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Kasachstan plant, die Ölraffineriekapazität bis 2040 zu verdoppeln

Autor: OilPrice.com·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kasachstan verfügt derzeit über rund 18 Millionen Tonnen jährliche Ölraffineriekapazität; der Plan würde diese bis 2040 auf 40 Millionen Tonnen erhöhen.
  • Bestehende Raffinerien sollen nach den Ausbauarbeiten 29 Millionen Tonnen pro Jahr ausmachen.
  • Eine neue große Raffinerie soll weitere 10 Millionen Tonnen pro Jahr an Raffineriekapazität hinzufügen.
  • Laut Energieministerium soll der Ausbau die Kraftstoffproduktion erhöhen, die Nutzung von Einsatzstoffen effizienter machen, die Produktpalette erweitern und die Importabhängigkeit bei einigen Produkten senken.
  • Kasachstan produzierte im vergangenen Jahr 15.47 Millionen Tonnen Kraftstoff, 6.3% über dem Ziel, und plant für dieses Jahr 15.49 Millionen Tonnen.
Kasachstan plant, die Ölraffineriekapazität bis 2040 zu verdoppeln

Kasachstan plant, seine Rohölraffineriekapazität bis 2040 durch die Erweiterung bestehender Raffinerien und den Bau einer großen neuen Anlage mehr als zu verdoppeln, teilte das Energieministerium des Landes am Mittwoch mit und verwies dabei auf den staatlichen Plan für 2025 bis 2040 zur Steigerung der Kraftstoffproduktion.

Kasachstan, ein bedeutender Rohölproduzent und Mitglied des OPEC+-Pakts, verfügt derzeit über eine jährliche Raffineriekapazität von 18 Millionen Tonnen. Dem Plan zufolge soll dieser Wert bis 2040 durch Erweiterungen an den bestehenden Raffinerien auf 29 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Weitere 10 Millionen Tonnen pro Jahr sollen aus dem Bau einer neuen großen Raffinerie im Land kommen. Die gesamte Raffineriekapazität dürfte damit bis 2040 auf 40 Millionen Tonnen jährlich steigen, von derzeit rund 18 Millionen Tonnen.

Das Ministerium erklärte, der Ausbau der Raffineriekapazität werde Kasachstan nicht nur ermöglichen, die Kraftstoffproduktion zu erhöhen, sondern auch die Effizienz der Nutzung heimischer Einsatzstoffe zu verbessern, die Produktpalette an Erdölprodukten zu erweitern, die Abhängigkeit von Importen bei einigen Produkten zu verringern und neue Möglichkeiten für die Entwicklung der petrochemischen Industrie zu schaffen. Diese breiter angelegte Offensive ist für einen Produzenten bedeutsam, der weiterhin zwischen exportorientierter Rohölförderung und der inländischen Nachfrage nach Kraftstoffen und Raffinerieprodukten abwägt.

Im vergangenen Jahr produzierte Kasachstan 15.47 Millionen Tonnen Kraftstoff und übertraf damit das Regierungsziel um 6.3%. In diesem Jahr plant das Land eine leicht höhere Produktion von 15.49 Millionen Tonnen.

Bereits Anfang dieses Jahres sagte Kasachstans stellvertretender Energieminister Kaiyrkhan Tutkyshbayev, das Land plane, bis 2033 eine neue Raffinerie in Betrieb zu nehmen, um inländische Kraftstoffengpässe zu beseitigen und Nettoexporteur von Kraftstoffen zu werden.

In diesem Sommer hat Kasachstan Berichten zufolge bislang dem Druck widerstanden, Kraftstoffe nach Russland zu exportieren, um die russische Kraftstoffkrise zu lindern, die durch verstärkte ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien ausgelöst wurde. Kasachstans Zurückhaltung steht Berichten zufolge im Zusammenhang mit dem Risiko von Sekundärsanktionen wegen der Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen. Zudem verzeichnet das Land in diesem Sommer eine Rekordnachfrage im Inland, wie Eurasianet berichtet. Der nun vom Energieministerium skizzierte Ausbauplan fügt sich in eine breitere Strategie ein, zunächst die heimische Versorgung abzusichern und zugleich langfristig Spielraum für einen größeren Downstream-Sektor zu schaffen.

Von Tsvetana Paraskova für Oilprice.com