Luke Burgis interviewt Patrick Collison über Ästhetik
Wichtige Erkenntnisse
- •Luke Burgis, Autor von Wanting, interviewte den Stripe-Mitgründer und CEO Patrick Collison auf der Konferenz des Cluny Institute über New Aesthetics.
- •Patrick Collison und der Ökonom Tyler Cowen hatten zuvor gemeinsam einen Essay im Atlantic von 2019 verfasst, der eine neue „Wissenschaft des Fortschritts“ forderte, und 2020 das Fast-Grants-Programm gestartet, um COVID-19-Forschung schnell zu finanzieren.
- •Collison brachte eine alternative Theorie in die Debatte über die Stagnation seit 1971 ein, wonach die Gesellschaft „das Heilige verlor und deshalb keine schönen Dinge mehr haben kann“.
- •Das Gespräch behandelte unter anderem die Fragen, ob die Kultur „feststeckt“, ob Schönheit objektiv ist, sowie das Fehlen eines nennenswerten mit KI geschaffenen Kunstwerks.
- •Die YouTube-Version des Interviews enthält eine Einführung von Brian Eno, dem Musiker und Produzenten, dem die Prägung des Begriffs „Ambient Music“ zugeschrieben wird.

Luke Burgis, Autor von Wanting, berichtete, es habe großen Spaß gemacht, letzten Monat auf der Konferenz des @ClunyInstitute mit @patrickc – dem Stripe-Mitgründer und CEO Patrick Collison – über New Aesthetics zu sprechen.
Die Zusammenkunft hat Vorgeschichte: Collison und der Ökonom Tyler Cowen – Marginal REVOLUTION, wo dieser Beitrag erscheint, ist Cowens Blog gemeinsam mit Alex Tabarrok – haben bereits zusammengearbeitet: Sie verfassten zusammen einen Essay im Atlantic von 2019, der eine neue „Wissenschaft des Fortschritts“ forderte, und starteten 2020 das Fast-Grants-Programm, um COVID-19-Forschung schnell zu finanzieren. Die später im Gespräch aufgeworfene Frage, „was 1971 geschah“, verweist auf die seit Langem geführte Stagnationsdebatte darüber, warum sich zahlreiche wirtschaftliche und technologische Indikatoren um dieses Jahr herum veränderten – ein Themenfeld, das Cowen mit seinem 2011 erschienenen Buch The Great Stagnation populär machte.
Sie sprachen über:
- Die Entstehungsgeschichte der New-Aesthetics-Stipendien und warum er und Tyler Cowen in nahezu allen ästhetischen Fragen unterschiedlicher Meinung sind (1:00)
- Warum die Kultur „feststeckt“, einschließlich der Idee, dass ein Bauhaus-Gebäude von 1926 für eines von letztem Jahr durchgehen könnte (2:30)
- Die ausdrücklich erklärte Mission des Modernismus, die Schönheit niederzureißen – „sie haben es nicht versteckt“ (3:30)
- Solschenizyns Ansicht, dass man Güte und Wahrheit fälschen kann, Schönheit aber „in sich selbst ihre eigene Überprüfung trägt“ (6:30)
- Ob Schönheit objektiv ist, einschließlich des Kontrasts zwischen Toledo in Spanien und Toledo in Ohio (7:30)
- Detroits rund 25 reiche Jahre und das Detroit Institute of Arts im Vergleich zu 50 Jahren Wohlstand im Silicon Valley; „Die Kunsttour durchs Silicon Valley könnten wir in einer Kaffeepause schaffen“ (14:30)
- Ob Y Combinator heimlich nach dem Vorbild des Künstlerateliers gestaltet wurde (18:30)
- Den Punkt mit dem größten Hebel für ästhetische Erneuerung, früher die Kirchen, und was diese Rolle heute sein könnte (27:00)
- Das Heilige als „vom Aussterben bedrohte Art“ sowie Patricks alternative Theorie dessen, was 1971 geschah: „Wir haben das Heilige verloren, deshalb können wir keine schönen Dinge haben“ (28:30)
- Eine Frage zum Zweiten Vatikanischen Konzil und zur technologischen Stagnation, die Patrick nicht beantworten wollte; Luke Burgis schon (34:30)
- „Kann jemand ein mit KI geschaffenes Kunstwerk nennen?“ – gefolgt von Schweigen (37:30)
- Warum Deutschland in Musik, Literatur und Philosophie herausragend ist und warum sein Essen so schlecht ist, was als „ein Problem der Nachfrageseite“ beschrieben wurde (41:30)
- „Biologie ist so hässlich, Mann.“ Die Physik ist schön; die Biologie ist „ein Turm aus Behelfslösungen“ (43:30)
- Die „Verschwörung gegen die Schönheit“ des letzten Jahrhunderts und die latente Nachfrage, die noch freigesetzt werden kann (52:30)
- Patricks Live-Reaktion auf Kunst aus Bienenwachs (56:30)
Luke Burgis fügte den Link zum Gespräch hinzu und sagte, die YouTube-Version enthalte eine Einführung von Brian Eno; Eno ist der Musiker und Produzent, dem die Prägung des Begriffs „Ambient Music“ zugeschrieben wird.
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