NachrichtenRohstoffe & ForexUS-Dollar sieht sich laut MUFG weiter Aufwärtsrisiken gegenüber, da Treasury-Renditen erhöht bleiben

US-Dollar sieht sich laut MUFG weiter Aufwärtsrisiken gegenüber, da Treasury-Renditen erhöht bleiben

Autor: bitcoinworld·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die MUFG Bank führt die Stärke des US-Dollars vor allem auf die zunehmende Zinsdifferenz zwischen den Vereinigten Staaten und anderen großen Volkswirtschaften zurück.
  • Der länger restriktive Ansatz der Federal Reserve hat die Renditen von US-Staatsanleihen im Vergleich zu ihren Pendants in der Eurozone, Japan und dem Vereinigten Königreich erhöht gehalten.
  • Wichtige Gegenwährungen, darunter der Euro, der japanische Yen und das britische Pfund, dürften unter Druck bleiben, solange der Renditevorteil des Dollars anhält.
  • Eine geldpolitische Wende der Federal Reserve hin zu Zinssenkungen oder ein deutlicher Rückgang der US-Renditen könnte den Aufwärtstrend des Dollars rasch umkehren.
  • Ein anhaltender Dollar-Anstieg erhöht in Schwellenländern die Kosten für den Schuldendienst in Dollar und den Druck durch Kapitalabflüsse, während er auf in Dollar denominierte Rohstoffpreise lasten kann.
US-Dollar sieht sich laut MUFG weiter Aufwärtsrisiken gegenüber, da Treasury-Renditen erhöht bleiben

Der US-Dollar sieht sich weiterhin Aufwärtsrisiken gegenüber, da erhöhte Treasury-Renditen die Währung stützen, wie aus einer jüngsten Analyse der MUFG Bank hervorgeht.

Die in dieser Woche veröffentlichte Einschätzung von MUFG identifiziert den anhaltenden Renditevorteil von US-Anlagen als zentralen Faktor für die Stärke des Dollars an den globalen Devisenmärkten. Die Festigkeit des Dollars steht vor dem Hintergrund auseinanderlaufender globaler geldpolitischer Zyklen: Die Europäische Zentralbank hat bereits begonnen, ihren Einlagensatz zu senken, während die Bank of Japan an einer ultralockeren Ausrichtung festhält, auch wenn sie vorsichtig eine mögliche Normalisierung signalisiert.

Renditedifferenzen stützen die Dollar-Stärke

Analysten von MUFG heben die zunehmende Zinsdifferenz zwischen den Vereinigten Staaten und anderen großen Volkswirtschaften als einen Hauptgrund dafür hervor, dass der Dollar gefragt bleibt. Da die Federal Reserve an einem länger restriktiven Zinsansatz festhält, sind die Renditen von US-Staatsanleihen im Vergleich zu entsprechenden Papieren in der Eurozone, Japan und dem Vereinigten Königreich erhöht geblieben. Diese Renditelücke schafft weiterhin Anreize für Kapitalströme in auf Dollar lautende Anlagen und stützt damit die Bewertung der Währung.

Widerstandsfähigkeit bei sich wandelnder globaler Geldpolitik

Der Dollar hat in den vergangenen Wochen Widerstandsfähigkeit gezeigt, obwohl mehrere globale Zentralbanken mögliche Anpassungen ihrer eigenen geldpolitischen Ausrichtung signalisieren. MUFG weist darauf hin, dass eine mögliche Verlangsamung der US-Wirtschaft zwar Gegenwind für den Dollar darstellt, der bestehende Renditevorteil jedoch als Puffer gegen starke Rückgänge wirkt. Die breite Stärke der Währung spiegelt sich in Referenzgrößen wie dem ICE US Dollar Index wider, der den Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen von Handelspartnern misst.

Marktteilnehmer beobachten aufmerksam anstehende US-Konjunkturindikatoren, darunter Inflations- und Beschäftigungsdaten, um Hinweise auf die nächsten geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve zu erhalten. Über die wichtigsten Währungspaare hinaus hat ein anhaltender Dollar-Anstieg auch Auswirkungen auf Schwellenländer, wo die Kosten für den Schuldendienst in Dollar und der Druck durch Kapitalabflüsse tendenziell zunehmen, wenn die US-Währung stärker wird.

Auswirkungen auf die Devisenmärkte

Laut der Analyse von MUFG deutet das Aufwärtsrisiko für den Dollar darauf hin, dass wichtige Gegenwährungen wie der Euro, der japanische Yen und das britische Pfund kurzfristig unter Druck bleiben könnten. Die Bank warnt jedoch auch, dass jede Änderung der Politik der Federal Reserve, insbesondere eine Wende hin zu Zinssenkungen, oder ein deutlicher Rückgang der US-Renditen diese Dynamik rasch verändern könnte. Auch die Rohstoffmärkte, auf denen viele globale Benchmarks in Dollar bepreist werden, reagieren sensibel auf die Entwicklung der Währung, da Dollar-Stärke die Preise von in Dollar denominierten Rohstoffen belasten kann.

Wichtige Faktoren im Blick

Die Einschätzung von MUFG untermauert die Ansicht, dass die Stärke des Dollars eng mit dem Renditevorteil verbunden bleibt, den US-Zinsen bieten. Die Bank deutet darauf hin, dass der Dollar an den Devisenmärkten wahrscheinlich seine Aufwärtstendenz beibehalten wird, solange sich diese Differenz nicht deutlich verringert.

Zu den Faktoren, die den Ausblick verändern könnten, zählen eine geldpolitische Wende der Federal Reserve hin zu Zinssenkungen oder ein erheblicher Rückgang der US-Renditen; beides würde den Renditevorteil des Dollars verringern. Umgekehrt übt ein stärkerer Dollar in der Regel Abwärtsdruck auf Währungen wie den Euro, den Yen und das Pfund aus.

Quelle: BitcoinWorld