Morning Joe geht auf Trumps neuesten „Witz“ los, in dem er vorschlägt, der Iran solle Los Angeles und San Diego „ausschalten“
Wichtige Erkenntnisse
- •Präsident Trump schlug bei einer Wahlkampfveranstaltung zur Zwischenwahl in Nebraska am 5. Oktober vor, der Iran solle Los Angeles und San Diego „ausschalten“, und bezeichnete die Zerstörung der beiden demokratisch regierten Städte als „einen sehr kleinen Preis“.
- •Der Auftritt in Nebraska sollte die Wahlbeteiligung der Republikaner stärken und Senator Pete Ricketts unterstützen, doch Trumps Bemerkungen zu den beiden kalifornischen Städten zogen die meiste Aufmerksamkeit auf sich.
- •Trump verknüpfte seine Äußerungen zum Iran mit den steigenden Benzinpreisen im ganzen Land und erklärte, die Situation werde bald „auf die eine oder andere Weise“ enden.
- •Morning-Joe-Co-Moderator Joe Scarborough verurteilte die Kommentare als gefährlich und beispiellos für einen Präsidenten nach dem Bürgerkrieg, wies darauf hin, dass sie über den Tod von rund 10 Millionen Menschen scherzten, und verglich sie mit Trumps Äußerungen von 2022 zum Angriff auf Paul Pelosi.
- •Laut dem CBS-Sender WGME kündigte Trump die Möglichkeit eines weiteren Wahlkampfauftritts zur Zwischenwahl in Maine später in diesem Monat an, unmittelbar vor dem Wahltag.

Präsident Donald Trump sieht sich einer Welle der Kritik ausgesetzt, nachdem er vorgeschlagen hatte, der Iran solle Los Angeles und San Diego „ausschalten“, und Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung zur Zwischenwahl erklärte, die Zerstörung der beiden größten demokratisch regierten Städte Kaliforniens wäre „ein sehr kleiner Preis“.
Die Äußerungen fielen am Dienstag, dem 5. Oktober, als Trump in Nebraska auftrat, um die Wahlbeteiligung der Republikaner zu erhöhen und Senator Pete Ricketts zu unterstützen. Laut MS Now galten seine Bemerkungen zu den beiden kalifornischen Städten jedoch die meiste Aufmerksamkeit. Los Angeles und San Diego zählen zu den bevölkerungsreichsten Städten der Vereinigten Staaten.
Auf der Bühne vor einem vollen Publikum sagte Trump: „Let them take, Let them take out Los Angeles. Let them take out San Diego. This is a very small price to pay, and it's going to be awkward very soon.“
„It's essentially almost over with. And they might keep going a little longer“, fuhr er fort und ergänzte: „You know, they always say they have a big threshold for pain.“
Trump versuchte zudem, seine Bemerkungen zum Iran mit den stetig steigenden Benzinpreisen im ganzen Land in Verbindung zu bringen. „They need it. Let me tell you they need it“, sagte er. „But it's going to end very soon. And it will end one way or the other. And your gas and your gasoline and all of the things.“
Die Runde von MS Now's Morning Joe, dem langjährigen Morgenprogramm des Senders, hielt mit ihrer Reaktion auf die aufhetzenden Kommentare nicht hinter dem Berg. Co-Moderator Joe Scarborough begann damit, dass MAGA-Anhänger vermutlich versuchen würden, die Worte des Präsidenten zu relativieren. „There will be some, 'Oh, he's just joking. He's just.' Well, okay. Well, great“, sagte er.
Scarborough ging weiter und brandmarkte, wie gefährlich Trumps Worte seien und wie beispiellos sie für einen modernen US-Präsidenten wären. „What other American president in our history, post-Civil War, have called for the destruction of entire cities. Joking? If this is your joke, this is your idea of a presidential joke, joking about the killing of 10 million or so people“, fuhr er fort.
Er fragte dann: „Is that where we are? Because I thought it was bad enough when he was joking in front of California Republicans several years ago, I think it was in [20]22 about an elderly man getting the hell beaten out of him and almost dying. Paul Pelosi, remember, [Trump] led those [laughing in] California.“
Paul Pelosi, der Ehemann der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, wurde bei dem Übergriff im Jahr 2022 im gemeinsamen Haus in San Francisco schwer verletzt, bei dem ein Eindringling auf mit einem Hammer einschlug.
Scarborough ergänzte: „We're talking about the president of the United States talking about the obliteration of San Diego and Los Angeles as a joke.“
Bei der Veranstaltung in Nebraska kündigte Trump zudem die Möglichkeit eines weiteren Wahlkampfauftritts zur Zwischenwahl in Maine später in diesem Monat, unmittelbar vor dem Wahltag, an, wie der CBS-Sender WGME berichtet. Sollte der Besuch in Maine zustande kommen, würde Trump damit bis in die Schlussphase des Wahlkampfs zur Zwischenwahl auf dem Meetingpfad bleiben.