NachrichtenAktienDie „Magnificent Seven“ nach künftigem Cashflow eingestuft

Die „Magnificent Seven“ nach künftigem Cashflow eingestuft

Autor: Fox Business Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Meta Platforms ist mit dem 9,44-fachen des geschätzten Cashflows des kommenden Jahres die günstigste Aktie der Magnificent Seven.
  • Amazon liegt mit dem 10,36-fachen des geschätzten Cashflows des kommenden Jahres auf Platz zwei und profitiert von AWS, Prime und Werbewachstum.
  • Tesla und Apple weisen in der Gruppe die höchsten Bewertungen auf Basis des künftigen Cashflows auf, mit dem 64,71-fachen beziehungsweise 28,82-fachen.
  • Analysten an der Wall Street erwarten, dass Amazons operativer Cashflow im Gesamtjahr zwischen 2025 und 2028 mehr als das Doppelte erreichen wird.
  • Der Artikel betont, dass KI ein zentraler Treiber der jüngsten Rally bei den großen US-Aktienindizes ist und die Magnificent Seven eine führende Rolle gespielt haben.
Die „Magnificent Seven“ nach künftigem Cashflow eingestuft

Seit Anfang Juni haben sich die wichtigsten Aktienindizes an der Wall Street auf neue Rekordhochs erholt. Künstliche Intelligenz (KI) ist der Haupttreiber hinter dem Anstieg der Aktienbewertungen, und die Magnificent Seven haben dabei einen Großteil der Arbeit geleistet.

Diese zählen zu den einflussreichsten Unternehmen an der Wall Street, und jedes von ihnen ist in gewissem Maß von der KI-Revolution für seine künftigen Wachstumsaussichten abhängig. Deshalb ist es sinnvoll, über das Schlagzeilenwachstum bei den Umsätzen hinauszublicken und darauf zu achten, wie viel Cash diese Unternehmen voraussichtlich erwirtschaften werden, zumal viele von ihnen weiterhin stark in neue Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen investieren.

Einordnung der Magnificent Seven nach dem Cashflow des kommenden Jahres

Während das seit Langem verwendete Kurs-Gewinn-Verhältnis für die Bewertung reifer Unternehmen ein vertrautes Instrument bleibt, bildet es die Bewertung von Wachstumsaktien wie den Magnificent Seven nicht vollständig ab. Da diese Unternehmen ihre Cashflows aggressiv in wachstumsstarke Initiativen reinvestieren, ist der zukünftige Cashflow ein deutlich sinnvolleres Maß für den Wert.

Nach den Konsensschätzungen der Wall Street zum Cashflow je Aktie für das kommende Jahr rangieren die Magnificent Seven zum Stand vom 23. Juli von der attraktivsten, also günstigsten, bis zur am wenigsten attraktiven Aktie wie folgt:

  • Meta Platforms: 9,44-facher geschätzter Cashflow des kommenden Jahres
  • Amazon: 10,36
  • Microsoft: 13,04
  • Alphabet: 14,87
  • Nvidia: 15,79
  • Apple: 28,82
  • Tesla: 64,71

Auf Basis des künftigen Cashflows wirken weder der Elektroautobauer Tesla noch der iPhone-Konzern Apple besonders attraktiv. Meta und Amazon stechen dagegen in einem historisch teuren Aktienmarkt aus den richtigen Gründen hervor.

Meta und Amazon stechen in einem teuren Markt hervor

Meta Platforms ist die günstigste Aktie der Magnificent Seven, was vermutlich die unmittelbaren Vorteile widerspiegelt, die das Unternehmen durch die Integration generativer KI in seine Werbeplattformen für soziale Medien verzeichnet. Unternehmen, die statische oder Videonachrichten auf Nutzer zuschneiden können, verbessern die Klickrate und stärken Metas ohnehin starke Preisgestaltungsmacht im Werbegeschäft.

Metas überwiegend werbebasiertes Geschäftsmodell ist außerdem eng mit der Verfassung der US-Wirtschaft verknüpft, die einen überproportional großen Teil der Zeit im Expansionsmodus verbringt. Werbung mag kein revolutionäres Geschäftsmodell sein, doch Unternehmen haben gezeigt, dass sie bereit sind, für Metas Dienste einen Aufpreis zu zahlen.

Unterdessen sind Amazons Nebensegmente zum Glanzstück des Unternehmens geworden. Obwohl der dominante Online-Marktplatz weiterhin den größten Teil des Umsatzes ausmacht, erwirtschaftet Amazon Web Services (AWS) den Großteil des operativen Ergebnisses.

Seit AWS generative KI- und Large-Language-Model-Lösungen in seine Plattform integriert hat, hat sich das Umsatzwachstum in diesem deutlich margenstärkeren Geschäftsbereich wieder beschleunigt. Zusammen mit der starken Preissetzungsmacht im Prime-Abonnementgeschäft und anhaltendem zweistelligen Werbewachstum erwarten Analysten an der Wall Street, dass Amazons operativer Cashflow im Gesamtjahr zwischen 2025 und 2028 mehr als das Doppelte erreichen wird.

Auch wenn Schnäppchen derzeit selten sind, erfüllen Meta und Amazon dieses Kriterium.