USDCAD rutscht auf neues Wochentief von 1,3733 – kanadische Einzelhandelsumsätze übertreffen die Erwartungen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die kanadischen Einzelhandelsumsätze lagen über den Erwartungen, was den kanadischen Dollar stärkte und den Abwärtsdruck auf USDCAD aufrechterhielt.
- •Die Verkäufe im Währungspaar beschleunigten sich nach einer Mitteilung des US-Finanzministeriums zu Wochenbeginn, während die Gespräche über den Rahmen eines US-kanadischen Handelsabkommens den kanadischen Dollar stützten.
- •USDCAD brach unter seinen 200-Tage-Durchschnitt, die untere Kanaltrendlinie sowie die Fibonacci-Rücksetzung von 61,8 % bei 1,38169 und vertiefte damit die charttechnische Abwärtstendenz.
- •Das Währungspaar erreichte ein neues Wochentief bei 1,3733 – der schwächste Stand seit dem Mai-Tief, von dem die derzeit zurückgesetzte Aufwärtsbewegung ausging.
- •Die Zone 1,3765–1,3778 ist die entscheidende Close-Risk-Marke: Solange der Kurs darunter bleibt, behalten die Verkäufer die Kontrolle, während ein Anstieg über 1,3778 den Fokus zurück auf 1,38169 lenken würde.

Die Einzelhandelsumsätze Kanadas lagen über den Erwartungen und hielten den Abwärtsdruck auf USDCAD aufrecht. Das Währungspaar notierte im Tagesverlauf tiefer, hat sich von seinen Sitzungstiefs allerdings nur leicht erholt. Als Notierung des US-Dollars in kanadischen Dollar fällt USDCAD, sobald der Greenback nachgibt oder der kanadische Dollar an Stärke gewinnt – und die besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze sprechen für den zweiten Treiber: Einzelhandelsumsätze gehören zu den wichtigsten Konsumnachfrage-Indikatoren, die die Bank of Canada beobachtet, weshalb Überraschungen in diesem Bericht eine wiederkehrende Quelle von Wechselkursschwankungen für die Währung darstellen.
Die breitere Bewegung der Woche verlief deutlich abwärts. Die Verkäufe beschleunigten sich nach einer Mitteilung des US-Finanzministeriums zu Wochenbeginn, während die anhaltenden Gespräche über den Rahmen eines Handelsabkommens zwischen den USA und Kanada den kanadischen Dollar zusätzlich stützten. Der Handelsaspekt wiegt für die Währung besonders schwer, da der Großteil der kanadischen Exporte in die Vereinigten Staaten geht und der kanadische Dollar dadurch eng an den Zustand der bilateralen Handelsbeziehungen geknüpft ist.
Charttechnisch begann USDCAD die Woche mit einem Einbruch in eine wichtige Unterstützungszone, die durch die untere Kanaltrendlinie und den 200-Tage-Durchschnitt nahe 1,3846 definiert war. Käufer stützten sich auf diese Unterstützung und trieben den Kurs am Dienstag und bis in den Mittwoch hinauf. Die Erholung kam jedoch vor dem 100-Tage-Durchschnitt bei 1,39138 zum Erliegen, zumal Verkäufer zusätzlich das Wochenmitte-Tief der Vorwoche nahe 1,3908 verteidigten. Die 100- und 200-Tage-Durchschnitte sind weithin beachtete Benchmarks für den mittel- und langfristigen Trend, weshalb das Kursgeschehen zwischen ihnen bei chartorientierten Händlern große Aufmerksamkeit findet.
Dieses Scheitern erwies sich als entscheidend. Da die Verkäufe des US-Dollars nach der Mitteilung des Finanzministeriums an Intensität zunahmen, stürzte USDCAD zurück unter den 200-Tage-Durchschnitt und die untere Kanaltrendlinie, was die charttechnische Abwärtstendenz vertiefte. Anschließend brach das Währungspaar unter die Fibonacci-Rücksetzung von 61,8 % der Aufwärtsbewegung ab dem Mai-Tief bei 1,38169 und ebnete damit den Weg in Richtung der nächsten wichtigen Schwankungszone zwischen 1,3765 und 1,3778. Die Marke von 61,8 % gehört zu den von Händlern am häufigsten beobachteten Fibonacci-Rücksetzungsstufen.
Diese Zone wurde gestern durchbrochen, doch die Bewegung hielt nicht an und der Kurs erholte sich wieder. Heute jedoch kehrten die Verkäufer zurück und drückten das Paar erneut unter die Schwankungszone, wobei USDCAD ein neues Wochentief bei 1,3733 erreichte – der schwächste Stand des Währungspaars seit dem Mai-Tief, von dem die Aufwärtsbewegung ausging, die derzeit zurückgesetzt wird.
Die Schwankungszone zwischen 1,3765 und 1,3778 stellt nun die entscheidende Close-Risk-Marke für Verkäufer dar. Ein Verharren darunter hält die Verkäufer fest in der Kontrolle und lässt die Abwärtsneigung unangetastet. Ein Anstieg zurück über 1,3778 würde hingegen einen weiteren gescheiterten Bruch unter diese Unterstützung bedeuten und könnte bei den Verkäufern für Enttäuschung sorgen. Dies würde den Fokus zurück auf die gebrochene Fibonacci-Rücksetzung von 61,8 % bei 1,38169 lenken. Oberhalb dieses Niveaus würden Händler einen Blick auf die Unterseite der gebrochenen Kanaltrendlinie werfen, die derzeit nahe 1,3824 liegt und weiter sinkt.
Vorerst bleiben die Verkäufer unterhalb von 1,3765–1,3778 fest in der Kontrolle.
Quelle: Investinglive