Dan Rather: Trumps „Wohlfühlzone“ in Dallas macht ihn blind für die Welle bei den Zwischenwahlen
Wichtige Erkenntnisse
- •Dan Rather argumentierte in einem Substack-Essay, dass der dieswöchige GOP-Parteitag in Dallas die Chancen der Republikaner bei den bevorstehenden Zwischenwahlen beeinträchtigen könnte.
- •Der Analyse zufolge konzentrieren sich die Republikaner darauf, Trump zufriedenzustellen und seine Basis zu mobilisieren, statt neue und unentschlossene Wähler anzusprechen.
- •Die in dem Essay zitierten Gallup-Daten zeigen, dass sich vor den Wahlen im November 44 Prozent der Amerikaner als unabhängig bezeichnen.
- •Die in der Analyse angeführten Prognosen deuten darauf hin, dass die Republikaner bei den Zwischenwahlen bis zu 35 Sitze im Repräsentantenhaus und fünf Sitze im Senat verlieren könnten.
- •Rather merkte an, dass der Parteitag acht Wochen vor den Zwischenwahlen stattfindet, obwohl die Ansprache unentschlossener Wähler zu diesem Zeitpunkt Priorität haben sollte.

Der Versuch von Präsident Donald Trump, die Republikanische Partei bei dem dieswöchigen Parteitag der GOP in Dallas, Texas, in seine „Wohlfühlzone“ zu ziehen, ist laut einer neuen Analyse ein weiteres Zeichen dafür, dass er die mögliche Welle bei den Zwischenwahlen, die auf seine Partei zukommen könnte, nicht erkennt.
Der erfahrene Journalist Dan Rather argumentierte in einem Essay für seinen Substack-Newsletter „Ready“, dass die Veranstaltung in Dallas für die Republikaner bei den Zwischenwahlen eine Katastrophe bedeuten könnte. Statt an Türen zu klopfen, um neue Wähler zu gewinnen, würden die Republikaner ihre Zeit damit verbringen, Trump in einem Kongresszentrum zufriedenzustellen, so Rather, obwohl Umfragen zeigten, dass die Partei im November wahrscheinlich mit deutlichen Verlusten rechnen müsse.
„Die Organisatoren hoffen, Geld zu sammeln und die Basis zu mobilisieren“, schrieb Rather. „Auf diese Weise wird Trump von seinen Mega-Fans umgeben sein, in seiner Wohlfühlzone. Doch acht Wochen vor den Zwischenwahlen sollte die Basis nicht das Hauptanliegen sein. Laut Gallup bezeichnen sich inzwischen 44 Prozent der Amerikaner als Unabhängige. Sie werden im November ein entscheidender Faktor sein. Wer sie ignoriert, tut dies auf eigene Gefahr.“
Diese Strategie sei jedoch nicht ohne Risiken, fuhr Rather fort.
„Trump und seine republikanischen Schmeichler werden in Dallas zu den bereits Überzeugten predigen, obwohl sie sich an unentschlossene Wähler wenden und daran arbeiten könnten, die Kontrolle über den Kongress zu behalten, indem sie Mitgliedern helfen, die um ihre politische Existenz kämpfen“, schrieb er. „Aber er kann sich nicht aus seinem eigenen Weg bewegen.“
Rather verwies zudem auf jüngste Prognosen, denen zufolge die Republikaner bei den bevorstehenden Wahlen bis zu 35 Sitze im Repräsentantenhaus und fünf Sitze im Senat verlieren könnten.