Larry Kudlow: Mehr zur Geschichte des Wirtschaftsbooms unter Bessent
Wichtige Erkenntnisse
- •Finanzminister Scott Bessent führte die Grundlage für die Konjunktur auf die Politik der Regierung zurück, einschließlich regulatorischer Verlässlichkeit und eines reduzierten Regulierungsaufwands.
- •Die Vereinigten Staaten fördern fast 14 Millionen Barrel Öl pro Tag und bleiben damit weltweit größter Rohölförderer vor Saudi-Arabien und Russland.
- •Die dauerhafte Wiedereinführung der 100-prozentigen Sonderabschreibung erlaubt Unternehmen, die vollen Kosten qualifizierter Investitionen sofort abzusetzen – eine Maßnahme, die Kudlow mit dem KI- und Rechenzentrum-Boom verbindet.
- •Die Produktivität nichtfinanzieller Unternehmen lag in den vergangenen zwei Jahren bei 3,1 Prozent pro Jahr – das beste Ergebnis seit den 1990er-Jahren.
- •Die Indizes des ISM für das Verarbeitende Gewerbe sind seit acht aufeinanderfolgenden Monaten gestiegen, die für den Dienstleistungssektor seit fünfzehn Monaten in Folge – ein Zeichen anhaltender Expansion.

Larry Kudlow greift erneut sein G20-Interview mit Finanzminister Scott Bessent auf und wiederholt seine Ansicht, dass die wirkmächtigste – wenn auch unterberichtete – Nachricht der Gegenwart das Entstehen eines Wirtschaftsbooms ist, der alle Sektoren der Wirtschaft erfasst.
Als Antwort auf Kudlows wachstumsorientierte Sichtweise sagte Bessent: "And as you said, the president's policies have laid the groundwork for this economy. So we have regulatory certainty. The president tasked this administration with cutting the regulatory burden, and that's part of what we're talking about here today."
Kudlow sieht in der regulatorischen Verlässlichkeit einen zentralen Motor des Booms, einschließlich der Energieagenda "drill, baby, drill". Die Vereinigten Staaten fördern derzeit fast 14 Millionen Barrel Öl pro Tag – eine Zahl, die er als außergewöhnlich bezeichnet. Dieses Niveau hält das Land als weltweit größten Rohölförderer, vor Saudi-Arabien und Russland. Er verweist zudem auf Rekordexporte von Erdgas und Flüssigerdgas in die ganze Welt und argumentiert, dass die Politik der Trump-Regierung Amerika zur Energiemetropole des Globus gemacht habe.
Zur Steuerpolitik hebt Kudlow die aus seiner Sicht vielleicht am meisten unterschätzte, aber wirkungsvollste Maßnahme hervor: die dauerhafte Wiedereinführung der 100-prozentigen Sonderabschreibung, die es Unternehmen erlaubt, die vollen Kosten qualifizierter Investitionen sofort im ersten Jahr abzusetzen. Diese Regelung war schrittweise ausgelaufen, nachdem sie das Steuersenkungs- und Beschäftigungsgesetz von 2017 zunächst befristet vorgesehen hatte, weshalb ihre Wiederherstellung ein langjähriges Anliegen der Wirtschaftslobby war. Maschinen, Ausrüstung, Restaurants und Tech-Start-ups qualifizieren sich gleichermaßen, und kleine Unternehmen können mehr Aufwendungen als je zuvor sofort absetzen.
Kudlow argumentiert, dies sei ein gewaltiger Teil des KI-Booms und des Baubooms von Rechenzentren, die – wie früher die Fabriken – enorme neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Verarbeitenden Gewerbe für arbeitende Menschen schaffen, etwa für Schreiner, Schweißer, Elektriker und Klempner. Entgegen den Unkenrufen der Untergangspropheten erzeugen diese Rechenzentren eigenen Strom und eigene Wassersysteme, zahlen mehr Steuern und ermöglichen es Kommunen, unterwegs sogar die Grundsteuer zu senken. Er verweist außerdem auf steuerfreie Trinkgelder, steuerfreie Überstunden sowie rund 300 Milliarden Dollar an individuellen Steuerrückerstattungen in der letzten Steuersaison.
Am selben Tag veröffentlichte neue Zahlen zeigten, dass die Produktivität nichtfinanzieller Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren mit 3,1 Prozent pro Jahr gestiegen ist – eine Leistung, so Kudlow, die seit den 1990er-Jahren ihresgleichen suche. Anhaltendes Produktivitätswachstum in dieser Größenordnung ist wirtschaftlich bedeutsam, da es der wichtigste langfristige Treiber von Lohnsteigerungen und Lebensstandard ist. Derweil sind die Indizes des Institute for Supply Management für das Verarbeitende Gewerbe seit acht aufeinanderfolgenden Monaten und die Indizes für den Dienstleistungssektor seit 15 Monaten in Folge gestiegen – Werte über 50 auf der Diffusionsindex-Skala des ISM signalisieren eine Expansion in diesen Sektoren.
"There is a boom out there, folks", schließt Kudlow, "and that's the story that Secretary Bessent has been telling us. If only the press would listen."