CFTC hält am 20. August Gespräche zu digitalen Vermögenswerten ab, während der Senat die Abstimmung über das CLARITY-Gesetz verschiebt
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Innovationsbeirat der CFTC wird am 20. August zusammentreten, um über Märkte für digitale Vermögenswerte, KI-gestützten Handel, Prognosemärkte und den Verbraucherschutz zu sprechen.
- •Das CLARITY-Gesetz passierte das Repräsentantenhaus im Juli mit parteiübergreifender Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen, doch der Senat ging ohne Abstimmung über den Gesetzentwurf in die Augustpause.
- •Die Gesetzgebung würde die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilen und Regeln für digitale Rohstoffe sowie den Zweitmarkthandel festlegen; für ein Weiterkommen sind 60 Senatsstimmen erforderlich, wobei Mehrheitsführer John Thune eine Verfahrensabstimmung am 15. September unterstützt.
- •Die Abgeordneten bleiben über Ethikanforderungen, Verbraucherschutz und Stablecoin-bezogene Belohnungen uneinig, was das Gesetz über den ursprünglichen Sommerzeitplan hinaus verzögert – nachdem der Kongress zuvor das GENIUS-Gesetz zu Zahlungs-Stablecoins verabschiedet hatte.
- •Die SEC sagte eine Sitzung vom 14. August ab, auf der vorgeschlagene Krypto-Anlageregeln behandelt werden sollten, womit die CFTC-Sitzung zu einem wichtigen kurzfristigen Indikator dafür wird, wie Aufsichtsbehörden die Kryptopolitik vorantreiben könnten, solange der Kongress untätig bleibt.

Die US-Commodity Futures Trading Commission hat für den 20. August Branchengespräche angesetzt – eine Sitzung, die an Gewicht gewinnt, da die Abgeordneten die Arbeit am CLARITY-Gesetz aussetzen und der nächste große Schritt in der US-Kryptoregulierung ungewiss bleibt.
Der Innovationsbeirat der CFTC wird voraussichtlich über Märkte für digitale Vermögenswerte, KI-gestützten Handel, Prognosemärkte – ein Bereich, der bereits in die Derivatezuständigkeit der Behörde fällt – und den Verbraucherschutz sprechen. Die Sitzung findet statt, während die Aufseher weiterhin nach Wegen suchen, klarere Regeln für Kryptowährungsmärkte zu schaffen.
Das Timing verleiht den Gesprächen zusätzliche Bedeutung: Der Senat ist ohne Abstimmung über das CLARITY-Gesetz in die Augustpause gegangen – ein bedeutendes Marktstrukturgesetz, das eine klarere bundesstaatliche Aufsicht über digitale Vermögenswerte etablieren soll. Die Vorlage passierte das Repräsentantenhaus im Juli mit parteiübergreifender Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen, sodass der Senat die letzte Etappe im Kongress ist.
Regulierungsfokus verlagert sich auf die Behörden
Der Senat wird nun voraussichtlich im September auf die Gesetzgebung zurückkommen. Senatsmehrheitsführer John Thune hat sich für eine Verfahrensabstimmung am 15. September ausgesprochen, doch der Gesetzentwurf benötigt weiterhin 60 Stimmen – die nach den Senatsregeln erforderliche Supermehrheit zur Beendigung der Debatte –, um voranzukommen.
Nach der Gesetzgebung würden die Regulierungszuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission und der CFTC aufgeteilt. Der Gesetzentwurf würde zudem Regeln für digitale Rohstoffe schaffen und die Aufsicht über den Handel am Zweitmarkt klären. Diese Aufteilung ist relevant, da die beiden Behörden unter unterschiedlichen Mandaten arbeiten: Die SEC reguliert Wertpapiermärkte, während die CFTC Derivate wie Terminkontrakte und Swaps beaufsichtigt und nur begrenzte Befugnisse über Kassamärkte für Rohstoffe besitzt. Die SEC hat sich zur Kontrolle der Token-Märkte weitgehend auf Durchsetzungsmaßnahmen gestützt, und eine Ausweitung des Zuständigkeitsbereichs der CFTC auf den Kassahandel mit digitalen Rohstoffen ist eine langjährige Forderung der Branche.
Allerdings bleiben die Abgeordneten bei Fragen wie Ethikanforderungen, Verbraucherschutz und dem Umgang mit Stablecoin-bezogenen Belohnungen uneinig. Diese Meinungsverschiedenheiten haben die Gesetzgebung über den ursprünglichen Sommerzeitplan des Senats hinaus verzögert. Die Verzögerung kommt wenige Wochen, nachdem der Kongress das GENIUS-Gesetz verabschiedet hatte, das den ersten Bundesrahmen für Zahlungs-Stablecoins schuf, sodass das CLARITY-Gesetz das andere große Vorhaben der US-Krypto-Gesetzgebungsagenda bleibt.
CFTC-Sitzung könnte Kryptopolitik prägen
Da der Kongress untätig ist, bietet die Sitzung am 20. August – ausgerichtet von einem der externen Expertengremien, die die CFTC zu neuartigen Fragen konsultiert – der Branche einen weiteren Weg, regulatorische Prioritäten einzubringen. Marktteilnehmer achten genau auf Signale darüber, wie weitgehend die CFTC ihre Rolle in Märkten für digitale Vermögenswerte ausbauen könnte.
Die Sitzung folgt auf die Absage einer Sitzung der SEC vom 14. August, auf der vorgeschlagene Krypto-bezogene Anlageregeln behandelt werden sollten – eine Entscheidung, die die Unsicherheit über das Tempo regulatorischer Veränderungen erhöht.
Für Krypto-Unternehmen und Anleger könnten sich daher die nächsten Wochen als wichtig erweisen. Initiativen auf Behördenebene können auch dann weiterlaufen, wenn der Kongress an einem umfassenderen Gesetzgebungsrahmen arbeitet. Das CLARITY-Gesetz bleibt ein zentrales Ziel der Branche, doch die verschobene Senatsabstimmung bedeutet, dass der Regulierungsfortschritt zunehmend von Maßnahmen der US-Finanzaufsichtsbehörden abhängen könnte.