Streit um mit Arsen und Blei belastete Erde bei Trumps öffentlichem Golfplatzprojekt in Washington, D.C.
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Streit betrifft Erde, die auf den East Potomac Golf Links abgeladen wurde, einem öffentlichen Golfplatz, der über das föderale Parksystem beaufsichtigt wird.
- •Die Erde stammt Berichten zufolge aus Abrissarbeiten am East Wing, die mit Präsident Trumps geplantem Ballsaalprojekt verbunden sind.
- •Tests des National Park Service fanden Arsen und Blei in der Erde, aber kein Asbest.
- •Die D.C. Preservation League verklagt das Department of the Interior und will die Genehmigung erhalten, eigene Bodentests durchzuführen.
- •U.S. District Judge Ana Reyes stellte infrage, warum die Regierung zusätzliche Tests ablehnen würde, wenn der Boden kein Problem darstelle.

Die Regierung von Präsident Donald Trump sieht sich einem Rechtsstreit über Erde gegenüber, die auf einem öffentlichen Golfplatz in Washington, D.C., abgeladen wurde, nachdem Tests des National Park Service ergeben hatten, dass das Material Arsen und Blei enthält, wie The Wall Street Journal berichtet.
Im Mittelpunkt des Streits stehen die East Potomac Golf Links, wo die Regierung eine große Anlage für Golfmeisterschaften errichten will. Das Journal berichtete, dass der Platz mit Erde aus Abrissarbeiten am East Wing bedeckt wurde, wo Trump einen Ballsaal bauen lassen möchte.
Da das Projekt einen öffentlichen Golfplatz betrifft, der über das föderale Parksystem beaufsichtigt wird, geht es in dem Streit nicht nur um die Golfanlage selbst, sondern auch darum, wie Abrissmaterial auf Flächen gehandhabt wird, die von Anwohnern und Besuchern genutzt werden. Der Streit über die Bodentests ist zu einem zentralen Punkt der umfassenderen Anfechtung der Arbeiten geworden.
Gegner des Projekts, angeführt von der D.C. Preservation League, verklagen das Department of the Interior, um die Arbeiten zu stoppen, wie NBC News berichtet. Sie argumentieren, dass die von der Trump-Regierung auf den Links aufgebrachte Erde Golfern und der Umwelt schaden könnte, berichtete das Journal.
Der National Park Service testete die Erde und fand kein Asbest, doch die Untersuchungen deuteten laut dem Journal auf das Vorhandensein von Giftstoffen wie Arsen und Blei hin. Die D.C. Preservation League beantragt nun bei einem Bundesrichter die Erlaubnis, eigene Tests des Bodens durchzuführen.
Während einer Anhörung in diesem Monat stellte U.S. District Judge Ana Reyes infrage, warum die Trump-Regierung keine zusätzlichen Tests zulassen wolle.
"If there isn't a problem with it, who cares?" fragte Reyes. Die Richterin fügte Berichten zufolge hinzu, dass "there appears to be a lot of arsenic in the soil 'and that seems like a bad thing.'"