Erdgas-Futures steigen am frühen Mittwoch bei knappem Angebot, LNG-Nachfrage und Spannungen im Nahen Osten
Wichtige Erkenntnisse
- •Die US-Erdgasproduktion liegt über 112 Bcf/d und hält das Angebot reichlich.
- •Die starke LNG-Nachfrage blieb eine wichtige Stütze für Futures und physische Preise.
- •Tropical Storm Edouard führte zu deutlichen regionalen Preisbewegungen an der Golfküste und im Südosten.
- •Der Sturm beeinträchtigte die LNG-Feedgas-Nominierungen im Korridor zwischen Texas und Louisiana nicht.
- •Die Ausweitung der US-Industrieproduktion im August könnte die industrielle Gasnachfrage bis in den Herbst stützen.

Erdgas-Futures legten am frühen Mittwoch zu, da Händler das umfangreiche Angebot, günstiges, aber möglicherweise nur kurzlebiges Wetter und eine starke LNG-Nachfrage vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Nahen Osten bewerteten.
Auf einen Blick:
- Produktion über 112 Bcf/d
- Nachfrage zieht an – vorerst
- Geringere Speicherinjektionen
Auch die physischen Erdgaspreise bewegten sich in den vergangenen Sitzungen stark, nachdem Tropical Storm Edouard nahe der Grenze zwischen Texas und Louisiana auf Land getroffen war. Am Dienstag gaben die Preise an der Golfküste und im Südosten für die Lieferung am Mittwoch rund zwei Drittel des Montagsschubs über 7 USD wieder ab.
Der Verlauf des Sturms lenkte zudem den Blick darauf, wie schnell Wetter regionale Gasflüsse verändern kann, selbst wenn die übergeordneten Fundamentaldaten unverändert bleiben. Erdgas-Futures holten am Dienstag den Großteil ihrer frühen Verluste wieder auf, als der erste tropische Sturm der Saison an der Golfküste auf den LNG-Korridor zwischen Texas und Louisiana zusteuerte, ohne die Feedgas-Nominierungen zu beeinträchtigen. Das unterstreicht die Bedeutung des Exportsystems für die tägliche Preisbildung.
Die US-Industrieproduktion expandierte im August weiter, wobei die Fabrikproduktion robust blieb und sich die Aktivität in Texas beschleunigte. Das könnte die industrielle Erdgasnachfrage in Richtung Herbst stützen. Gleichzeitig begann mit dem Wechsel in den September der meteorologische Herbst, wodurch die Aufmerksamkeit darauf gerichtet bleibt, ob die jüngste wettergestützte Nachfrage anhält, während der Markt tiefer in die Schulter-Saison eintritt.
Trotz des deutlichen Anstiegs der US-LNG-Produktion in diesem Jahr haben sich die Referenzpreise am Henry Hub kaum verändert. Diese Diskrepanz hat Angebot und Exportdaten in den Fokus gerückt, zumal Prompt-Monats-Erdgas-Futures am Dienstagvormittag Schwierigkeiten hatten, ihre Gewinne zu halten, während Wetterprognosen und LNG-Nachfrage bullisch wirkten und starkes Angebot als Gegengewicht bestand.
Front-Monats-Erdgas-Futures wurden am Dienstag zudem durch technischen Widerstand nahe der Marke von 3,00 USD/MMBtu begrenzt.
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Kevin Dobbs kam im April 2020 zu NGI. Zuvor arbeitete er als Finanzreporter und Redakteur bei S&P Global Market Intelligence und berichtete dort über Finanzunternehmen und Märkte. Früher in seiner Laufbahn war er Enterprise-Reporter beim Des Moines Register. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Englisch von der South Dakota State University.