Macgregor warnt, Öl könnte 150 Dollar erreichen, den Abschwung vertiefen und Krypto belasten
Wichtige Erkenntnisse
- •Macgregor sagte, Rohöl könnte innerhalb weniger Monate 150 Dollar pro Barrel erreichen, wenn sich der regionale Konflikt verschärft und Investitionen in die Öl- und Gasinfrastruktur weiter aufgeschoben werden.
- •Er argumentierte, dass steigende Energiekosten hoch verschuldete Volkswirtschaften zusätzlich belasten würden, insbesondere die Vereinigten Staaten.
- •Die Diskussion verknüpfte eine starke Bewegung der Ölpreise, der Inflationserwartungen oder der Treasury-Renditen mit einer schwächeren Nachfrage nach Kryptowährungen und anderen risikoreichen Anlagen.
- •Macgregor sagte außerdem, der US-Anleihemarkt könne längere Militärausgaben begrenzen, wenn die Rendite zehnjähriger Treasury-Anleihen auf 5 % steigt.
- •Rietveld sagte, US-Ölproduzenten könnten von höheren Preisen profitieren, während Verbraucher und energieintensive Unternehmen mit höheren Kosten konfrontiert wären.

Der Analyst Levi Rietveld eröffnete ein Gespräch mit dem im Ruhestand befindlichen Oberst der US-Armee Douglas Macgregor, das auf einer deutlichen Marktthese aufbaute: Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten könnte den Rohölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben, einen globalen Abschwung vertiefen und auf risikoempfindliche Vermögenswerte einschließlich Kryptowährungen drücken.
Macgregors in einer YouTube-Folge geäußerte Kommentare drehen sich um seine Ansicht, dass Investoren den Wiederaufbau der Öl- und Gasinfrastruktur vermeiden werden, solange sie anhaltende regionale Instabilität wahrnehmen. Er argumentierte, dass Öl „in ein paar Monaten“ 150 Dollar pro Barrel erreichen könnte, mit dem Potenzial weiter zu steigen.
Ölschock-These kehrt in die Marktdiskussion zurück
Macgregor sagte, höhere Energiepreise würden den Druck auf hoch verschuldete Volkswirtschaften verstärken, insbesondere auf die Vereinigten Staaten. Er behauptete außerdem, dass eine Rendite von 5 % für zehnjährige US-Staatsanleihen die breitere Finanzstruktur bedrohen würde, und beschrieb den Anleihemarkt als eine zentrale Grenze für längere Militärausgaben.
Rietveld verband dieses Szenario mit der üblichen Empfindlichkeit von Kryptowährungen gegenüber Makro-Risiken. Digitale Vermögenswerte wurden als Anlagekategorie mit höherem Risiko beschrieben als wichtige US-Aktienindizes wie der S&P 500 und der Nasdaq, was bedeutet, dass ein starker Anstieg der Ölpreise, der Inflationserwartungen oder der Anleiherenditen eine Risk-off-Positionierung auslösen könnte.
Diese Einordnung stimmt weitgehend damit überein, wie Kryptowährungen in Zeiten von Marktstress häufig gehandelt wurden, obwohl das Video keine Kursziele, technischen Level oder Daten liefert, die einen direkten Zusammenhang zwischen dem aktuellen Konflikt und den Preisen von Bitcoin, XRP oder XLM belegen. Sie ordnet die Diskussion jedoch in einen vertrauten Marktkontext ein: Energieschocks können die Inflationsdaten, die Kreditkosten und die gesamten Liquiditätsbedingungen beeinflussen – alles Makrovariablen, die das Sentiment sowohl bei traditionellen als auch bei digitalen Vermögenswerten oft prägen.
Raketenbestände, Schulden und Handelsrouten erhöhen die Unsicherheit
Oberst Macgregor argumentierte zudem, dass die militärische Kapazität und die Finanzierung der USA unter Druck stünden, und verwies auf seiner Ansicht nach begrenzte Raketenbestände und langsamere Produktionsraten im Vergleich zu Irans unbemannten Systemen und seiner Raketenproduktion. Er stellte China und Russland als Länder mit starken strategischen Interessen im Iran dar und verwies auf Chinas Ölkäufe sowie auf die Rolle des Landes bei den Transportverbindungen der Belt-and-Road-Initiative.
Mehrere der weitergehenden politischen Behauptungen Macgregors in dem Interview sind stark umstritten und wurden im Video nicht mit Belegen gestützt. Für Investoren liegt die unmittelbarere Relevanz in der Möglichkeit gestörter Energieflüsse, höherer Fracht- und Versicherungskosten sowie eines erneuten Inflationsschocks – alles Entwicklungen, die von Märkten, die ohnehin empfindlich auf Signale der Zentralbanken und auf Treasury-Renditen reagieren, genau beobachtet würden.
Rietveld argumentierte, dass US-Ölproduzenten von höheren Preisen profitieren könnten, während Verbraucher, energieintensive Unternehmen und einige Investoren aus dem Nahen Osten die Kosten tragen. Er sagte außerdem, große Ölkonzerne hätten die Preise deutlich erhöht, obwohl keine Finanzberichte oder Rohstoffmarktdaten gezeigt wurden, die diese Aussage belegen.
Der Diskussion zufolge könnte ein anhaltender Ölpreisanstieg den Dollar stärken, die Renditen erhöhen und zunächst spekulative Vermögenswerte unter Druck setzen. Sollten die geopolitischen Spannungen nachlassen und die Finanzierungsbedingungen lockerer werden, erwartet der Moderator eine Erholung der Risikoneigung im Kryptomarkt, wobei er anmerkte, dass auch XRP und XLM von breiteren Marktbewegungen betroffen sein könnten.