USA unterstützen philippinische Ube-Offensive mit 34,1 Millionen US-Dollar von der USDA
Wichtige Erkenntnisse
- •Das USDA stellt 34,1 Millionen US-Dollar für ein fünfjähriges Programm zur Unterstützung des philippinischen Ube-Sektors bereit, während die globale Nachfrage nach der Knolle steigt.
- •Das Projekt wird durch den Erlös aus dem Verkauf von fast 40.000 Tonnen US-Sojabohnenschrot finanziert und von der US-amerikanischen gemeinnützigen Organisation TechnoServe umgesetzt.
- •Von der Initiative sollen 12.500 philippinische Ube-Bauern profitieren, während das Land daran arbeitet, seine begrenzten Produktionskapazitäten zu überwinden.
- •Die Philippinen haben die Ausfuhren von frischer Purpurknolle ausgesetzt, um knappes Pflanzgut angesichts aufkommender Konkurrenz aus Vietnam und China zu schützen. Die US-Botschaft erklärte, das Programm werde die wirtschaftliche Partnerschaft mit dem durch den Verteidigungsvertrag von 1951 an Washington gebundenen militärischen Verbündeten Philippinen stärken.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wird 34,1 Millionen US-Dollar bereitstellen, um die Bemühungen der Philippinen zu unterstützen, die Purpurknolle – allgemein als Ube bekannt – weiterzuentwickeln, während die globale Nachfrage nach der Knolle stark steigt.
Das Projekt wird durch den Erlös aus dem Verkauf von fast 40.000 Tonnen US-Sojabohnenschrot finanziert und soll den Angaben der US-Botschaft in Manila zufolge in den nächsten fünf Jahren 12.500 philippinische Ube-Bauern unterstützen. Umgesetzt wird es von der US-amerikanischen gemeinnützigen Organisation TechnoServe, die mit Landwirten und kleinen Unternehmen in Schwellenländern zusammenarbeitet. Die Finanzierungsstruktur – bei der Erlöse aus amerikanischen Rohstoffverkäufen in landwirtschaftliche Entwicklung im Ausland fließen – verknüpft das Programm direkt mit den Agrarexporten der USA.
Die Finanzierung unterstreicht das wachsende internationale Interesse an der Produktion der Knolle auf den Philippinen, die weltweit für ihre markante violette Farbe Aufmerksamkeit erregt hat. Das südostasiatische Land kann die steigende globale Nachfrage jedoch aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten kaum erfüllen.
Ube, eine Hauptzutat in philippinischen Desserts wie Ube Halaya, hat in den letzten Jahren bei internationalen Verbrauchern an Beliebtheit gewonnen und findet sich in Speiseeis, Backwaren und anderen Spezialprodukten. Die Nachfrage nach philippinischer Ube ist mit dem wachsenden weltweiten Profil der Zutat gestiegen.
Um sein knappes Pflanzgut vor aufkommenden Wettbewerbern wie Vietnam und China zu schützen, hat die Philippinen kürzlich die Ausfuhren von frischer Purpurknolle ausgesetzt. Der Aussetzungsbeschluss verdeutlicht die Angebotsverknappung hinter dem Boom: Da Pflanzmaterial knapp ist, priorisiert die Regierung einheimische Erzeuger gegenüber sofortigen Verkäufen ins Ausland. Die Regierung zielt darauf ab, die nationale Ube-Produktionskapazität aufzubauen und die Knolle zu einem größeren Exportfaktor zu machen. Wie schnell das fünfjährige USDA-geförthaltene Programm die Produktion ausweitet und ob die Philippinen ihre Kapazitäten aufbauen können, während Wettbewerber wie Vietnam und China, sind Entwicklungen, die in den kommenden Jahren zu beobachten sind.
Die US-Botschaft erklärte außerdem, das Purpurknollen-Projekt werde die wirtschaftliche Partnerschaft mit den Philippinen weiter stärken – ein langjähriger militärischer Verbündeter Washingtons. Beide Länder verbindet eine jahrzehntelange Sicherheitsbeziehung, die auf dem Verteidigungsvertrag von 1951 basiert.
Berichterstattung von Cliff Venzon für Bloomberg; ursprünglich veröffentlicht von BusinessWorld Online am 23. Oktober 2026.