USD/JPY übersteigt seinen 100-Tage-Durchschnitt und setzt seinen Aufwärtstrend fort
Wichtige Erkenntnisse
- •Der USD/JPY überwand seinen 100-Tage-Durchschnitt bei 159,994 sowie die Marke von 160,00 und erreichte ein Hoch von 160,15.
- •Hawkishe Äußerungen von Fed-Chef Powell und steigende US-Renditen, darunter eine Zweijahresrendite nahe 4,34 %, stützen die Stärke des Dollars gegenüber dem Yen.
- •Der Anstieg überwand zudem die 50 %-Rückverlustmarke des Rückgangs vom 40-Jahreshoch bei 159,599 sowie das August-Korrekturhoch bei 159,23.
- •Der Aufwärtswiderstand konzentriert sich zwischen 160,446 und 160,864; ein Ausbruch über dieses Cluster könnte den Weg Richtung Jahreshoch 2026 bei 163,98 öffnen.
- •Japanische Behörden haben in der Vergangenheit interveniert, wenn die Yen-Schwäche sich beschleunigte, weshalb der Bereich mehrjähriger Höchststände von den politischen Entscheidungsträgern genau beobachtet wird.

Der USD/JPY hat seinen Anstieg ausgebaut und dabei seinen 100-Tage-Durchschnitt bei 159,994 sowie den natürlichen Widerstand bei 160,00 überwunden. Der Höchstkurs erreichte 160,15, während die Käufer weiterhin fest die Kontrolle halten.
Diese Bewegung wurde durch hawkishe Äußerungen von Fed-Chef Powell und einen kräftigen Anstieg der US-Renditen gestützt. Die Zweijahresrendite legte um fast 11 Basispunkte auf 4,34 % zu, die Zehnjahresrendite stieg um 5,2 Basispunkte auf 4,724 %. Höhere Renditen stützen den Dollar gegenüber dem Yen. Renditedifferenzen waren in den vergangenen Jahren ein anhaltender Treiber für den USD/JPY, da deutlich höhere US-Zinsen im Vergleich zu Japan den Dollar attraktiver als den Yen machten – eine Dynamik, die den Anstieg des Paares in Richtung mehrjähriger Höchststände prägte.
Aus technischer Sicht überwand der heutige Anstieg außerdem zwei weitere wichtige Widerstandsniveaus:
- Die 50 %-Rückverlustmarke des Rückgangs vom 40-Jahreshoch bei 163,98, bei 159,599
- Das August-Korrekturhoch ausgehend vom Tiefstand 2026, bei 159,23
Das Überwinden dieser Niveaus – und nun auch des 100-Tage-Durchschnitts und der 160,00 – hält die Käufer eindeutig in der Kontrolle.
Die nächsten Aufwärtziele liegen bei:
- 160,446: Tief vom 3. Juli
- 160,634: 61,8 %-Rückverlustmarke des Rückgangs von 163,98
- 160,864: Korrekturhoch nach dem anfänglichen interventionsbedingten Rückgang
Dadurch entsteht ein gebündelter Widerstandsbereich zwischen 160,446 und 160,864. Ein Ausbruch über dieses Cluster würde die bullische Ausrichtung weiter stärken und den Weg in Richtung des Jahreshochs 2026 bei 163,98 öffnen. Der Verweis auf einen interventionsbedingten Rückgang ist bemerkenswert: Japanische Behörden sind in der Vergangenheit bereits in den Devisenmarkt eingetreten, wenn die Schwäche des Yen sich beschleunigte, weshalb erneute Annäherungen an den Bereich mehrjähriger Höchststände historisch eine Zone waren, die politische Entscheidungsträger genau beobachten.
Vorerst dienen der 100-Tage-Durchschnitt bei 159,994 und die Marke von 160,00 als entscheidender kurzfristiger Gradmesser. Solange der Kurs darüber bleibt, behalten die Käufer die Kontrolle. Ein Rückkehr darunter, und der Ausbruch würde einen Teil seiner technischen Attraktivität einbüßen. Über die unmittelbaren Niveaus hinaus wird die weitere Richtung davon abhängen, wie sich die US-Renditen entwickeln und ob japanische Offizielle zu weiteren Yen-Bewegungen Stellung nehmen oder darauf reagieren.