NachrichtenMakro'The Assassin(s)' beleuchtet das Attentat auf die First Lady von 1974 aus Journalistenperspektive

'The Assassin(s)' beleuchtet das Attentat auf die First Lady von 1974 aus Journalistenperspektive

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Regisseur Hur Jin-ho entschied sich, die Geschichte des Attentats auf die First Lady von 1974 durch investigative Journalisten zu erzählen, um die politische Atmosphäre jener Zeit widerzuspiegeln.
  • Der Film beginnt mit dem Schussattentat auf Yuk Young-soo am 15. August 1974 während einer Zeremonie zum Tag der Befreiung und untersucht Zweifel an nicht zugeordneten Schüssen und fehlenden Audiobeweisen, obwohl offiziell festgestellt wurde, dass Moon Se-kwang allein handelte.
  • Der Film zeigt Machtmissbrauch der Regierung während der Yusin-Ära, darunter die Folter von Sicherheitskräften und die Unterdrückung der Presse.
  • Die Hauptrollen spielen Yoo Hae-jin, Park Hae-il und Lee Min-ho, dazu kommen prominente Gastauftritte von Park Jeong-min, Jung Woo-sung, Shim Eun-kyung, Um Tae-woong und Oh Dal-su.
  • Produziert von Hive Media Corp, dem Studio hinter '12.12: The Day', startet der Film am 23. September in südkoreanischen Kinos.
'The Assassin(s)' beleuchtet das Attentat auf die First Lady von 1974 aus Journalistenperspektive

Der bevorstehende Historienthriller 'The Assassin(s)' greift das Attentat auf First Lady Yuk Young-soo aus dem Jahr 1974 erneut auf und legt den Schwerpunkt auf das emotionale Gewicht des Lebens in einer grausamen Ära.

Regisseur Hur Jin-ho erklärte, dass er sich entschied, die Geschichte aus der Sicht von investigativen Journalisten zu erzählen, um das politische Klima jener Zeit realistisch widerzuspiegeln.

"Ich habe mich diesem Film nicht mit dem Ziel genähert, ein verborgenes Geheimnis mit einem Schlag zu lösen", sagte Hur nach der Premiere des Films am Dienstag in Seoul. "Obwohl er dem Format eines Mystery-Thrillers folgt, wollte ich die Atmosphäre des Jahres 1974 zeigen. Journalisten wurden auf natürliche Weise zum zentralen Medium, um Fragen an diese Gesellschaft zu stellen."

Der Film beginnt mit dem Schussattentat auf die First Lady am 15. August 1974 während einer Zeremonie zum Tag der Befreiung. Yuk, die Ehefrau des damaligen Präsidenten Park Chung-hee, wurde von einer Kugel getroffen, die der Schütze auf den Präsidenten abgefeuert hatte, während dieser eine Rede zum Gedenken an Koreas Befreiung von der japanischen Kolonialherrschaft hielt. Obwohl offizielle Aufzeichnungen zu dem Schluss kamen, dass der in Japan geborene Koreaner der zweiten Generation Moon Se-kwang allein handelte, geht der Film langjährigen Zweifeln nach – etwa zu nicht zugeordneten Schüssen und fehlenden Audiobeweisen.

Über das Rätsel hinaus zeigt der Film deutlich, wie die Regierung damals ihre Macht missbrauchte. Das Jahr 1974 fiel in die Yusin-Ära, in der Park Chung-hees autoritäre Regierung unter Notstandsmaßnahmen regierte, die Bürgerrechte und Pressefreiheit stark einschränkten. Im Verlauf der Geschichte foltern die Behörden Sicherheitskräfte, die ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt hatten, und unterdrücken die Presse, um das Recht der Öffentlichkeit auf Information zu blockieren.

Die Handlung dreht sich um den Ermittler Cheol-gu (Yoo Hae-jin), den Chefreporter Jae-hwan (Park Hae-il) und den Rookie-Reporter Young-il (Lee Min-ho). Für Lee, einen der bekanntesten Fernsehstars Koreas aus Serien wie 'Boys Over Flowers' und 'The King: Eternal Monarch', markiert die Rolle einen Auftritt auf der großen Leinwand.

Yoo beschrieb seine Figur als einen gewöhnlichen Mann, der in historische Wirren gerät.

"Ich habe Cheol-gu den Polizisten nicht von Cheol-gu dem Vater getrennt", sagte Yoo. "Er ist schlicht ein Mensch, der versucht, sich in einer stürmischen Ära zurechtzufinden."

Park hob das menschliche Element hinter journalistischer Integrität hervor.

"Selbst wenn man für die Wahrheit eintritt, läuft am Ende alles auf die Menschen hinaus", sagte er.

Der Film besticht zudem durch sein sternengespicktes Cameo-Aufgebot, darunter Park Jeong-min, Jung Woo-sung, Shim Eun-kyung, Um Tae-woong und Oh Dal-su. Jung spielt Han Sang-il, einen einflussreichen Konzernchef und älteren Bruder des Reporters Young-il, während Park Jeong-min den Schützen verkörpert.

Hur räumte seine Bedenken ein, prominente Schauspieler für nur wenig Leinwandzeit zu besetzen. "Ich machte mir Sorgen, dass bekannte Schauspieler das Publikum von der Geschichte ablenken könnten", sagte Hur. "Doch Figuren wie Konzernchef Han hatten ein symbolisches Gewicht, und Park Jeong-mins Figur beherrschte den Film trotz minimaler Dialoge."

Produziert von Hive Media Corp, dem Studio hinter dem Kinoerfolg '12.12: The Day' von 2023 über den Militärputsch von 1979, zieht 'The Assassin(s)' naturally Vergleiche zwischen beiden Fillen nach sich. Beide bedienen das starke Publikumsinteresse an Dramen, die sich mit Koreas autoritärer Vergangenheit auseinandersetzen. Der Regisseur zog jedoch eine klare Grenze.

"Ich bin dankbar für den Vergleich, aber 'The Assassin(s)' ist kein Film, der ein endgültiges Urteil fällen will", sagte Hur. "Es geht um die Menschen, die diese Zeit durchlebt haben."

'The Assassin(s)' startet am 23. September in südkoreanischen Kinos.

Quelle: The Korea Times