NachrichtenAktienSamir Arora fordert 30-tägiges Boykott aller IPOs und QIPs und argumentiert, dass neues Aktienangebot die indischen Aktienmärkte belastet

Samir Arora fordert 30-tägiges Boykott aller IPOs und QIPs und argumentiert, dass neues Aktienangebot die indischen Aktienmärkte belastet

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Samir Arora von Helios Capital schlug einen einmonatigen Boykott aller IPOs und QIPs durch Anleger vor.
  • Ausländische Portfolioinvestoren waren laut Arora in den letzten zwei Monaten Netto-Käufer am indischen Markt.
  • Arora führt den Druck auf indische Aktien auf das umfangreiche Angebot an Neuemissionen statt auf ausländische Verkäufe zurück.
  • Sowohl IPOs als auch QIPs erhöhen das gesamte Aktienangebot am Markt; QIPs ermöglichen börsennotierten Unternehmen die Kapitalaufnahme bei institutionellen Anlegern.
  • Anhaltende inländische Zuflüsse in Investmentfonds, insbesondere über SIPs, gelten weithin als absorbierender Faktor für einen Großteil des neuen Aktienangebots.
Samir Arora fordert 30-tägiges Boykott aller IPOs und QIPs und argumentiert, dass neues Aktienangebot die indischen Aktienmärkte belastet

Samir Arora, Veteran der Investmentbranche bei Helios Capital, hat einen radikalen Vorschlag eingebracht: Anleger sollten einen Monat lang jede Börseneinführung (IPO) und jede Qualified Institutional Placement (QIP)-Emission boykottieren.

Laut Arora ist die tatsächliche Belastung für indische Aktien keineswegs der Verkauf durch ausländische Anleger. Ausländische Portfolioinvestoren seien in den letzten zwei Monaten Netto-Käufer am indischen Markt gewesen, betonte er. Stattdessen verwies er auf das schiere Ausmaß an Neuemissionen, die den Markt überfluten, als entscheidenden Druckfaktor für die Kurse.

Der Vorschlag fällt vor dem Hintergrund eines vollen Primärmarkt-Kalenders in Indien, wo Unternehmen in den letzten Jahren erhebliches Kapital über IPOs und QIPs eingesammelt haben. Eine QIP ermöglicht es börsennotierten Unternehmen, Kapital durch die Ausgabe von Wertpapieren an institutionelle Anleger zu beschaffen, während IPOs neue Aktien in den Markt bringen – beides erhöht das gesamte Aktienangebot. Anhaltende inländische Zuflüsse in Investmentfonds, insbesondere über systematische Anlagepläne (SIPs), gelten weithin als Gegengewicht, das einen Großteil dieser neuen Papiere absorbiert.

Arora, der sich seit langem deutlich zu den Dynamiken des indischen Marktes äußert, präsentierte den einmonatigen Boykott als Möglichkeit für Anleger zu signalisieren, dass das endlose neue Angebot – und nicht Abflüsse ausländischer Anleger – Aufmerksamkeit erfordert.

Quelle: CNBC-TV18