Rocket-Lab-Aktie 55 % unter ihrem Hoch – warum Analysten weiterhin optimistisch sind
Wichtige Erkenntnisse
- •Der quartalsbezogene Auftragsbestand von Rocket Lab stieg im Jahresvergleich um 137 % auf 2,36 Mrd. $, während der Umsatz um 62 % auf 234,1 Mio. $ zunahm.
- •Das integrierte Geschäftsmodell des Unternehmens umfasst Startdienstleistungen, Komponenten, Software und Satellitenplattformen für zivile, kommerzielle und nationale Sicherheitsmissionen.
- •Rocket Lab absolvierte seinen 95. Electron-Start und brachte einen Erdbeobachtungssatelliten in eine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn.
- •Institutionelle Anleger besitzen 71,78 % der Rocket-Lab-Aktien. Neue oder aufgestockte Positionen wurden unter anderem von BlackRock, Bank of America und Virginia Retirement Systems gemeldet.
- •Insider verkauften in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von mehr als 312 Mio. $ in 97 gemeldeten Transaktionen. Die Konsensbewertung der Analysten lautete „Moderate Buy“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 107,32 $.

Die Rocket Lab USA, Inc. (NASDAQ: RKLB) wird mehr als 55 % unter ihrem Jahreshoch gehandelt. Mehrere Analysten lenken jedoch die Aufmerksamkeit auf den wachsenden Auftragsbestand, die steigenden Umsätze und die Position des Unternehmens in der Raumfahrtbranche.
Der Raymond-James-Analyst Brian Gesuale nahm die Beobachtung von RKLB am 11. September mit einer „Outperform“-Einstufung und einem Kursziel von 80 $ auf. Dieses Kursziel entsprach einem Aufwärtspotenzial von mehr als 25 % gegenüber dem Kursniveau der Aktie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Analyse.
Gesuales Investmentthese beruht auf der Einschätzung, dass Rocket Lab mehr als ein Anbieter von Raketenstarts ist. Das Unternehmen hat umfassende End-to-End-Missionskapazitäten entwickelt, die Komponenten, Software und Satellitenplattformen für zivile, kommerzielle und nationale Sicherheitsmissionen umfassen.
Dem Analysten zufolge bietet die Kombination aus Startdienstleistungen und Raumfahrtsystemen von Rocket Lab zwei Umsatzquellen und schafft wiederkehrende Umsätze, über die reine Startanbieter nicht verfügen. Er erklärte außerdem, dass der Markt das langfristige Ertragspotenzial des Unternehmens möglicherweise unterschätzt, während Verteidigungs- und wissenschaftliche Aufträge zunehmen.
Auftragsbestand und Umsatzwachstum
Rocket Lab beendete das zuletzt gemeldete Quartal mit einem Auftragsbestand von 2,36 Mrd. $, was einem Anstieg von 137 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Quartalsumsatz erreichte 234,1 Mio. $ und lag damit 62 % über dem Vorjahreswert. Das Unternehmen meldete außerdem liquide Mittel von mehr als 2 Mrd. $.
Raymond James verwies auf den Auftragsbestand, das Umsatzwachstum und die Liquiditätsposition als Hinweise darauf, dass der Markt das Potenzial von Rocket Lab für eine langfristige Ertragssteigerung möglicherweise noch nicht vollständig berücksichtigt. Die Größe des Auftragsbestands bietet einem Unternehmen in dieser Entwicklungsphase zudem Visibilität hinsichtlich künftiger Aufträge. Die folgenden Geschäftsergebnisse und Startaktivitäten werden zeigen, wie sich diese vertraglich gesicherten Aufträge zusammen mit den ausgewiesenen Umsätzen entwickeln.
Rocket Lab absolvierte kürzlich seinen 95. Electron-Start und brachte dabei einen Erdbeobachtungssatelliten in eine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn. Es war der 16. Start des Unternehmens in diesem Jahr. Ein weiterer kommerzieller Start war vor Ende September geplant.
Käufe institutioneller Anleger und Insiderverkäufe
Institutionelle Anleger haben ihr Engagement in RKLB ebenfalls erhöht. Virginia Retirement Systems erwarb im zweiten Quartal 10.539 Aktien im Wert von etwa 1,07 Mio. $. BlackRock eröffnete eine neue Position im Wert von rund 4,1 Mrd. $, während Bank of America eine neue Beteiligung im Wert von etwa 437 Mio. $ aufbaute. Institutionelle Anleger besitzen nun 71,78 % der Aktien des Unternehmens.
Insiderverkäufe bleiben ein Anlass zur Sorge. In den vergangenen 90 Tagen verkauften Insider Aktien im Wert von mehr als 312 Mio. $ in 97 gemeldeten Transaktionen; Käufe wurden nicht verzeichnet. Auch Chief Executive Officer Peter Beck gehörte zu den Verkäufern.
Einige der Transaktionen wurden im Rahmen vorab festgelegter Rule-10b5-1-Pläne durchgeführt und standen im Zusammenhang mit Steuerverpflichtungen aus der Unverfallbarkeit von aktienbasierten Vergütungen. Dennoch bleibt das Gesamtvolumen der Insiderverkäufe bemerkenswert.
Raymond James ist nicht das einzige Institut mit einer positiven Einschätzung des Unternehmens. Die Berenberg Bank nahm die Beobachtung am 2. September mit einer „Buy“-Einstufung und einem Kursziel von 83 $ auf. Citizens JMP hat ein Kursziel von 130 $. Über alle Analysten hinweg lautet die Konsensbewertung „Moderate Buy“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 107,32 $.
Weiss Ratings hält an einer „Sell“-Einstufung fest, während Piper Sandler die Aktie mit „Neutral“ bewertet und ein Kursziel von 83 $ nennt. Die aktuelle Analystenverteilung umfasst vier „Strong Buy“-Einstufungen, vierzehn „Buy“-Einstufungen, fünf „Hold“-Einstufungen und eine „Sell“-Einstufung.