NachrichtenMakro11 angeklagt, nachdem sieben Migranten in versiegeltem Bahncontainer in Texas gestorben sind

11 angeklagt, nachdem sieben Migranten in versiegeltem Bahncontainer in Texas gestorben sind

Autor: FreightWaves·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Anklage wirft 11 Beschuldigten die Beteiligung an einem Schmuggelring vor, der Migranten per Güterzug aus Mexiko nach Texas transportierte.
  • Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Migranten am 9. Mai in einen verschlossenen, unbelüfteten Container gesetzt, als die Außentemperaturen im hohen 80er- bis niedrigen 90er-Bereich lagen.
  • Behörden fanden am 10. Mai sechs tote Migranten im Container in Laredo; ein siebtes Opfer wurde später nahe Bahngleisen in San Antonio entdeckt.
  • Unter den Opfern waren vier mexikanische Staatsangehörige und drei honduranische Staatsangehörige; eines der Opfer war 14 Jahre alt.
  • Die Anklagen umfassen Verschwörung und Beihilfe zum Transport mit Todesfolge; bei einer Verurteilung droht jedem Beschuldigten lebenslange Haft.
11 angeklagt, nachdem sieben Migranten in versiegeltem Bahncontainer in Texas gestorben sind

Bundesstaatsanwälte haben 11 Personen im Zusammenhang mit dem Tod von sieben Migranten angeklagt, die in einem Bahncontainer in Texas gefunden wurden. Die Anklage beschreibt eine Menschenschmuggel-Organisation, die Güterzüge nutzte, um Menschen weiter in die Vereinigten Staaten zu bringen. Beamte gaben die Anklage am Freitag in Del Rio, Texas, bekannt. Jeder Beschuldigte sieht im Falle einer Verurteilung bis zu lebenslange Haft.

Die Anklage umfasst Verhalten von mindestens April 2023 bis zum 12. Mai. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass Migranten oder ihre Familien den Schmugglern zwischen $1,500 und $10,000 zahlten. Die Organisation habe Menschen mutmaßlich nach Grenzübertritten aus Mexiko weitertransportiert. Gerichtsverfahren werden klären, ob die Staatsanwaltschaft diese Vorwürfe beweisen kann.

Versiegelter Container fuhr von Del Rio weg

Laut Anklage brachten Schmuggler mindestens sieben Migranten aus Acuña, Mexiko, nach Del Rio. Am 9. Mai führten sie die Gruppe in die Nähe von Union Pacific-Gleisen. Die Staatsanwaltschaft sagt, die Gruppe habe rote Bolzenschneider verwendet, um ein Containerschloss zu entfernen, und dann sieben Personen hineingesetzt, bevor der Zug abfuhr.

Der Conex-Container stand auf einem anderen Einheit und verfügte über keine Belüftung oder Kühlung. Ermittler teilten mit, die Außentemperaturen hätten an diesem Tag zwischen 88 und 92 degrees gelegen. Beamte sagten, die Tür habe sich von außen verriegelt und keine innere Entriegelung gehabt. Unter den Eingeschlossenen war ein 14-jähriges Kind.

Der Zug fuhr entlang der U.S. Highway 90 nach Osten in Richtung San Antonio. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft öffneten die Schmuggler die Tür nach der Ankunft des Zuges und fanden die Gruppe in Not vor. Danach flohen sie und ließen eine Person neben den Bahngleisen zurück. Der Zug fuhr später mit sechs weiteren noch im Inneren weiter nach Süden in Richtung Laredo.

Mitarbeiter eines Rangierbahnhofs entdeckte sechs Opfer

Ein Mitarbeiter eines Union Pacific-Rangierbahnhofs in Laredo sah am 10. Mai ein Bein aus dem Container ragen. Behörden fanden darin sechs tote Migranten. Die Strafverfolgungsbehörden in San Antonio entdeckten später das siebte Opfer nahe Bahngleisen. Vier der Opfer waren mexikanische Staatsangehörige, drei stammten aus Honduras.

Die Anklage sagt, mindestens ein Migrant habe einer nahestehenden Person eine SMS geschrieben und um Hilfe gebeten. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen jeden Angeklagten Anklage wegen Verschwörung zum Transport von Migranten mit Todesfolge. Zudem wurde jeder Person Beihilfe und Anstiftung zum Transport mit Todesfolge vorgeworfen. Ein Bundesrichter würde nach einer etwaigen Verurteilung die Strafen festsetzen.

Mayra Alejandra Huerta befindet sich nach ihrer Festnahme am 12. Mai in Del Rio weiterhin in Bundeshaft. Bundesbeamte nahmen acht weitere Beschuldigte bei einer mehrtägigen Operation in Zentral- und Südtexas fest. Karina Garcia und Seferino Huerta-Casillas sind laut DOJ weiterhin flüchtig. Eine Anklage ist eine Beschuldigung, und Angeklagte gelten bis zum Beweis ihrer Schuld als unschuldig.

Warum das wichtig ist

Der Fall zeigt, wie kriminelle Gruppen Bahnausrüstung und Frachtwege für Menschenschmuggel ausnutzen können. Fachleute im Transportwesen sollten beschädigte Siegel, unbefugten Zugriff oder ungewöhnliche Aktivitäten in der Nähe von Containern und Bahnanlagen melden.

Weitere Artikel über Ladungsdiebstahl und Frachtbetrug von Phil Brink: