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Minnesota wird erster US-Bundesstaat mit landesweitem Verbot von Kryptowährungs-Kiosken

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Minnesota ist der erste US-Bundesstaat, der ein vollständiges landesweites Verbot von Kryptowährungs-Kiosken verhängt; das Verbot tritt am 1. August in Kraft.
  • Der Bundesstaat verzeichnete zwischen 2023 und 2025 134 Betrugsbeschwerden im Zusammenhang mit Krypto-Kiosken, die zu kombinierten Verlusten von fast 1 Million Dollar führten. Mehr als die Hälfte der Beschwerden wurde allein im Jahr 2025 eingereicht.
  • Alle öffentlich zugänglichen Krypto-Kioske müssen bis zum 31. Dezember 2026 entfernt werden, und Betreiber müssen Kunden vor dieser Frist Zugang zu verbleibenden Guthaben oder digitalen Vermögenswerten gewähren.
  • Die Abgeordneten Minnesotas stellten fest, dass frühere Vorschriften mit Transaktionslimits und Verbraucherschutzmaßnahmen unzureichend waren, und hoben den bisherigen Rahmen formell auf.
  • Ältere Erwachsene wurden überproportional von Betrügern ins Visier genommen, die sich als Regierungsbeamte oder Strafverfolgungsbehörden ausgaben, um Opfer unter Druck zu setzen, Bargeld an Krypto-Kiosken einzuzahlen.
Minnesota wird erster US-Bundesstaat mit landesweitem Verbot von Kryptowährungs-Kiosken

Minnesota ist der erste US-Bundesstaat, der ein landesweites Verbot von Kryptowährungs-Kiosken, allgemein als Bitcoin-Geldautomaten bekannt, erlassen hat. Das neue Gesetz tritt am 1. August in Kraft. Es wurde von den Landesabgeordneten nach einem deutlichen Anstieg von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Krypto-Kiosken verabschiedet, die zwischen 2023 und 2025 zu fast 1 Million Dollar an Verlusten für die Einwohner Minnesotas führten.

Gesetzlicher Rahmen

Nach der neuen Gesetzgebung darf ab dem 1. August keine Person oder Einrichtung mehr virtuelle Währungskioske im Bundesstaat installieren, betreiben oder warten. Alle öffentlich zugänglichen Geräte müssen bis zum 31. Dezember 2026 entfernt werden. Betreiber sind zudem verpflichtet, Kunden vor Ablauf der Übergangsfrist Zugang zu allen verbleibenden Guthaben oder digitalen Vermögenswerten zu gewähren.

Steigende Betrugsmeldungen

Staatsbeamte erklärten, dass das Verbot durch eine Welle von Betrugsmaschen ausgelöst wurde, bei denen Betrüger Krypto-Kioske nutzten, um gestohlenes Geld schnell zu transferieren. Laut den Behörden in Minnesota verzeichnete der Bundesstaat zwischen 2023 und 2025 insgesamt 134 Betrugsbeschwerden im Zusammenhang mit Krypto-Kiosken, mit Gesamtschäden von fast 1 Million Dollar. Mehr als die Hälfte dieser Beschwerden wurde allein im Jahr 2025 eingereicht.

Beamte stellten fest, dass Betrüger häufig als Regierungsbehörden, Strafverfolgungsbeamte oder technischen Support auftraten. Die Opfer wurden unter Druck gesetzt, Bargeld in die Kioske einzuzahlen, wo es in digitale Vermögenswerte umgewandelt wurde, die sich nur schwer nachverfolgen oder wiederbeschaffen ließen.

Die Behörden wiesen zudem darauf hin, dass ältere Erwachsene überproportional ins Visier genommen wurden. Betrüger erzeugten regelmäßig ein falsches Gefühl der Dringlichkeit, indem sie den Opfern mitteilten, dass ihnen unmittelbar rechtliche Schritte drohten oder sie ihre Ersparnisse sofort sichern müssten.

Bisherige regulatorische Bemühungen als unzureichend erachtet

Minnesota hatte zuvor Vorschriften erlassen, die darauf abzielten, Betrug durch Transaktionslimits und Verbraucherschutzmaßnahmen einzudämmen. Die Abgeordneten kamen jedoch zu dem Schluss, dass diese Maßnahmen unzureichend waren, da Betrüger ihre Methoden ständig anpassten.

Das neue Gesetz verpflichtet Krypto-Kiosk-Betreiber, entweder Kundengelder zurückzuerstatten oder einen Mechanismus bereitzustellen, über den Kunden ihre digitalen Vermögenswerte übertragen können, bevor die Geräte endgültig stillgelegt werden. Die Gesetzgebung hebt außerdem den bisherigen regulatorischen Rahmen des Bundesstaates für virtuelle Währungskioske auf.

Die Entscheidung spiegelt die zunehmende Überprüfung von Kryptowährungs-Kiosken in den gesamten Vereinigten Staaten wider. Die Federal Trade Commission hat wiederholt Verbraucherwarnungen vor Bitcoin-Geldautomaten-Betrug herausgegeben und festgestellt, dass die landesweit gemeldeten Verluste in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Während einige lokale Gebietskörperschaften bereits zuvor die Aufstellung von Krypto-Kiosken eingeschränkt oder reguliert haben, stellt das ausdrückliche landesweite Verbot in Minnesota eine deutliche Verschärfung im regulatorischen Umgang mit diesen Geräten dar. Andere Bundesstaaten haben strengere Offenlegungs- und Transaktionslimit-Anforderungen anstelle umfassender Verbote verfolgt, wodurch die Maßnahme Minnesotas zu einem möglichen Bezugspunkt für politische Entscheidungsträger anderswo wird, die ihre eigenen Maßnahmen bewerten. Während der Online-Handel mit Kryptowährungen in Minnesota legal bleibt, sind physische Krypto-Kioske unter dem neuen gesetzlichen Regime nicht mehr zulässig.