Kalshi und Polymarket distanzieren sich von IRS-Deal unter Prüfung durch Senatsdemokraten
Wichtige Erkenntnisse
- •Kalshi und Polymarket haben im Juli 2026 jeweils geschwärzte schriftliche Antworten an die Senatoren Warren, Wyden und Schumer übermittelt, um ihre Verbindungen zu einer umstrittenen IRS-bezogenen Vereinbarung zu erläutern.
- •Die genauen Mechanismen und Bedingungen des IRS-Deals bleiben unbestätigt, da sowohl die Schreiben der Unternehmen als auch zugehörige Dokumente des Justizministeriums geschwärzt sind.
- •Die Senatsuntersuchung bringt eine IRS-bezogene Compliance-Belastung für Prognosemarkt-Unternehmen mit sich, die normalerweise unter CFTC-Aufsicht und nicht unter bundessteuerlicher Prüfung operieren.
- •Beide Plattformen sahen sich 2026 bereits getrennten regulatorischen Problemen gegenüber, darunter ein vom Bundesgericht gestopptes Minnesota-Verbot und französische Beschränkungen für Polymarket wegen Glücksspiel- und Manipulationsbedenken.
- •Unklar ist weiterhin, ob die Senatoren ungeschwärzte Versionen der Schreiben anfordern oder die Angelegenheit in formelle Kongressanhörungen überführen werden.

Mehrere als Trump-nah beschriebene Unternehmen, darunter die Prognosemarkt-Plattformen Kalshi und Polymarket, haben sich von einer IRS-bezogenen Vereinbarung distanziert, die von Senatsdemokraten hinterfragt wurde, wie aus Korrespondenz hervorgeht, die die Firmen an Gesetzgeber geschickt haben.
Welche Unternehmen sich wehren und wie sie verbunden sind
Der Streit konzentriert sich auf als Trump-nah beschriebene Unternehmen, wobei Kalshi und Polymarket zu den namentlich genannten Firmen gehören, die von Senatsdemokraten geprüft werden, wie CBS News berichtet.
Beide Plattformen antworteten direkt auf die Senatoren Elizabeth Warren, Ron Wyden und Chuck Schumer. Kalshis Antwort ist in einem geschwärzten Schreiben vom 7. Juli 2026 dokumentiert, das vom Büro von Senatorin Warren veröffentlicht wurde.
Polymarket reichte seine eigene schriftliche Antwort ein, die als separates geschwärztes Schreiben an dieselben drei Senatoren veröffentlicht wurde. In diesem Zusammenhang bezieht sich „Distanzierung“ auf die schriftlichen Bemühungen der Unternehmen, ihre Verbindung zu der Vereinbarung zu präzisieren oder zu begrenzen – nicht auf ein Eingeständnis im Zusammenhang damit.
Was über den IRS-Deal bekannt ist
Im Kern geht es um eine IRS-bezogene Vereinbarung, die Senatsdemokraten als Anlass zur Sorge im Zusammenhang mit Trump-nahen Unternehmen bezeichnet haben, laut einem Dokument des US-Justizministeriums, das mit der Angelegenheit verknüpft ist.
Die genauen Bedingungen des Deals sind in den öffentlichen Unterlagen nicht vollständig beschrieben, und sowohl Kalshis als auch Polymarkets Schreiben an die Senatoren sind geschwärzt. Die Mechanik der Vereinbarung sollte daher bis zur Veröffentlichung ungeschwärzter Unterlagen als nicht bestätigt gelten.
Der Zeitverlauf der Distanzierung wurde im Juli 2026 sichtbar, als die Korrespondenz der Unternehmen mit den drei Senatoren vom Büro von Senatorin Warren öffentlich gemacht wurde.
Warum das für Prognosemärkte wichtig ist
Kalshi und Polymarket gehören zu den bekanntesten Namen im Prognosemarkt-Sektor, und beide standen in diesem Jahr bereits unter regulatorischer Beobachtung. Ein Bundesgericht hat kürzlich ein Minnesota-Verbot gestoppt, das beide Plattformen betraf, was zeigt, wie aufmerksam ihre rechtliche Stellung verfolgt wird.
Auch im Ausland stehen die beiden Plattformen unter Beobachtung. Frankreich hat sich dazu entschlossen, Polymarket zu blockieren – wegen Bedenken hinsichtlich Glücksspiel und Marktmanipulation – und hat ISP-Anbieter gesondert angewiesen, den Zugang vor stark frequentierten Wettveranstaltungen einzuschränken.
Die IRS-Dimension unterscheidet sich von dem regulatorischen Rahmen, in dem sich diese Plattformen üblicherweise bewegen. Kalshi operiert als CFTC-regulierte Börse, während Polymarket sich zuvor mit der CFTC wegen des Angebots nicht registrierter Binary Options geeinigt hat. Eine Kongressuntersuchung zu bundessteuerlichen Fragen führt eine andere Compliance-Achse ein – eine, die die IRS betrifft, statt der Rohstoff- und Derivateaufsicht, mit der diese Firmen vertrauter sind.
Die Verknüpfung mit einer umstrittenen bundessteuerlichen Angelegenheit fügt diesem Verlauf eine Compliance-Dimension hinzu. Für Zielgruppen aus dem Prognosemarkt und dem Krypto-Umfeld zeigen die Schreiben, wie diese Unternehmen politische und regulatorische Risiken managen, wenn ihre Namen in einer Kongressuntersuchung auftauchen. Beobachten wird sich, ob die Büros der Senatoren auf ungeschwärzte Versionen der Schreiben drängen oder die Angelegenheit in formelle Anhörungen überführen – und ob weitere Prognosemarkt-Unternehmen künftig ähnliche Aufsichtsanforderungen erhalten.
Bestätigt ist bislang nur Folgendes: Die Unternehmen haben schriftlich geantwortet, die Schreiben sind öffentlich, und der zugrunde liegende Deal ist weiterhin geschwärzt. Weitergehende Schlussfolgerungen hängen von Unterlagen ab, die noch nicht offengelegt wurden.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und Digital-Asset-Märkte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Treffen Sie vor Entscheidungen stets Ihre eigenen Recherchen.