NachrichtenAktienMorgan Stanley startet Coverage von Adani Green Energy mit bullischer Einstufung, erwartet 49 % Gewinnwachstum und benennt drei zentrale Risiken

Morgan Stanley startet Coverage von Adani Green Energy mit bullischer Einstufung, erwartet 49 % Gewinnwachstum und benennt drei zentrale Risiken

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Morgan Stanley hat die Coverage von Adani Green Energy mit bullischer Haltung aufgenommen und ein Gewinnwachstum von 49 % geschätzt.
  • Adani Green zählt zu Indiens größten Erzeugern erneuerbarer Energien; die Solar- und Windanlagen sind mit dem nationalen Ziel des Landes für Nicht-Fossilkapazität bis 2030 verknüpft.
  • Laut der Bank könnte ein langsamerer Rechenzentrumsbau die Nachfrage nach gewerblichen und industriellen Verträgen für erneuerbare Energien schwächen.
  • Sie wies auf mögliche Verzögerungen beim Ausbau erneuerbarer Energien und Speicher hin, einschließlich der Infrastruktur zur Stromabführung für das Khavda-Projekt in Gujarat.
  • Morgan Stanley nannte zudem einen erschwerteren Zugang zu kostengünstigem Kapital als Risiko, da Projekte erneuerbarer Energien stark fremdfinanziert sind.
Morgan Stanley startet Coverage von Adani Green Energy mit bullischer Einstufung, erwartet 49 % Gewinnwachstum und benennt drei zentrale Risiken

Morgan Stanley hat die Coverage von Adani Green Energy mit bullischer Haltung aufgenommen und schätzt, dass die Gewinne des Adani-Group-Unternehmens mit 49 % wachsen können. Adani Green ist einer der größten Erzeuger erneuerbarer Energien in Indien und betreibt ein Portfolio aus Solar- und Windprojekten; die Expansion des Unternehmens ist eng mit Indiens nationalem Ziel verknüpft, bis 2030 eine installierte Kapazität von 500 GW aus nicht-fossilen Energiequellen zu erreichen. Neben der positiven Aussicht hat die Bank drei zentrale Risiken hervorgehoben, die ihre Investmentthese beeinträchtigen könnten.

Die von Morgan Stanley identifizierten Risiken sind:

  1. Ein langsamerer Rechenzentrumsbau, der folglich zu einer geringeren Auftragsvergabe im gewerblichen und industriellen Bereich (C&I) führen würde. Der Rechenzentrumsbau in Indien hat aufgrund von Cloud- und KI-getriebener Nachfrage an Tempo gewonnen, und diese stromintensiven Einrichtungen sind zu einer wachsenden Quelle für C&I-Verträge im Bereich erneuerbare Energien geworden; eine Verlangsamung des Ausbaus würde sich daher in den Auftragsvolumen niederschlagen.
  2. Verzögerungen beim Ausbau erneuerbarer Energien und von Speichern sowie bei der Stromabführung aus Khavda. Khavda im Bundesstaat Gujarat ist Standort eines der größten geplanten Parks für erneuerbare Energien weltweit; ob der dort erzeugte Strom die Verbrauchszentren erreicht, hängt davon ab, dass die Übertragungsinfrastruktur planmäßig in Betrieb genommen wird.
  3. Ein eingeschränkter Zugang zu kostengünstigem Kapital. Projekte erneuerbarer Energien sind kapitalintensiv und in hohem Maße fremdfinanziert, sodass die Finanzierungskosten ein wesentlicher Faktor für die Projektrenditen sind. Unternehmen der Adani Group standen bereits zuvor wegen ihrer Finanzierungskosten im Fokus, nachdem im Januar 2023 ein Short-Seller-Bericht erschienen war; die Vorwürfe wies die Gruppe zurück.

Quelle: CNBC-TV18