Samsung verhandelt Berichten der Financial Times zufolge über eine Investition von bis zu 1 Milliarde Euro in Mistral
Wichtige Erkenntnisse
- •Samsung verhandelt über eine Investition von bis zu 1 Milliarde Euro in Mistral, was die Bewertung des französischen KI-Startups auf rund 20 Milliarden Euro anheben würde.
- •Mistral wurde vor weniger als einem Jahr mit 12 Milliarden Euro bewertet und 2023 von ehemaligen Forschern von Google DeepMind und Meta gegründet.
- •Ein potenzieller Deal würde Samsungs Präsenz über den gesamten KI-Stack hinweg vertiefen und sein Halbleitergeschäft sowie die laufenden Gespräche mit Anthropic über maßgeschneiderte KI-Chips ergänzen.
- •Mistral hat kürzlich seine Partnerschaft mit Microsoft ausgebaut, wobei sich das US-Unternehmen verpflichtete, Milliardenbeträge in Mistral's Compute-Infrastruktur zu investieren.
- •Mistral-CEO Arthur Mensch rechnet damit, dass der Jahresumsatz des Unternehmens bis zum Jahresende 1 Milliarde Dollar übersteigen wird.

Samsung verhandelt über eine Investition von bis zu 1 Milliarde Euro in das französische KI-Startup Mistral. Laut Financial Times würde dieser Deal die Bewertung des Unternehmens auf etwa 20 Milliarden Euro anheben.
Mistral, das 2023 von Forschern von Googles DeepMind und Meta gegründet wurde, hat sich zu einem der bekanntesten KI-Startups in Europa entwickelt. Das Unternehmen entwickelt Open-Weight-Großsprachmodelle, die mit den Angeboten US-amerikanischer Unternehmen wie OpenAI und Anthropic konkurrieren. Die berichteten Verhandlungen erfolgen weniger als ein Jahr, nachdem Mistral mit 12 Milliarden Euro bewertet wurde. Samsung hatte zuvor bereits 2024 über seinen Venture-Capital-Arm in Mistral investiert. Auch die schwedische Investmentgesellschaft EQT soll an der neuen Finanzierungsrunde beteiligt sein.
Samsung hat seine Präsenz im KI-Sektor kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen ist einer der größten Speicherchip-Hersteller der Welt und befindet sich zudem in Gesprächen mit Anthropic über die Produktion eines maßgeschneiderten KI-Chips. Eine potenzielle Investition in Mistral würde Samsungs Fußabdruck über mehrere Ebenen des KI-Stacks hinweg vertiefen – von der Halbleiterfertigung bis zur Modellentwicklung. Dies spiegelt einen branchenweiten Trend wider, bei dem Hardwareunternehmen engere Verbindungen zu KI-Softwarefirmen knüpfen.
Mistral-CEO Arthur Mensch sagte in einem Interview im Februar, dass er erwarte, den Jahresumsatz des Unternehmens bis zum Jahresende auf über 1 Milliarde Dollar zu steigern. In dieser Woche hat Mistral zudem seine Partnerschaft mit Microsoft ausgebaut, wobei sich das US-Unternehmen verpflichtet hat, Milliardenbeträge in Mistral's Compute-Infrastruktur zu investieren.
Im Rahmen dieser Erweiterung erhöht Mistral seine GPU-Kapazität mit Tausenden von Nvidia Vera Rubin Chips. Das Unternehmen macht seine Modelle außerdem über Microsofts Azure Cloud verfügbar, einschließlich in Air-Gapped-Umgebungen ohne Internetzugang für regulierte Branchen wie Finanzwesen und Gesundheitswesen.