NachrichtenMakroTyler Cowen zu Gast im Rick-Rubin-Podcast über Musik und Patriotismus

Tyler Cowen zu Gast im Rick-Rubin-Podcast über Musik und Patriotismus

Autor: Marginal Revolution·

Wichtige Erkenntnisse

  • Tyler Cowen ist in Tetragrammaton von Rick Rubin zu Gast, in einer Folge über Patriotismus in der Musik.
  • Das Gespräch stellt patriotische Hymnen Protestliedern gegenüber, darunter Sousa, Country Joe and the Fish und die Sex Pistols.
  • Die Kapitelübersicht umfasst klassische nationalistische Werke von Liszt, Bartók, Dvořák und Rossini.
  • Die Folge weitet das Thema außerdem auf Musik aus Trinidad, dem Kongo und Brasilien aus.
  • Das Gespräch wurde in der Toskana aufgenommen und als neues Material vorgestellt.
Tyler Cowen zu Gast im Rick-Rubin-Podcast über Musik und Patriotismus

MUSIKFOLGE: „Sie denken, Sie verstehen Patriotismus, Sie haben ihn im Griff – es ist die einfache Sache, aber es stellt sich heraus, dass es nicht so ist. Und vielleicht zeigt uns Musik und die Geschichte der Musik das alles besser als bloße Diskussionen darüber.“

Der Ökonom Tyler Cowen spricht mit Produzent Rick Rubin in Rubins Podcast Tetragrammaton in einer Unterhaltung, die patriotische Gefühle als etwas versteht, das die Geschichte der Komposition besser offenbart als Argumente. Die Kombination passt: Cowen, ein Ökonom an der George Mason University, der den Blog Marginal Revolution mitverfasst und Conversations with Tyler moderiert, hat viel über die Ökonomie von Kunst und Kultur geschrieben, darunter das 1998 erschienene Buch In Praise of Commercial Culture, während Rubin, Mitgründer von Def Jam Recordings und Produzent für Künstler von den Beastie Boys bis Johnny Cash, Tetragrammaton als Langform-Interviewserie betreibt.

Die Kapitelübersicht zeigt die Bandbreite – Patriotismus wird als globales und umstrittenes Thema behandelt, nicht nur als zeremonielle Americana:

0:00:00 Tyler Cowen

0:00:24 Intro: Patriotismus in der Musik

0:03:09 John Philip Sousa & Stars and Stripes Forever

0:07:38 Country Joe & the Fish: Das Anti-Kriegs-Lied

0:16:49 Andrews Sisters & Boogie Woogie Bugle Boy

0:22:04 Liszt & Bartók: Ungarische Unabhängigkeit

0:36:29 Dvořák, Rossini & William Tell

0:47:24 Stockhausen, Percy Grainger & Heiliger Krieg

0:59:59 Trinidad, Kongo & Brasilien: Unabhängigkeitslieder

1:21:49 William Byrd & die Sex Pistols

1:28:00 Elgar, Charles Ives & Chuck Berry

Die Auswahl stellt ausdrücklich feierliche Werke – Sousas 1896 erschienenes „The Stars and Stripes Forever“, den 1941 erschienenen „Boogie Woogie Bugle Boy“ der Andrews Sisters – Liedern des Widerspruchs gegenüber, von Country Joe and the Fishs Vietnam-zeitlichem „I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag“ bis zu den 1977 erschienenen Sex-Pistols-Song „God Save the Queen“. Klassischer Nationalismus zieht sich durch die Kapitel zu Liszt und Bartók, Dvořák und Rossini – „William Tell“ greift die Schweizer Legende des Widerstands gegen Fremdherrschaft auf –, während der Abschnitt zu Trinidad, Kongo und Brasilien das Thema nach Karibik, Afrika und Südamerika erweitert. Stockhausen, Percy Grainger, William Byrd, Elgar, Charles Ives und Chuck Berry runden eine Titelliste ab, die Renaissancemusik, Konzertmusik und Rock in einen gemeinsamen Rahmen stellt.

Wer mehr von Cowen über Musik und Kultur hören möchte, kann seine Reihe Conversations with Tyler und seine Texte auf Marginal Revolution verfolgen.

Hier ist ein Link zum Podcast selbst: hier ist ein weiterer. In der Toskana aufgenommen, unbedingt empfehlenswert, alles neues Material.