K Line kehrt mit Drei-Schiffe-Auftrag in den VLCC-Neubau-Markt zurück
Wichtige Erkenntnisse
- •K Line hat bei Nihon Shipyard drei VLCCs mit je 311.000 dwt bestellt.
- •Die Auslieferungen sollen ab 2029 beginnen; Preis und Antriebsart wurden nicht bekannt gegeben.
- •Die Schiffe werden 339,5 Meter lang und 60 Meter breit sein und als Malaccamax-Schiffe für Rohölrouten zwischen dem Nahen Osten und Asien ausgelegt.
- •K Line erklärte, die Neubauten würden treibstoffeffizient sein und zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 passen.
- •Per Juni 2025 verfügte K Line über sechs VLCCs mit insgesamt rund 1,84 Millionen dwt, die alle durch Ladungsverträge abgesichert waren.

Der japanische Schifffahrtskonzern Kawasaki Kisen Kaisha (K Line) ist mit einem Auftrag über drei Schiffe mit je 311.000 dwt bei dem heimischen Werftenbauer Nihon Shipyard in den VLCC-Neubau-Markt zurückgekehrt.
Das Unternehmen bestätigte die Verträge am Freitag. Die Auslieferungen sind ab 2029 vorgesehen, während Preis- und Antriebsdetails nicht offengelegt wurden. Damit bleibt offen, ob die Konstruktion für konventionellen Treibstoff mit Nachrüstoption oder für eine alternative Kraftstofflösung ausgelegt wird — eine Entscheidung, vor der heute die meisten Reeder beim Abschluss von Tankerbestellungen stehen. Der Auslieferungshorizont ab 2029 zeigt zudem, wie weit im Voraus die Bauplätze bei großen Werften inzwischen vergeben sind. Nihon Shipyard ist das 2021 gegründete gemeinsame Vertriebs- und Konstruktionsunternehmen von Imabari Shipbuilding und Japan Marine United, geschaffen, um japanischen Werften mehr Größe im Wettbewerb mit chinesischen und südkoreanischen Konkurrenten zu verschaffen.
Die neuen Schiffe werden 339,5 m lang und 60 m breit sein und nach einem Malaccamax-Design gebaut — einer Größe, die auf die Passage des Malakka-Straßes optimiert ist — für Rohöltransporte zwischen dem Nahen Osten und Asien. K Line bezeichnete das Trio als Schiffe der nächsten Generation mit hohem Treibstoffwirkungsgrad. Diese Route ist das Kernstück des seegestützten Rohölmarkts: VLCCs dieser Klasse transportieren typischerweise rund zwei Millionen Barrel pro Reise, und die Straße von Malakka ist die wichtigste Verbindung zwischen Ladestellen im Indischen Ozean und Raffinerien in Ostasien. Treibstoffeffizienz hat auch eine regulatorische Dimension, da die IMO-Anforderungen zur Kohlenstoffintensität seit 2023 für Schiffe gelten und K Line im Rahmen seiner Environmental Vision bis 2050 Klimaneutralität anstrebt.
Der Auftrag ist ein neuer Schritt zur Flottenerneuerung in einem Segment, in dem K Line eine vergleichsweise kompakte Flotte betreibt. Das jüngste Factbook wies per Juni 2025 sechs VLCCs mit insgesamt rund 1,84 Mio. dwt aus, wobei alle sechs durch Ladungsverträge abgesichert waren.
Die letzte vergleichbare öffentlich gemeldete VLCC-Investition von K Line liegt ein Jahrzehnt zurück. 2016 bestellte die japanische Gruppe drei VLCCs mit jeweils mehr als 310.000 dwt bei Kawasaki Heavy Industries und Namura Shipbuilding zur Auslieferung in den Jahren 2017 und 2018 als Teil einer umfassenderen Tanker-Flottenerneuerung.