Nasdaq erhält Genehmigung zur Lockerung der Positionslimits für Krypto-ETF-Optionen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die SEC hat eine Regeländerung der Nasdaq genehmigt, die die bisherige Obergrenze von 25.000 Kontrakten für Positionen und Ausübungen bei Optionen auf mehrere große Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs aufhebt und sie mit den Standardlimits für generisch zugelassene Optionen angleicht.
- •Die Regel betrifft Fonds von BlackRock, Fidelity, Bitwise, Grayscale, VanEck und ARK 21Shares, deren Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 gestartet wurden und deren Spot-Ethereum-ETFs noch im selben Jahr folgten.
- •Die betroffenen Krypto-ETF-Optionen können nun als FLEX-Optionen gehandelt werden, die es Anlegern erlauben, Ausübungspreise und Verfalltermine auszuhandeln, während sie börsennotiert und zentral abgewickelt bleiben.
- •Die Nasdaq PHLX erhöht zudem die Positions- und Ausübungslimits für Optionen auf den iShares Bitcoin Trust ETF, und NYSE und Cboe haben ebenfalls die Genehmigung erhalten, Optionen auf Spot-Bitcoin-ETFs zu notieren.
- •Regulatorische Schutzmaßnahmen wie Überwachungsanforderungen, Zulassungsstandards und Risikokontrollen bleiben trotz des Wandels hin zu einer standardisierten Behandlung von Krypto-ETF-Optionen bestehen.

Die Nasdaq ist dabei, die Markteinführung von Optionen auf Kryptowährungs-ETFs zu vereinfachen – ein Schritt, der die Tür zu einer breiteren Derivateaktivität rund um digitale Vermögenswerte öffnen könnte.
Die Börse hat bereits die Genehmigung der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission für eine Regeländerung erhalten, die spezielle Positions- und Ausübungslimits für Optionen auf mehrere große Krypto-ETFs aufhebt. Die Änderung gilt für Fonds, die auf Bitcoin und Ethereum basieren, darunter Produkte von BlackRock, Fidelity, Bitwise, Grayscale, VanEck und ARK 21Shares. Die von der Regel erfassten Spot-Bitcoin-ETFs kamen im Januar 2024 auf den US-Markt, Spot-Ethereum-ETFs folgten noch im selben Jahr, sodass ihre Optionsmärkte noch vergleichbar jung sind.
Lockerung der Krypto-Optionsregeln der Nasdaq
Nach dem bisherigen Rahmenwerk unterlagen mehrere Krypto-ETF-Optionen einer Obergrenze von 25.000 Kontrakten für Positionen und Ausübungen. Die Nasdaq argumentierte, dass diese Produkte stattdessen den Standardlimits folgen sollten, die auch für andere Optionen gelten, die unter ihren allgemeinen Zulassungsregeln qualifiziert sind.
Die Regeländerung erlaubt zudem, dass die betroffenen Krypto-ETF-Optionen als FLEX-Optionen gehandelt werden – Kontrakte, die Anlegern größere Flexibilität bei der Aushandlung von Merkmalen wie Ausübungspreisen und Verfallterminen bieten. Anders als maßgeschneiderte Over-the-Counter-Kontrakte bleiben FLEX-Optionen börsennotiert und zentral abgewickelt und verbleiben damit im regulierten Rahmen börsennotierter Optionen.
Diese Änderung ist bedeutsam, weil Positionslimits beeinflussen können, wie effektiv institutionelle Anleger große Engagements absichern. Die Aufhebung der gesonderten Beschränkungen könnte Krypto-ETF-Optionen für größere Marktteilnehmer daher praktikabler machen.
Die Regeln der Nasdaq schreiben qualifizierten rohstoffbasierten Trusts vor, ein einziges Kryptovermögen zu halten. Der Basiswert muss zudem Anforderungen an die Marktgröße erfüllen und einen Derivatemarkt unterstützen, der Abkommen zur gemeinsamen Marktüberwachung unterliegt.
Ein breiter angelegter Vorstoß für Kryptoderivate
Der Schritt der Nasdaq erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Börsen das Angebot an regulierten Kryptoderivaten ausbauen. Auch die Nasdaq PHLX hat eine Anhebung der Positions- und Ausübungslimits für Optionen auf den iShares Bitcoin Trust ETF initiiert – den größten Spot-Bitcoin-Fonds nach verwaltetem Vermögen, dessen Optionen Ende 2024 an der Nasdaq den Handel aufnahmen.
Andere Börsen haben ähnliche Änderungen verfolgt: NYSE und Cboe haben ebenfalls die Genehmigung erhalten, Optionen auf Spot-Bitcoin-ETFs zu notieren – Teil eines breiteren Musters, bei dem Aufsichtsbehörden bestimmten Krypto-ETF-Optionen den Betrieb unter stärker standardisierten Regeln erlaubt haben, was die zunehmende Integration digitaler Vermögenswerte in traditionelle Märkte widerspiegelt.
Für Anleger könnte ein einfacherer Zugang zu Krypto-ETF-Optionen mehr Instrumente für Absicherungen, Einkommensstrategien und gerichtete Wetten bieten, ohne dass ein direkter Kryptowährungsbesitz erforderlich ist.
Die Änderungen beseitigen keine regulatorischen Schutzmaßnahmen. Die Börsen wenden weiterhin Überwachungsanforderungen, Zulassungsstandards und Risikokontrollen an. Der Wandel hin zu einer standardisierten Behandlung könnte jedoch bewirken, dass die Einführung und der Handel von Krypto-ETF-Optionen mit fortschreitender Marktentwicklung weniger restriktiv ausfallen.