NachrichtenKryptoSenatorin Lummis warnt: Marktstruktur-Gesetzgebung könnte sich bis 2030 verzögern, wenn der CLARITY Act in diesem Kongress scheitert

Senatorin Lummis warnt: Marktstruktur-Gesetzgebung könnte sich bis 2030 verzögern, wenn der CLARITY Act in diesem Kongress scheitert

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Senatorin Cynthia Lummis warnte, dass ein Scheitern des CLARITY Act im laufenden Kongress die US-Krypto-Marktstrukturgesetzgebung bis 2030 verzögern könnte.
  • Der CLARITY Act passierte das US-Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit überparteilicher Unterstützung, kam im Senat jedoch langsamer voran.
  • Ungelöste Verhandlungspunkte umfassen die Aufteilung der regulatorischen Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC sowie den Umgang mit dezentralisierten Finanzdiensten (DeFi).
  • Jede Vorlage, die bis zum Ende eines zweijährigen Kongresses nicht verabschiedet wird, verfällt und muss in der nächsten Sitzungsperiode von Grund auf neu eingebracht werden.
  • Der nächste Kongress wird nach den Zwischenwahlen im November 2026 eine veränderte Zusammensetzung haben, was erneute Gesetzgebungsanstrengungen unsicherer macht.
Senatorin Lummis warnt: Marktstruktur-Gesetzgebung könnte sich bis 2030 verzögern, wenn der CLARITY Act in diesem Kongress scheitert

Senatorin Cynthia Lummis hat gewarnt, dass ein Scheitern der US-Krypto-Marktstrukturgesetzgebung im laufenden Kongress die nächste realistische Gelegenheit für ein solches Gesetz auf 2030 verschieben könnte, wie ein Bericht von CoinGape zeigt.

Die Warnung bezieht sich auf den CLARITY Act, einen Gesetzentwurf, der einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten schaffen würde. Der Gesetzestext hat nur noch ein schrumpfendes Zeitfenster, um vor dem Ende der laufenden Kongresssitzungsperiode voranzukommen. Nach dem US-Gesetzgebungsverfahren verfällt jede Vorlage, die bis zum Ende eines zweijährigen Kongresses nicht verabschiedet wurde, und muss in der folgenden Sitzungsperiode von Grund auf neu eingebracht werden – darauf stützt sich Lummis' Bedenken hinsichtlich des Zeitplans.

Senatorin Lummis, Republikanerin aus Wyoming, gehört zu den prominentesten Krypto-Befürworterinnen im US-Senat. Sie war zuvor Mitunterzeichnerin des Responsible Financial Innovation Act, eines früheren Gesetzentwurfs, der klären sollte, wie digitale Vermögenswerte einzuordnen und zu regulieren sind, und setzt sich weiterhin für eine Gesetzgebung ein, die die Rollen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) bei der Aufsicht über den Kryptomarkt definiert.

Der CLARITY Act passierte das US-Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit überparteilicher Unterstützung, sein Weg durch den Senat verlief jedoch langsamer. Die Abgeordneten verhandeln weiterhin über die Bestimmungen des Entwurfs, darunter die Aufteilung der regulatorischen Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC sowie der Umgang mit dezentralisierten Finanzdiensten (DeFi). Diese Zuständigkeitsfrage ist seit langem die zentrale Bruchlinie der US-Kryptopolitik: Die SEC reguliert Wertpapiere nach einem offenkundigkeitsbasierten System, während die CFTC Waren- und Derivatemärkte beaufsichtigt, und digitale Vermögenswerte bewegen sich häufig zwischen beiden Rahmenwerken. Für Krypto-Unternehmen in den Vereinigten Staaten war die Unklarheit darüber, welche Behörde welche Aktivitäten reguliert, eine wiederkehrende Compliance-Herausforderung – weshalb eine gesetzliche Abgrenzung neben der Stablecoin-Gesetzgebung zu den wichtigsten lobbypolitischen Prioritäten der Branche zählt.

Sollte der Gesetzentwurf den Kongress nicht vor Ende der Sitzungsperiode passieren, müsste die Gesetzgebungsarbeit im nächsten Kongress neu beginnen – mit einer neuen Einbringung, erneuter Ausschussbefassung und neuen Abstimmungen im Plenum, ein Prozess, der laut Lummis ein Marktstrukturgesetz bis 2030 verzögern könnte. Der nächste Kongress würde zudem nach den Zwischenwahlen im November 2026 eine veränderte Zusammensetzung aufweisen, was eine erneute Durchläufe des Gesetzgebungsprozesses zusätzlich unsicher macht.

Quelle: CoinGape