Lazio kurz vor 14-Millionen-Euro-Deal für Sassuolo-Stürmer Andrea Pinamonti
Wichtige Erkenntnisse
- •Lazio und Sassuolo verhandeln über ein Leihgeschäft mit Kaufoption für Andrea Pinamonti.
- •Pinamonti hat die persönlichen Konditionen für einen Fünfjahresvertrag mit mehr als 2 Millionen Euro pro Saison bereits akzeptiert.
- •Die Vereine streiten noch über das Verhältnis zwischen der im Voraus zu zahlenden Leihgebühr und der letztlichen Kaufklausel.
- •Sassuolo zahlte 2023 20 Millionen Euro für Pinamonti und würde bei einem Abschluss im Bereich von 14 Millionen Euro einen Buchverlust hinnehmen müssen.
- •Lazio hofft, den Transfer innerhalb von 48 Stunden abzuschließen, da der Verein Angriffsverstärkungen für Gennaro Gattuso sucht.

Lazio und Sassuolo führen fortgeschrittene Gespräche über ein Geschäft, das den italienischen Stürmer Andrea Pinamonti per Leihe mit Kaufoption nach Rom bringen würde, wobei das Gesamtpaket eine Höhe von fast 14 Millionen Euro erreicht. Die persönlichen Konditionen sind bereits geklärt; offen bleibt nur noch eine Frage: wie die beiden Vereine diesen Betrag zwischen einer im Voraus zu zahlenden Leihgebühr und der letztlichen Kaufklausel aufteilen.
Den Berichten zufolge haben die Verhandlungen ihre Endphase erreicht, und Lazio hofft, alles innerhalb von 48 Stunden abzuschließen. Pinamonti hat einem Fünfjahresvertrag zugestimmt, der ihm mehr als 2 Millionen Euro pro Saison einbringt.
Die finanzielle Struktur
Lazios Transferstrategie in diesem Fenster wurde von der Auflage geprägt, keine Netto-Ausgaben zu tätigen, weshalb ein direkter Kauf nie realistisch zur Debatte stand. Diese Beschränkung entspricht der strikten Budgetführung, die den Verein unter Präsident Claudio Lotito, der Lazio seit 2004 besitzt, seit langem auszeichnet. Stattdessen schlug der Klub eine Leihe mit Kaufoption vor, um die finanzielle Belastung über mehrere Transferfenster zu verteilen – eine Formel, die Serie-A-Klubs bei knappen Kassen routinemäßig anwenden, indem sie eine bezahlte Leihe mit einer bedingten Kaufklausel kombinieren, sodass die Kosten auf mehrere Geschäftsjahre entfallen statt in einer einzigen Summe anfallen.
Sassuolo hat Bereitschaft signalisiert, diese Struktur zu akzeptieren, besteht aber auf einer erheblichen Leihgebühr im Voraus. Den Berichten zufolge begannen die frühen Gespräche mit einem Angebot Lazios von rund 1 Million Euro, ein Betrag, der inzwischen in den Bereich von 2,5 bis 4 Millionen Euro gestiegen ist, begleitet von einer Kaufklausel zwischen 8 und 10 Millionen Euro.
Der Kontext ist wichtig: Sassuolo zahlte 2023 20 Millionen Euro, um Pinamonti endgültig von Inter Mailand zu verpflichten, und da sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft – bis Juni 2027 –, schwindet die Verhandlungsmacht des Klubs von Tag zu Tag. Pinamontis aktueller Marktwert liegt bei etwa 15 Millionen Euro, was bedeutet, dass Lazio einen leichten Rabatt erhielte, wenn die Kaufoption am unteren Ende der Spanne von 8 bis 10 Millionen Euro gezogen würde.
Warum Pinamonti in Gattusos Pläne passt
Trainer Gennaro Gattuso hat lautstark betont, dass er diesen Sommer Verstärkungen im Angriff benötigt. Der am 19. Mai 1999 geborene Pinamonti ist 27 Jahre alt und tritt in die Phase ein, die die besten Jahre seiner Karriere sein sollten.
Als Produkt der Jugendakademie von Inter Mailand absolvierte er verschiedene Leihstationen, bevor Sassuolo ihn endgültig verpflichtete; ein Gastspiel bei Genua in der Saison 2024/25 fügte einer Laufbahn, die ihm einen Einsatz in der italienischen Nationalmannschaft eingebracht hat, ein weiteres Kapitel hinzu. Den Berichten zufolge verpasste Lazio früher in diesem Transferfenster mehrere andere Stürmerkandidaten, wodurch Pinamonti gewissermaßen zu einer späten Neuorientierung in der Endphase des Fensters wurde.
Was das Geschäft für beide Vereine bedeutet
Für Sassuolo, einen Klub, der am Ende der Saison 2023/24 aus der Serie A abgestiegen ist, bedeutet die Annahme eines Geschäfts im Bereich von 14 Millionen Euro für einen Spieler, der 20 Millionen Euro gekostet hat, einen Buchverlust. Pinamonti im Juni 2027 bei Vertragsende ablösungsfrei ziehen zu lassen, wäre allerdings erheblich schlimmer.
Die Leihgebühr ist der Kern der verbleibenden Spannungen. Sassuolo möchte die Vorabzahlung hoch genug, um seinen Spieler nicht zu einem lächerlich geringen Betrag zu verleihen, während Lazio entscheidet, ob es sich langfristig bindet; eine Gebühr im Bereich von 3 bis 4 Millionen Euro würde eine bedeutende Anzahlung darstellen. Lazio seinerseits möchte den Vorabbetrag so niedrig wie möglich halten, da jeder Euro, der in die Leihgebühr fließt, unter den Netto-Null-Auflagen des Vereins gegen die Ausgaben dieses Fensters zählt.
Der Zeitplan von 48 Stunden deutet darauf hin, dass beide Seiten einen Weg zur Einigung sehen. Ob die endgültige Leihgebühr bei 2,5 oder 4 Millionen Euro landet, wird letztlich bestimmen, wer zuerst nachgibt.