NachrichtenMakroWashingtoner Metro-Busfahrer missachten die Fahrpreis-Ansagepflicht und verweisen auf Sicherheitsrisiken

Washingtoner Metro-Busfahrer missachten die Fahrpreis-Ansagepflicht und verweisen auf Sicherheitsrisiken

Autor: Marginal Revolution·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Washington Metropolitan Area Transit Authority hat eine Richtlinie eingeführt, die Busfahrer verpflichtet, den Fahrgastpreis von 2,25 US-Dollar gegenüber den Fahrgästen mündlich zu nennen.
  • Acht aktuelle Metro-Beschäftigte und zwei ehemalige Beschäftigte, die bei der Gewerkschaft arbeiten, die die Metro-Mitarbeiter vertritt, erklärten gegenüber The Washington Post, dass die Ansage des Fahrgeldes wirkungslos sei und das Risiko von Belästigungen oder Übergriffen gegen Busfahrer erhöhen könne.
  • Mehrere Fahrer, darunter der Metro-Mitarbeiter Dabis, gaben an, die Richtlinie zum Schutz ihrer eigenen Sicherheit zu missachten.
  • Metro teilte 2024 mit, dass rund 70 Prozent der Busfahrgäste ihr Fahrgeld nicht bezahlten.
  • Mehrere US-Verkehrsbehörden weisen Fahrer an, Schwarzfahrer überhaupt nicht zu konfrontieren, und überlassen die Durchsetzung stattdessen Kontrolleuren oder der Polizei.
Washingtoner Metro-Busfahrer missachten die Fahrpreis-Ansagepflicht und verweisen auf Sicherheitsrisiken

Ein aktueller Beitrag auf Marginal Revolution mit der Überschrift „Another rationale for sticky prices?“ („Ein weiterer Grund für starre Preise?“) beleuchtet eine Richtlinienänderung bei der Washington Metropolitan Area Transit Authority, die Busfahrer verpflichtet, den Fahrgastpreis von 2,25 US-Dollar gegenüber den Fahrgästen mündlich zu nennen – eine Regel, von der der Metro-Busfahrer Dabis vorhersagte, dass sie den Beruf noch riskanter machen wird. Die Überschrift spielt auf das wirtschaftswissenschaftliche Konzept der „sticky prices“ (starren Preise) an – Preise, die sich auch dann nicht ändern, wenn die zugrunde liegenden Kosten schwanken – und rahmt den Vorfall als einen Fall, in dem die Last eines Fahrgeldes nicht nur in dessen Festlegung liegt, sondern auch in dessen Ansage und Durchsetzung.

Acht aktuelle Metro-Beschäftigte und zwei ehemalige Beschäftigte, die bei der Gewerkschaft arbeiten, die die Metro-Mitarbeiter vertritt, erklärten gegenüber The Washington Post, dass sie befürchten, die Ansage des Fahrgeldes sei wirkungslos und könne das Risiko erhöhen, dass Busfahrer belästigt oder tätlich angegriffen werden. Infolgedessen gaben mehrere Fahrer an, die Richtlinie zum Schutz ihrer eigenen Sicherheit zu missachten. Ihre Sorge spiegelt ein breiteres Muster im US-Nahverkehr wider, wo Fahrgeldstreitigkeiten seit langem ein Auslöser für Übergriffe auf Fahrer sind; mehrere Verkehrsbehörden weisen ihre Fahrer an, Schwarzfahrer überhaupt nicht zu konfrontieren, und überlassen die Durchsetzung stattdessen Kontrolleuren oder der Polizei – nicht der Person am Steuer.

„Es ist sehr niederschmetternd zu denken, dass ein Unternehmen seine Fahrer durch die Zulassung einer solchen Änderung in Gefahr bringt“, sagte Dabis, der zu den Beschäftigten gehört, die sich weigern, den Fahrpreis anzusagen. „Ich möchte nur genauso gesund und unversehrt nach Hause gehen, wie ich zur Arbeit gekommen bin. Ich liebe dieses Unternehmen. Ich liebe die Fahrgäste. Aber den Fahrpreis anzusagen ist einfach zu viel.“

Schwarzfahren plagt Metro seit Jahren. 2024 teilte Metro mit, dass rund 70 Prozent der Busfahrgäste nicht zahlten – ein Problem, das The Washington Post in ihrer unten verlinkten Berichterstattung von 2024 über Schwarzfahren in Bussen untersuchte. Vor diesem Hintergrund steht die Ansageregelung am Schnittpunkt zweier Prioritäten der Behörde: dem Einzug von Fahrgeldern und dem Schutz der Fahrer. Die Weigerung der Fahrer, die Regel zu befolgen, ist entscheidend dafür, ob sich die Richtlinie durchsetzen kann.

Die vollständige Geschichte ist bei The Washington Post verfügbar. Verwandt: The Washington Posts Berichterstattung von 2024 über Schwarzfahren in Metro-Bussen. Marginal Revolution dankte Rich für den Hinweis.