Texanische Frau stellt sich im Schmuggelverfahren um Union-Pacific-Bahncontainer, bei dem 7 Migranten starben
Wichtige Erkenntnisse
- •Garcia stellte sich am Sonntag an einem Grenzübergang in Del Rio und erschien am Dienstag vor einem Bundesrichter in Del Rio, Texas.
- •Bundesstaatsanwälte sagen, sie sehe sich zwei Anklagepunkten gegenüber, die bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich ziehen könnten.
- •Die Behörden werfen dem Schmuggelnetzwerk eine etwa dreijährige Tätigkeit vor; Migranten aus Mexiko seien in Güterzügen für $1,500 bis $10,000 pro Person transportiert worden.
- •Sieben Migranten aus Mexiko und Honduras starben im Mai, nachdem sie in einen Frachtcontainer ohne Belüftung oder Kühlung nahe Union-Pacific-Gleisen in Del Rio geladen worden waren.
- •Seferino Huerta-Casillas ist weiterhin der einzige angeklagte Beschuldigte, der nicht festgenommen wurde.

Eine von zwei gesuchten Personen, die nach dem Tod von sieben Migranten in einem Frachtcontainer angeklagt worden waren, hat sich gestellt, wie Bundesstaatsanwälte mitteilten.
Karina Garcia, 37, erschien am Dienstag vor dem U.S. Magistrate Judge Matthew Watters in Del Rio, Texas. Nach Angaben des U.S. Attorney’s Office stellte sich Garcia am Sonntag an einem Grenzübergang in Del Rio. Ihr werden zwei Bundesanklagen vorgeworfen, die bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich ziehen könnten.
Staatsanwälte gehen davon aus, dass Garcia eine Schlüsselrolle in einer Operation spielte, die etwa drei Jahre dauerte. Die Gruppe habe Menschen aus Mexiko mithilfe von Güterzügen geschmuggelt, heißt es in einer Mitteilung vom 19. Aug. Die Schmuggler sollen jedem Reisenden oder dessen Angehörigen zwischen $1,500 und $10,000 berechnet haben. Eine Grand Jury des Bundes erhob im Juli Anklage gegen Garcia, wie in der ursprünglichen Mitteilung angegeben.
Sieben Menschen starben in einem Frachtcontainer
Sieben Migranten aus Mexiko und Honduras starben im Mai in einem Conex-Versandcontainer, wie die Staatsanwälte vortragen. Die Anklageschrift sagt, die Schmuggler hätten sie nahe den Union-Pacific-Gleisen in Del Rio gebracht. Die Gruppe habe ein Schloss aufgebrochen, die Menschen hineingeladen und die Tür geschlossen. Die Einheit sei auf einem anderen Container ohne Belüftung oder Kühlung abgestellt worden, teilten die Behörden mit.
Die Außentemperaturen lagen an diesem Nachmittag laut Ermittlern zwischen 88 und 92 degrees. Der Zug von Union Pacific fuhr dann ostwärts in Richtung San Antonio entlang der U.S. Highway 90. Die Schmuggler sollen die Einheit dort später geöffnet, festgestellt haben, dass sich die Passagiere in Gefahr befanden, und dann geflohen sein. Der Zug fuhr anschließend weiter nach Süden nach Laredo, wo ein Mitarbeiter eines Rangierbahnhofs am 10. Mai sechs Leichen fand.
Die Behörden fanden später das siebte Opfer nahe Gleisen in San Antonio, berichtete das Justizministerium. Vier mexikanische und drei honduranische Staatsangehörige starben, darunter ein 14-jähriges Kind. Ermittler identifizierten zudem eine Nachricht von mindestens einem Opfer, in der um Hilfe gebeten wurde. Gegen alle 11 Angeklagten wurden Anklagepunkte erhoben, die eine Beförderung mit Todesfolge betreffen.
Ein Angeklagter ist weiterhin flüchtig
Die Behörden nahmen im vergangenen Monat im Rahmen einer mehrtägigen Operation in Zentral- und Südtexas acht Angeklagte fest. Beamte nahmen Mayra Alejandra Huerta am 12. Mai in Del Rio in Bundesgewahrsam. Seferino Huerta-Casillas ist weiterhin der einzige angeklagte Beschuldigte auf der Flucht. Bei der Fahndung nach Garcia führten Intelligence des Border Patrol, Homeland Security Investigations und U.S. Marshals die Ermittlungen.
Das Justizministerium nannte keinen weiteren Gerichtstermin und beschrieb Garcias genaue angebliche Rolle in der Operation nicht. Die Mitteilung nannte außerdem nicht alle Personen, die die Schmuggler bezahlt haben oder in den Zügen mitgefahren sind. Garcia gilt als unschuldig, solange ihre Schuld nicht vor Gericht bewiesen ist.
Warum das wichtig ist
Der Fall zeigt, dass Sicherheit auf Schienen und in Terminals nicht nur dem Schutz von Fracht dient. Ein unbefugter Zugriff auf einen Container kann schwerwiegende Sicherheits-, Rechts- und menschliche Folgen haben. Beschädigte Siegel, Bolzenschneider und unerklärter Zugriff auf Ausrüstung sollten vor der Weiterfahrt eines Zuges sofort eskaliert werden.
Hier klicken für weitere Artikel über Frachtdiebstahl und Frachtbetrug von Phil Brink.
CBP findet $15M in Meth in Sellerieladung am Grenzübergang Pharr, Texas – FreightWaves
ACCC vollzieht Durchsuchungsbeschluss bei Logistik-Software-Gigant WiseTech im Wettbewerbsverfahren – FreightWaves
Polizei stellt Kupferladung im Wert von $258K aus gestohlenem J.B. Hunt-Auflieger in North Carolina sicher – FreightWaves
Der Beitrag Texanische Frau stellt sich im Schmuggelverfahren um Union-Pacific-Bahncontainer, bei dem 7 Migranten starben, erschien zuerst auf FreightWaves.