QatarEnergy testet die Straße von Hormuz mit erstem offenen LNG-Transit seit sechs Wochen
Wichtige Erkenntnisse
- •Der von QatarEnergy kontrollierte LNG-Tanker Al Marrouna absolvierte mit eingeschaltetem AIS den ersten offenen Transit durch die Straße von Hormuz seit fast sechs Wochen und ist auf dem Weg nach Pakistans Port Qasim mit geplanter Ankunft am 10. September.
- •Das iranische Außenministerium erklärte, dass die Gespräche mit Oman über eine temporäre sichere Passierroute in der Endphase sind und in den kommenden Tagen bei der International Maritime Organization registriert werden könnten.
- •Die Straße von Hormuz handhabt normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten LNG und Öls, und praktisch alle katarischen LNG-Ladungen müssen sie passieren.
- •SEB-Analysten bezeichneten die Entwicklungen als konstruktive Zeichen einer Normalisierung, warnten jedoch, dass das Sicherheitsbild nach US-Angriffen auf drei iranische Tanker am Wochenende volatil bleibt.

QatarEnergy hat erstmals seit fast sechs Wochen einen LNG-Tanker offen durch die Straße von Hormuz geschickt – ein bemerkenswerter Schritt für eine Engstelle, über die normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten LNG und Öls fließt.
Das von QatarEnergy kontrollierte Schiff Al Marrouna absolvierte den Transit mit eingeschaltetem AIS, im Gegensatz zur Dark-Mode-Navigation, die viele Handelsschiffe in den vergangenen Wochen genutzt haben. Der Tanker ist auf dem Weg nach Pakistans Hafen Port Qasim, wo er am 10. September eintreffen soll.
Die aktuelle Schiffverfolgung von MarineTraffic zeigt, dass der Gastanker heute gerade den Golf von Oman verlässt und in östliche Richtung fährt.
Katar gehört zu den größten LNG-Exporteuren der Welt, und praktisch alle seiner Ladungen müssen durch den Hormuz passieren, weshalb jede anhaltende Störung der Meerenge ein unmittelbares Anliegen für Gasimportländer in ganz Asien darstellt. Pakistan, das stark auf importiertes LNG zur Aufrechterhaltung seines Stromnetzes angewiesen ist, ist das Ziel dieser particular Ladung.
Pakistan vermittelt zwischen dem Iran und den USA, was die Möglichkeit raises, dass der sichtbare staatlich verbundene Transit ein früher Test von Vereinbarungen ist, die ausgewählten Handelsschiffen eine sicherere Durchfahrt durch die Meerenge ermöglichen sollen.
Das iranische Außenministerium erklärte am Montag, dass die Gespräche mit Oman über eine temporäre sichere Passierroute in ihrer Endphase seien und die Route in den kommenden Tagen möglicherweise bei der International Maritime Organization registriert werden könnte. Eine Registrierung bei der IMO würde der Vereinbarung eine formale internationale Grundlage geben – im Gegensatz zur Ad-hoc-Durchfahrt von Schiff zu Schiff, die seit der Eskalation der Spannungen vorherrscht.
Schifffahrtsanalysten bei SEB bezeichneten die Entwicklungen als konstruktiv, warnten jedoch davor, einer einzelnen Fahrt zu viel Bedeutung beizumessen.
„Der offene Transit und die Gespräche über die Iran-Oman-Route deuten auf eine Normalisierung hin“, erklärte die Bank und betonte zugleich, dass das Sicherheitsbild „volatil und zweigleisig“ bleibe.
Diese Volatilität wurde am Wochenende unterstrichen, als US-Streitkräfte drei iranische Tanker angriffen, während die Bemühungen um einen stärker formalisierten Schifffahrtskorridor weiterliefen. Wie schnell weitere Transits folgen und ob die Iran-Oman-Route in den kommenden Tagen bei der IMO registriert wird, wird zeigen, ob es sich um eine dauerhafte Wiederöffnung oder eine isolierte Fahrt handelt.
Quelle: Splash247