Singapur und Brasilien verbünden sich für grünen Schifffahrtskorridor und alternative Treibstoffe
Wichtige Erkenntnisse
- •Singapur und Brasilien haben eine Absichtserklärung zur Einrichtung eines Grün-Digitalen Schifffahrtskorridors unterzeichnet, wie die Maritime and Port Authority of Singapore bekannt gab.
- •Die Partnersatz verbindet Brasiliens Ressourcen an erneuerbaren Energien mit Singapurs Status als weltweit größtem Bunkerhafen.
- •Die Zusammenarbeit umfasst digitalen Informationsaustausch, elektronische Dokumentation und Just-in-Time-Anlaufsysteme, um Wartezeiten und Emissionen zu senken.
- •Die internationale Schifffahrt verursacht nahezu 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen.
- •Singapur hat im Rahmen der Maritime Singapore Decarbonisation Blueprint ähnliche Korridorabkommen unter anderem mit Australien, Japan, den Niederlanden und den USA geschlossen.

Singapur und Brasilien verstärken ihre Zusammenarbeit für eine sauberere Schifffahrt. Beide Länder wollen Lieferketten für alternative Schiffskraftstoffe aufbauen und die umfassendere Dekarbonisierung der internationalen Schifffahrt vorantreiben.
Die beiden Staaten haben eine Absichtserklärung (MoU) zur Einrichtung des Grün-Digitalen Schifffahrtskorridors zwischen Singapur und Brasilien unterzeichnet, wie die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) am Freitag in einer Mitteilung bekannt gab.
Das Abkommen bringt Brasiliens Ressourcen an erneuerbaren Energien mit Singapurs Position als weltweit größtem Bunkerhafen und wichtigem globalen Drehkreuz-Hafen zusammen. Brasilien ist ein großer Produzent von Ethanol und Biodiesel und entwickelt Projekte zur Herstellung grüner Kraftstoffe wie grünem Methanol und Biokraftstoffen für den Seeverkehr, während Singapur sein Angebot an kohlenstoffarmen und kohlenstofffreien Bunkerkraftstoffen ausbaut, darunter Methanol- und Biokraftstoff-Bunkeroperationen.
Grüne und digitale Schifffahrtskorridore haben sich zu einem vielfach genutzten Instrument im Bestreben entwickelt, die internationale Schifffahrt zu dekarbonisieren, die für nahezu 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Solche Korridore verbinden in der Regel Häfen und Industrieakteure entlang der Route, um Fachwissen zu bündeln, Kraftstoffangebot und -nachfrage zu koordinieren sowie digitale und emissionsmindernde Lösungen auf bestimmten Handelsrouten zu erproben. Im Rahmen der Maritime Singapore Decarbonisation Blueprint hat Singapur ähnliche Korridorabkommen mit weiteren Partnern geschlossen, darunter Australien, Japan, die Niederlande und die USA.
Die Partnerschaft umfasst zudem digitalen Informationsaustausch zur Verbesserung des See- und Hafenbetriebs – ein Bereich, in dem beide Häfen bereits elektronische Dokumentation und Just-in-Time-Anlaufsysteme für Schiffe einführen, um Wartezeiten und Emissionen auf Reede zu reduzieren.
Darüber hinaus werden Singapur und Brasilien mit der Industrie an Forschung, Entwicklung und Einsatz neuer maritimer Technologien und Lösungen zusammenarbeiten.
Quelle: Ship & Bunker