Supermicro-Aktie steigt nach Rekordbestellungen für KI und höherer Margenprognose
Wichtige Erkenntnisse
- •Supermicro-Aktien stiegen im Prämarket-Handel am Mittwoch um 15,88 % auf 29,55 $, nachdem sie in der regulären Sitzung am Dienstag 7,01 % zugelegt hatten.
- •Das Unternehmen gab an, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 mehr als 60 Milliarden Dollar an neuen Aufträgen erhalten zu haben.
- •Supermicro erhöhte seine Bruttomargenprognose auf 15 % bis 17 %, verglichen mit der vorherigen Prognose von 8,2 % bis 8,4 %.
- •Das Management führte die verbesserte Margenerwartung hauptsächlich auf einen günstigeren Mix an Kunden und Produkten zurück.
- •Die SMCI-Aktien blieben trotz der jüngsten Erholung seit Jahresbeginn etwa 13 % im Minus.

Super Micro Computer-Aktien stiegen am Mittwoch im Prämarket-Handel stark an, nachdem das Unternehmen ein vorläufiges Geschäfts-Update für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht hatte, das Rekordbestellungen und eine höhere Bruttomargenprognose nannte.
Supermicro-Aktien lagen im Prämarket-Handel 15,88 % höher bei 29,55 $ und legten damit 4,05 $ zum vorherigen Schlusskurs von 25,50 $ hinzu. Die SMCI-Aktie hatte in der regulären Sitzung am Dienstag bereits 7,01 % zugelegt und 1,67 $ höher geschlossen.
Diese Bewegung folgte auf die Ankündigung von Supermicro, dass sein Auftragsbestand Ende des Geschäftsjahres 2026 ein Rekordniveau erreicht hatte. Der KI-Server-Hersteller gab an, im vierten Quartal allein mehr als 60 Milliarden Dollar an neuen Aufträgen erhalten zu haben. Das Unternehmen erklärte, dass es davon ausgeht, einen erheblichen Teil dieses Auftragsbestands in den kommenden Quartalen zu erfüllen, da die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz angesichts groß angelegter Investitionen von Cloud-Anbietern und Unternehmen, die darum wetteifern, ihre KI-Rechenkapazitäten zu erweitern, stark bleibt.
Das vorläufige Geschäfts-Update von Supermicro ist auf seiner Investor-Relations-Website verfügbar:
Supermicro teilte die Ankündigung auch auf X mit: https://x.com/Supermicro/status/2041995036502716891?lang=en
Supermicro erhöht Bruttomargenprognose
Ein Schlüsselelement des Updates war die überarbeitete Bruttomargenprognose von Supermicro. Das Unternehmen erwartet nun, dass die Bruttomarge zwischen 15 % und 17 % liegen wird, fast das Doppelte der bisherigen Prognose von 8,2 % bis 8,4 %.
Supermicro führte die verbesserte Prognose hauptsächlich auf einen günstigeren Mix an Kunden und Produkten zurück. Die aktualisierte Margenprognose ist von Bedeutung, da Rentabilitätsbedenken die SMCI-Aktie belastet haben, selbst als die Nachfrage nach KI-Servern weiter wuchs. Konkurrierende Server-Hersteller wie Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise standen im KI-Server-Segment ebenfalls unter Margendruck, wo die hohen Kosten für Beschleuniger und Prozessoren die Gesamtrentabilität beeinträchtigen können.
Supermicro baut Server und Rechenzentrumsysteme, die Prozessoren und Beschleuniger von Unternehmen wie Nvidia, AMD und Intel verwenden. Seine Systeme werden von Technologieunternehmen genutzt, die in die Recheninfrastruktur investieren, die zum Trainieren und Betreiben fortschrittlicher KI-Modelle erforderlich ist.
Rekordbestellungen für KI schaffen mehr Transparenz bei den Einnahmen
Der Rekord-Auftragsbestand von Supermicro bietet zusätzliche Transparenz für zukünftige Einnahmen, obwohl das Unternehmen die Aufträge weiterhin effizient liefern und die Nachfrage in stärkere Gewinne umwandeln muss.
Das Unternehmen wurde auch mit großen KI-Infrastrukturprojekten in Verbindung gebracht. Im Juni sagte Supermicro-CEO Charles Liang, dass das Unternehmen mit den Firmen von Elon Musk zusammenarbeite, um innerhalb eines Jahres ein weiteres KI-Rechenzentrum im Gigawatt-Maßstab für SpaceX und xAI zu bauen.
Trotz des Prämarket-Zuwachses am Mittwoch blieb die SMCI-Aktie volatil. Die Aktien lagen seit Jahresbeginn trotz der jüngsten Erholung immer noch etwa 13 % im Minus. Die Aktie war im Juni stark gefallen, nachdem Supermicro eine Kapitalerhöhung angekündigt hatte, mit der der Kauf von Komponenten finanziert werden sollte, die zur Erfüllung von KI-Server-Bestellungen im Wert von rund 39 Milliarden Dollar erforderlich waren.
Diese Kapitalerhöhung weckte Bedenken hinsichtlich der Verwässerung der Aktionäre und der Menge an Finanzmitteln, die zur Unterstützung der Expansion des Unternehmens erforderlich sind. Hardware-Hersteller wie Supermicro benötigen oft erhebliches Betriebskapital, um teure Komponenten wie Nvidia-GPUs zu kaufen, bevor sie Zahlungen von Kunden erhalten, was bei steigenden Auftragsvolumina zu fortlaufendem Finanzierungsbedarf führt. Die Prämarket-Bewegung am Mittwoch kam zustande, als Supermicro auf einen Rekord-Auftragsbestand, verbesserte Margen und eine anhaltende Nachfrage nach KI-Infrastruktur verwies.