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Iranisches Unternehmen Kamal & Adel betritt den Containerschiffmarkt mit Auftrag an Chinas Chizhou Tianyu Shipbuilding

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kamal & Adel hat Chizhou Tianyu Shipbuilding in Chinas Provinz Anhui mit dem Bau eines 1.700-TEU-Containerschiffs für rund 31,5 Millionen US-Dollar beauftragt, die Lieferung ist für 2028 geplant.
  • Dieser Auftrag stellt den ersten Eintritt des in Teheran ansässigen Unternehmens in das Containerschiff-Segment dar, da sich seine bisherigen Tätigkeiten auf Schlepper und Hafenfahrzeuge konzentrierten.
  • Laut Alphaliner ordnet die Kapazität des Schiffes dieses in das Feeder-Segment ein, das typischerweise regionale und sekundäre Handelsrouten bedient, die kleinere Häfen mit großen Drehkreuzen verbinden.
  • Es wurden keine Einsatz- oder Charterdetails für den Neubau veröffentlicht, und ein möglicher Einsatz auf Routen im Persischen Golf bleibt spekulativ.
  • Der Vertrag zeigt, wie chinesische Werften der zweiten Reihe zunehmend Aufträge für mittelgroße Handelsschiffe gewinnen, die früher möglicherweise an südkoreanische oder japanische Werften gegangen wären.
Iranisches Unternehmen Kamal & Adel betritt den Containerschiffmarkt mit Auftrag an Chinas Chizhou Tianyu Shipbuilding

Das in Teheran ansässige Unternehmen Kamal & Adel hat seinen ersten Neubauauftrag für ein Containerschiff erteilt und damit den Eintritt des Unternehmens in den Boxship-Sektor markiert.

Das iranische Unternehmen hat Chizhou Tianyu Shipbuilding, eine Werft in Chinas Provinz Anhui, mit dem Bau eines einzelnen Schiffes der 1.700-TEU-Klasse beauftragt. Der Vertragspreis wird auf rund 31,5 Millionen US-Dollar beziffert, die Lieferung ist für 2028 geplant. Detaillierte technische Spezifikationen für den Neubau wurden nicht veröffentlicht.

Die Branchenberatung Alphaliner weist darauf hin, dass ein Schiff mit rund 1.700 TEU normalerweise den Abmessungen der Kategorien bangkokmax oder yangonmax entsprechen würde — Größenkategorien, die für Schiffe konzipiert sind, die Häfen mit geringem Tiefgang wie Bangkok und Yangon anlaufen. Schiffe in dieser Kapazitätsklasse fallen in das Feeder-Segment, das regionale und sekundäre Handelsrouten bedient, die kleinere Häfen mit großen Drehkreuzen verbinden. Allerdings stellt Alphaliner auch fest, dass chinesische Werften der zweiten Reihe in diesem Kapazitätsbereich regelmäßig nicht standardisierte Designs gebaut haben. China ist in den letzten Jahren nach Neubauaufträgen die größte Schiffbaunation der Welt gewesen, und seine Werften der zweiten Reihe haben zunehmend Aufträge für mittelgroße Handelsschiffe gewonnen, die früher möglicherweise an südkoreanische oder japanische Werften gegangen wären.

Vor diesem Auftrag hatte Kamal & Adel keine dokumentierte Präsenz im Containerschiff-Segment. Öffentliche Flottenaufzeichnungen zeigen, dass sich die Tätigkeit des Unternehmens auf Schlepper und Hafenfahrzeuge konzentrierte. Mit dem Unternehmen verbundene Schiffe umfassen die Adel 4, Hani 30 und Ocean Charoite. Darüber hinaus führt die malaysische Werft Yong Choo Kui Shipyard den 277-TDW-Schlepper Kamal Darya als Lieferung an Kamal & Adel aus dem Jahr 2015 auf.

Der Neubauauftrag stellt eine bemerkenswerte Diversifizierung für den wenig bekannten iranischen Betreiber dar, der in der Schifffahrtsbranche ein relativ bescheidenes öffentliches Profil gepflegt hat. Irans maritimer Sektor umfasst größere staatlich verbundene Reedereien wie IRISL (Islamic Republic of Iran Shipping Lines), während kleinere private Betreiber wie Kamal & Adel allgemein in Nischensegmenten verblieben sind.

Es wurden keine Einsatz- oder Charterdetails für das 1.700-TEU-Schiff bekannt gegeben. Alphaliner hat vorgeschlagen, dass das Schiff potenziell auf lokalen Handelsrouten im Persischen Golf eingesetzt werden könnte, was jedoch spekulativ bleibt.

Quelle: Splash247