NachrichtenMakroFragmentierte Daten bedrohen KI-Renditen philippinischer Unternehmen trotz regionaler Führung bei KPIs, warnt Boomi

Fragmentierte Daten bedrohen KI-Renditen philippinischer Unternehmen trotz regionaler Führung bei KPIs, warnt Boomi

Autor: Bworldonline·

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine von Boomi in Auftrag gegebene Omdia-Studie ergab, dass 73 % der philippinischen Unternehmen aktive KI-Initiativen unterhalten und 50 % KPIs festgelegt haben — die höchste Rate in der Asien-Pazifik-Region.
  • Die KI-Einführung auf den Philippinen konzentriert sich auf Bankwesen, BPO und Einzelhandel — Sektoren, in denen die Technologie den Kundenservice und die betriebliche Effizienz direkt verbessern kann.
  • Nur die Hälfte der philippinischen Organisationen nutzt derzeit einen integrationsplattformbasierten Ansatz, was zu fragmentierten Daten und Schattenintegrationen führt, die die KI-Investitionsrendite beeinträchtigen könnten.
  • 93 % der philippinischen Unternehmen planen den Wechsel zu einer einheitlichen, KI-bereiten Unternehmensplattform, während 97 % anerkennen, dass KI einen stärkeren Schwerpunkt auf Datenqualität und Governance-Richtlinien erfordern wird.
Fragmentierte Daten bedrohen KI-Renditen philippinischer Unternehmen trotz regionaler Führung bei KPIs, warnt Boomi

Philippinische Organisationen übertreffen ihre regionalen Pendants bei der Festlegung von Leistungskennzahlen (KPIs) für Künstliche Intelligenz (KI), jedoch könnten Infrastruktur- und Datenlücken die Investitionsrendite (ROI) beeinträchtigen, so das Datenaktivierungsunternehmen Boomi.

Eine von Omdia für Boomi durchgeführte Studie ergab, dass 73 % der philippinischen Unternehmen aktive KI-Initiativen gestartet haben und 50 % KPIs zur Messung des Erfolgs dieser Bemühungen festgelegt haben — die höchste Rate in der Asien-Pazifik-Region.

"Philippinische Organisationen experimentieren nicht nur mit KI, sondern denken auch darüber nach, wie sich deren Auswirkungen messen lassen. 50 % von ihnen verfügen bereits über KPIs zur Erfolgsmessung. Das zeigt definitiv einen sehr geschäftsorientierten Ansatz", sagte Boomi Chief Technology Officer David Irecki in einem Online-Interview gegenüber BusinessWorld.

Die Studie zeigte, dass die KI-Einführung auf den Philippinen maßgeblich von der dienstleistungsorientierten Wirtschaft des Landes angetrieben wird, insbesondere im Bankwesen, im Business Process Outsourcing (BPO) und im Einzelhandel — Sektoren, in denen KI die Kundeninteraktion und Prozesseffizienz unmittelbar verbessern kann. Die Philippinen sind eines der weltweit größten Ziele für BPO mit über einer Million Beschäftigten, was Prozessautomatisierung und KI-gesteuerte Effizienz besonders folgenreich für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in einem Sektor macht, der sowohl Chancen als auch Disruption durch generative KI gegenübersteht.

Neun von zehn philippinischen Organisationen glauben zudem, dass KI-gestützte Automatisierung ihre Geschäftsprozesse innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre erheblich umgestalten wird.

Allerdings besteht weiterhin eine ROI-Lücke: Nur die Hälfte der philippinischen Unternehmen nutzt derzeit einen integrationsplattformbasierten Ansatz. Dies führt zu fragmentierten Daten über voneinander getrennte Systeme hinweg, was die Schaffung von Geschäftswert beeinträchtigen könnte — eine Herausforderung, mit der Unternehmen weltweit konfrontiert sind, wenn KI-Initiativen über Pilotprojekte hinaus skaliert werden, ohne dass die zugrunde liegende Datenarchitektur Schritt hält. Schattenintegrationen — unkontrollierte oder inoffizielle Datenverbindungen — beeinträchtigen die Datenqualität zusätzlich.

"Wenn Daten über unkontrollierte Kanäle verschoben oder transformiert werden, weiß die Organisation nicht, woher die Daten stammen, ob sie aktuell sind, ob sie verändert wurden oder wer Zugriff darauf hat", fügte Herr Irecki hinzu.

Um diesen Risiken zu begegnen, planen 93 % der philippinischen Organisationen den Übergang zu einer einheitlichen, KI-bereiten Unternehmensplattform, während 92 % die „Tool-Sprawl" reduzieren möchten, um Kosten und operationelle Risiken zu steuern. Darüber hinaus sind 97 % der Unternehmen der Meinung, dass KI einen verstärkten Fokus auf Datenqualität und Governance-Richtlinien erfordern wird. Die weit verbreitete Absicht, Plattformen zu konsolidieren und die Governance zu stärken, signalisiert, dass die Lücke zwischen Anspruch und Infrastruktur künftig schmaler werden könnte, wenn Organisationen von der Experimentierphase zur skalierten Einführung übergehen. — Juliana Chloe A. Gonzales