei den kommenden Fed-Sitzungen, einschließlich am 28. Oktober 2026.
- •Kommende PCE- und CPI-Daten sowie der FOMC-Dot-Plot von September 2026 sind zentrale Indikatoren für künftige geldpolitische Schritte.

Fed-Vorsitzender Kevin Warsh erklärte, dass die Inflation nicht abnimmt, und bekräftigte das Engagement der Notenbank, ihr Inflationsziel von 2 Prozent bis 2026 zu erreichen. Seine Äußerungen unterstreichen den Willen der Fed, die Inflation von ihrem aktuellen Stand von 3,7 Prozent zurückzuführen, wie er durch den 12-Monats-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Juli 2026 gemessen wird.
Das 2-Prozent-Ziel ist das erklärte Inflationsziel der Fed seit seiner offiziellen Einführung im Jahr 2012 und dient als Anker für die Erwartungen von Haushalten und Unternehmen an künftige Preissteigerungen. Wenn die Inflation dauerhaft über diesem Niveau liegt, stützt sich die Fed in der Regel auf ihren Leitzins, um die Nachfrage zu dämpfen – weshalb Warshs Ausführungen für die Kreditkosten bei Hypotheken, Kreditkarten und Unternehmensschulden von Bedeutung sind. Seine Haltung deutet auf die Möglichkeit hin, die Zinsen beizubehalten oder sogar anzuheben, falls die Inflation nicht in Richtung des Ziels wandert. Der Leitzins liegt derzeit zwischen 3,5 und 3,75 Prozent.
Marktteilnehmer interpretieren Warshs Kommentare offenbar als Signal dafür, dass die Fed kurzfristig keine Zinssenkungen vornehmen wird. Die aktuelle Preisbildung in Prognosemärkten spiegelt eine gesunkene Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei den kommenden Sitzungen der Federal Reserve wider. Die Quoten für eine Senkung bei der Sitzung am 28. Oktober 2026 beispielsweise schwankten erheblich, was die Unsicherheit des Marktes über die nächsten Schritte der Fed unterstreicht.
Warshs Kommentare deuten auf eine feste Haltung bei der Inflationsbekämpfung hin und zeigen, dass die Zinsen unverändert bleiben oder steigen könnten. Auch die Marktpreise sprechen für eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei den kommenden Sitzungen, während das Bekenntnis zum 2-Prozent-Ziel als richtungsweisender Faktor für die künftigen Entscheidungen der Fed gilt.
Beobachter werden kommende Wirtschaftsindikatoren wie die PCE- und CPI-Inflationsdaten genau im Blick behalten, um Anzeichen einer Annäherung an das 2-Prozent-Ziel der Fed zu erkennen. Auch Aktualisierungen der geldpolitischen Haltung der Fed oder Veränderungen im Wirtschaftsausblick seitens wichtiger FOMC-Mitglieder könnten die Markterwartungen beeinflussen. Der FOMC-Dot-Plot von September 2026 und die anschließenden Kommunikation der Fed werden entscheidende Indikatoren für mögliche Änderungen der Geldpolitik sein.