Wöchentlicher Schiffsabwrackungsbericht 2026: Woche 30
Wichtige Erkenntnisse
- •Während des wöchentlichen Berichtszeitraums vom 23. bis 30. Juli 2026 wurden keine Abwrackungsverkäufe von Schiffen verzeichnet.
- •Wochen ohne Abwrackungsverkäufe können auftreten, wenn Frachtraten den weiteren Betrieb älterer Schiffe unterstützen oder wenn die Stahlschrottpreise in den Recyclingmärkten verhalten sind.
- •Kreditmanager der Seeschifffahrt und Bunkerlieferanten überwachen die Schiffsabwrackung genau, da das plötzliche Ausscheiden eines Schiffes aus dem aktiven Dienst ausstehende Rechnungen und Kreditrisiken beeinträchtigen kann.
- •Die wichtigsten globalen Abwrackziele befinden sich in Südasien, hauptsächlich in Indien, Bangladesch und Pakistan.
- •Internationale Rahmenwerke wie das Hongkong-Übereinkommen und die EU-Schiffsrecycling-Verordnung legen Standards und Compliance-Anforderungen für die Schiffsrecycling-Branche fest.

Für Kreditmanager in der Schiffskraftstoffbranche gibt es wenige so unerwünschte Entdeckungen wie die, dass ein Schiff, das sie Wochen zuvor gebunkert haben, stillschweigend zum Abwracken verkauft wurde. In dem heutigen schnelllebigen Schifffahrtsmarkt ist dieses Risiko höher als je zuvor.
Um Fachleuten der Branche bei der Verfolgung von Veränderungen in der weltweiten Flotte zu helfen, arbeitet Ship & Bunker jede Woche mit VesselsValue.com zusammen, einem Online-Dienst für maritime Intelligence und Informationen, um zu berichten, welche Schiffe in der vergangenen Woche zum Abwracken verkauft wurden.
Abwrackungsverkäufe: 23. – 30. Juli 2026
Während dieses Berichtszeitraums wurden keine Abwrackungsverkäufe von Schiffen verzeichnet.
Wochen ohne gemeldete Abwrackungsverkäufe sind nicht ungewöhnlich und können auftreten, wenn Frachtraten den weiteren Betrieb älterer Tonnage unterstützen, wenn die Stahlschrottpreise in den wichtigsten Recyclingmärkten verhalten sind oder wenn Zeitpläne für die Flottenerneuerung durch regulatorische Fristen – wie beispielsweise solche im Zusammenhang mit Dekarbonisierungsanforderungen – beeinflusst werden. Die Abwrackungsaktivität verläuft tendenziell ungleichmäßig, wobei Perioden mit geringem Recycling häufig von Schüben abgelöst werden, wenn alternde Schiffe vorgeschriebene Stilllegungszeitpunkte erreichen oder sich die Marktbedingungen ändern.
Über VesselsValue.com
VesselsValue.com ist ein Online-Dienst für Intelligence und Informationen, der von führenden Geschäfts- und Investmentbanken, Private-Equity-Gesellschaften, Investment- und Hedgefonds, Reedern und Betreibern, Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Maklern genutzt wird. Die Plattform bietet sofortige, unvoreingenommene Bewertungen, die bestehenden und potenziellen Schifffahrtsinvestoren helfen sollen, Risiken zu quantifizieren, das Berichtswesen zu verbessern und Chancen zu erkennen – und dabei Zeit und Geld zu sparen.
Hintergrund zur Schiffsabwrackung
Die Schiffsabwrackung, allgemein als Schiffsverschrottung oder Schiffsrecycling bezeichnet, ist der Prozess der Demontage von Schiffen am Ende ihrer Lebensdauer zur Rückgewinnung von Stahl und anderen Materialien. Diese Praxis wird von Kreditmanagern der Seeschifffahrt, Bunkerlieferanten und Schiffsfinanzierern genau überwacht, da das plötzliche Ausscheiden eines Schiffes aus dem aktiven Dienst ausstehende Rechnungen, vertragliche Verpflichtungen und Kreditrisiken beeinträchtigen kann.
Die wichtigsten Abwrackziele befinden sich in Südasien – hauptsächlich Indien (Alang), Bangladesch (Chittagong) und Pakistan (Gadani) – obwohl auch Anlagen in der Türkei und anderen Regionen Abwrackungsarbeiten durchführen. Internationale Vorschriften, darunter das Internationale Übereinkommen von Hongkong über die sichere und umweltverträgliche Recycling von Schiffen, legen die Standards für die Branche fest. Die Schiffsrecycling-Verordnung der Europäischen Union schreibt zusätzlich vor, dass Schiffe unter EU-Flagge an zugelassenen Anlagen einer EU-Liste recycelt werden müssen, was für Reeder, die unter europäischen Flaggen fahren, eine zusätzliche Compliance-Ebene darstellt.
Um den für diesen Beitrag verantwortlichen Redakteur zu kontaktieren, besuchen Sie Ship & Bunker.