Nvidia-CEO Jensen Huang kündigt 500-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit SK Group bei Treffen mit südkoreanischem Präsidenten Lee an
Wichtige Erkenntnisse
- •Nvidia kündigte bei einem Treffen von Präsident Lee Jae Myung mit CEO Jensen Huang in San Francisco Kooperationsprojekte mit südkoreanischen Unternehmen an.
- •Zu den Plänen gehört eine Geschäftspartnerschaft im Wert von 500 Milliarden Dollar mit der SK Group.
- •Nvidia strebt eine Zusammenarbeit mit der Hyundai Motor Group bei der Entwicklung eines selbstfahrenden Genesis-Sedans an und will in die Plattform-Expansion von Naver investieren.
- •Nvidia plant Partnerschaften im Chip- und Speicherdesign mit SK hynix und Samsung Electronics.
- •Nvidia wird mit der KAIST zusammenarbeiten, um ein großes Sprachmodell für Südkorea im Land selbst zu entwickeln.

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung traf am Freitag in San Francisco mit dem Chief Executive Officer von Nvidia Corp., Jensen Huang, zusammen. Dabei stellte der Nvidia-Chef eine Reihe weitreichender Kooperationsprojekte mit südkoreanischen Technologieunternehmen vor – darunter als herausragendes Projekt eine Geschäftspartnerschaft im Wert von 500 Milliarden Dollar mit der SK Group.
Das Treffen fand am ersten Tag von Präsident Lees zweitägiger Reise nach San Francisco statt, die der Förderung von Investitionen und der Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz zwischen globalen Technologiegiganten und Südkorea dient. Die Gespräche waren Teil eines umfassenderen KI-Gipfels in San Francisco, der die Führungskräfte weltweit führender Technologieunternehmen und die Chefs großer südkoreanischer Konglomerate zusammenbrachte, darunter Lee Jae-yong, Vorsitzender von Samsung Electronics Co., und Chey Tae-won, Vorsitzender der SK Group.
Bei seinem Treffen mit Präsident Lee präsentierte Huang mehrere gemeinsame Initiativen. Nvidia plant, gemeinsam mit der Hyundai Motor Group, Südkoreas größtem Automobilhersteller, ein selbstfahrendes Genesis-Sedan zu entwickeln – ein Bereich, in dem Hyundai bereits stark in autonomes Fahren und softwaredefinierte Fahrzeugplattformen investiert. Zudem beabsichtigt das Unternehmen, eine groß angelegte Investition in Naver, Südkoreas führendes Internetportal und Suchmaschine, zu tätigen, um die inländische und internationale Expansion der Plattform zu unterstützen. Naver hat bereits eigene KI-Fähigkeiten aufgebaut, darunter sein großes Sprachmodell HyperCLOWA X, und positioniert sich damit als nationale Alternative zu den von US-Unternehmen dominierten KI-Plattformen.
Huang wies ferner darauf hin, dass Nvidia Partnerschaften mit Schwerpunkt auf Chipdesign und Speicherdesign mit SK hynix Inc. und Samsung Electronics abschließen möchte – zwei der weltweit führenden Halbleiterhersteller. SK hynix ist ein bedeutender Lieferant von High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), einer entscheidenden Komponente in Nvidias KI-Beschleunigern, während Samsung Electronics sowohl als großer Speicherchiphersteller als auch als der weltweit zweitgrößte Auftragschiphersteller tätig ist.
Zusätzlich erklärte der Nvidia-CEO, dass sein Unternehmen mit der Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) zusammenarbeiten werde, um das aufzubauen, was er als „Korea AI“ bezeichnete. Nvidia beabsichtigt, im Rahmen dieser Partnerschaft ein großes Sprachmodell für Südkorea im Land selbst zu entwickeln. Die Initiative steht im Einklang mit der breiteren nationalen Strategie Südkoreas, die heimische KI-Infrastruktur zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen KI-Plattformen zu verringern.
Die Ankündigungen unterstreichen die enger werdenden Verbindungen zwischen Nvidia – dem weltweit dominierenden Designer von KI-Beschleunigern – und Südkoreas Technologie-Ökosystem, das sich über Speicherchips, Automobilinnovationen, KI-Plattformen und akademische Forschung erstreckt. Die zugesicherten Partnerschaften kommen zu einem Zeitpunkt, da Länder und Unternehmen weltweit darum wetteifern, sich Positionen entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette zu sichern – vom Chipdesign und der Chipfertigung über Software bis hin zu angewandten KI-Systemen.