Marginal Revolution: Sonntags-Linksammlung (23. August 2026)
Wichtige Erkenntnisse
- •Venkatesh Rao argumentierte, dass das reflexhafte Abtun KI-generierter Texte als Slop dem Unterschätzen von Personen gleicht, weil sie in der eigenen Muttersprache mit einem nicht prestigeträchtigen Akzent sprechen.
- •Porträts in The Washington Post und The New York Times beleuchteten Joe Lonsdale, den Palantir-Mitgründer und 8VC-Risikokapitalgeber, darunter auch das von ihm gegründete Politikinstitut Cicero und dessen Arbeit zu Obdachlosigkeit.
- •Cass Sunstein, Professor an der Harvard Law School und ehemaliger Leiter des Office of Information and Regulatory Affairs im Weißen Haus unter Barack Obama, steuerte einen Essay über John Stuart Mill, Friedrich Hayek und die liberale Tradition bei.
- •Die Sammlung enthält ein Interview mit Peter McCrory, Chefökonom bei Anthropic, dem in San Francisco ansässigen, 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründeten KI-Unternehmen, das Claude entwickelt und den Economic Index zu den Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt betreibt.
- •Ein verlinkter Essay argumentiert, dass Wirtschaftswachstum Graceland, Elvis Presleys 1957 gekauftes und 1982 als Museum eröffnetes Anwesen, vor dem Hintergrund der heute deutlich höheren materiellen Grundausstattung weniger bemerkenswert erscheinen lässt.

Marginal Revolution – das Wirtschaftsblog, das von den Ökonomen Tyler Cowen und Alex Tabarrok von der George Mason University gemeinsam verfasst wird – veröffentlichte am 23. August 2026 seine wöchentliche Sonntags-Linkliste. Die sieben Punkte umfassende Sammlung behandelt Einschätzungen zu KI-generierten Texten, technologiegetriebenen politischen Einfluss, Wirtschaftswachstum und die Ideengeschichte des Liberalismus:
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„Etwas, das einen KI-‚Akzent‘ hat, reflexartig als Slop abzutun und damit zu unterschätzen, gleicht auf kuriose Weise dem Unterschätzen von jemandem, weil diese Person in der eigenen Muttersprache einen komischen Akzent hat (und es sich nicht um einen jener Akzente handelt, von denen man glaubt, dass sie Überlegenheit signalisieren, wie etwa der BBC-britische Akzent im Englischen).“ – V. Rao, Venkatesh Rao im Contraptions-Substack.
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Ein Porträt von Joe Lonsdale, dem Risikokapitalgeber und Palantir-Mitgründer, der auch das Wagniskapitalunternehmen 8VC mitbegründet hat; es untersucht, wie sich sein einst randständiger Kreuzzug über Trumps Amerika ausgebreitet hat. Und aus der NYT, hauptsächlich über Cicero, das von Lonsdale gegründete Politikinstitut, und über Obdachlosigkeit.
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Graceland ist einfach nicht so beeindruckend – das Argument, dass Wirtschaftswachstum Elvis Presleys Anwesen in Memphis im Vergleich weniger bemerkenswert erscheinen lässt. Presley kaufte Graceland 1957, und 1982 wurde es als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich; der Essay misst das Anwesen an der heute deutlich höheren materiellen Grundausstattung.
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Mill, Hayek und der Liberalismus – Cass Sunstein über John Stuart Mill, Friedrich Hayek und die liberale Tradition. Sunstein ist Professor an der Harvard Law School und leitete unter Präsident Barack Obama das Office of Information and Regulatory Affairs im Weißen Haus; Mill und Hayek gehören mit Werken wie „On Liberty“ und „The Road to Serfdom“ bis heute zu den meistzitierten Denkern des klassischen Liberalismus.
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Interview mit Peter McCrory, Chefökonom bei Anthropic, dem KI-Unternehmen, das Claude entwickelt. Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet, darunter Geschäftsführer Dario Amodei, und hat seinen Sitz in San Francisco; das Unternehmen betreibt zudem den Economic Index, ein Forschungsprojekt zu den Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt.
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Wird KI den Marktwettbewerb verschärfen oder schwächen? – eine Frage, die Ökonomen und Wettbewerbsbehörden angesichts der sich ausbreitenden Nutzung von KI aktiv diskutieren.