Kohlevorkommen auf bundeseigenen Landen könnten die USA für 600 Jahre mit Energie versorgen, zeigt USGS-Studie
Wichtige Erkenntnisse
- •Eine USGS-Studie ergab, dass Kohle unter US-Bundesland 4,2 Milliarden Short Tons an Reserven aktiver Bergwerke sowie 356 Milliarden Short Toss an zusätzlichen verfügbaren Ressourcen umfasst – genug, um den nationalen Energiebedarf bei aktuellem Verbrauch für mindestens 600 Jahre zu decken.
- •Vierunddreißig Kohlebergwerke auf Bundesland produzierten 2024 mehr als 261 Millionen Short Tons, wobei allein Wyoming 14 dieser Bergwerke betreibt und 87 % der gemeldeten Reserven aktiver Bundesbergwerke hält.
- •Die Trump-Regierung hat über 1 Milliarde Dollar zur Stärkung der heimischen Kohleindustrie zugesagt, darunter Mittel zur Verlängerung der Lebensdauer von Kohlekraftwerken und zum Ausbau der Produktionskapazitäten.
- •Präsident Trump unterzeichnete Executive Order 14261 zur Überprüfung der Kohleressourcen auf Bundesland, und Innenminister Doug Burgum nahm Hüttenkohle in die List of Critical Minerals 2025 auf.
- •Der USGS-Bericht fordert weitere geologische Kartierungen in Alaska, wo Kohleressourcen auf mindestens 140 Milliarden Short Tons geschätzt werden und möglicherweise bis zu 5,5 Billionen Short Tons umfassen könnten.

Kohlevorkommen unter bundeseigenen öffentlichen Flächen in den Vereinigten Staaten könnten den Energiebedarf des Landes bei aktuellem Verbrauch für mindestens 600 Jahre decken. Das geht aus einer neuen Studie des US Geological Survey (USGS) hervor, die die Bestrebungen der Trump-Regierung zur Wiederbelebung der Kohleindustrie unterstützt.
Der diese Woche veröffentlichte USGS-Bericht weist 4,2 Milliarden Short Tons an gemeldeten Kohlereserven aus, die mit aktiven Bergwerken verbunden sind, sowie zusätzlich 356 Milliarden Short Tons an verfügbaren Kohleressourcen auf bundeseigenen Flächen. Die Zahlen unterstreichen das Ausmaß der Kohlevorkommen unter Bundesverwaltung, auch wenn der US-Stromsektor in den vergangenen zehn Jahren stetig auf Erdgas und erneuerbare Energien umgestellt hat.
Produktion und regionale Verteilung
Im Jahr 2024 produzierten 34 Kohlebergwerke auf Bundesland mehr als 261 Millionen Short Tons, so der USGS. Davon fördern 29 Bergwerke Wärmekohle für die Stromerzeugung, drei Betriebe in Alabama produzieren Hüttenkohle für die Stahlherstellung, ein Bergwerk in Colorado beliefert die Zementindustrie, und ein Bergwerk in Utah ist stillgelegt.
Wyoming dominiert die Kohleförderung auf Bundesland und betreibt 14 der aktiven Bergwerke sowie 87 % der gemeldeten Reserven, die mit aktiven Bundesbergwerken verbunden sind. Das North Antelope Rochelle Bergwerk im Powder River Basin von Wyoming wurde als das nach gemeldeten Reserven größte Kohlebergwerk der Welt identifiziert.
Verwaltung und politischer Kontext
Die in die Studie einbezogenen Bundesländereien werden von den Ministerien für Landwirtschaft, Verteidigung, Energie und Inneres sowie der Tennessee Valley Authority verwaltet.
Innenminister Doug Burgum erklärte in einer Stellungnahme: „American Energy Dominance is more important than ever, and so is beautiful clean coal's role in the production of electricity needed to fuel our future prosperity. Thanks to the USGS's rigorous and independent assessment, we're better equipped to manage America's vast public lands responsibly while supporting energy security and economic opportunity.“
Die Bewertung ordnet sich in die weiter gefassten Bemühungen von Präsident Donald Trump ein, den Kohlesektor wiederzubeleben. Trump unterzeichnete Executive Order 14261, die eine Überprüfung der Kohleressourcen unter Bundesland anordnete. Darüber hinaus nahm Burgum Hüttenkohle in die List of Critical Minerals 2025 auf – eine Einstufung, die Auswirkungen auf Genehmigungsverfahren und Lieferkettenpolitik für Stahlherstellungsmaterialien hat.
Der USGS-Bericht fordert zudem zusätzliche geologische Kartierungen in Alaska, wo die Behörde mindestens 140 Milliarden Short Tons an Kohleressourcen schätzt. Die gesamten Kohleressourcen des Bundesstaates könnten laut der Bewertung jedoch bis zu 5,5 Billionen Short Tons umfassen.
Finanzierung und Klimadebatte
Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, zu dem die Trump-Regierung mehr als 1 Milliarde Dollar zur Stärkung der heimischen Kohleindustrie zugesagt hat, einschließlich Mitteln zur Verlängerung der Betriebslaufzeiten von Kohlekraftwerken und zum Ausbau der Kohleproduktionskapazitäten. Das Vorhaben stellt eine Richtungsänderung gegenüber der vorherigen Regierung dar, die sich auf die Stilllegung von Kohlekraftwerken und einen Übergang zu kohlenstoffärmeren Energiequellen konzentriert hatte.
Diese politische Ausrichtung stellt eine deutliche Abkehr vom Konsens der Klimaforscher dar, die weiterhin davon ausgehen, dass eine Reduzierung des Verbrauchs von Kohle, Erdöl und Erdgas unerlässlich ist, um die globale Erwärmung einzudämmen und schwerere Klimafolgen abzuwenden.