Johnson-&-Johnson-Aktien steigen nach FDA-Zulassung der MONARCH-QUEST-3-Erweiterung
Wichtige Erkenntnisse
- •Die FDA hat MONARCH QUEST 3, dem neuesten Software-Update für die robotische Bronchoskopie-Plattform MONARCH von Johnson & Johnson, eine 510(k)-Zulassung erteilt; die Aktien des Unternehmens legten um 0,46 % auf 261,55 US-Dollar zu.
- •Das Update ergänzt eine KI-gestützte Knotensegmentierung, verbesserte Navigationssoftware und ein dreidimensionales Compass-Overlay, die die präoperative Planung und die Orientierung in komplexen Bronchoskopie-Fällen stärken sollen.
- •Johnson & Johnson hat die Kompatibilität mit weit verbreiteten festen und mobilen Cone-Beam-CT-Systemen erweitert, sodass Krankenhäuser die Plattform an die bestehende Bildgebungsinfrastruktur anbinden können, statt separate Systeme zu nutzen.
- •Die Software unterstützt eine kontinuierliche Registrierung und ein Echtzeit-Tracking der Bronchoskopspitze, was Ärzten hilft, die Navigationsgenauigkeit aufrechtzuerhalten, wenn sich die Anatomie des Patienten während des Eingriffs verändert.
- •Das Update ist in Polyphonic, das offene digitale Ökosystem von Johnson & Johnson, integriert und ermöglicht es klinischen Teams, Eingriffszahlen zu überprüfen und eine zentrale Videobibliothek für Schulungen und Eingriffsnachbereitungen zu nutzen.

Die Aktien von Johnson & Johnson legten um 0,46 % auf 261,55 US-Dollar zu, nachdem das Unternehmen von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA die 510(k)-Zulassung für MONARCH QUEST 3 erhalten hatte. Die Zulassung erweitert die robotergestützte Bronchoskopietechnologie von Johnson & Johnson um neue Werkzeuge für Planung, Navigation und Zielführung. Zugleich stellt sie ein weiteres Update für eine Plattform dar, die für fortgeschrittene lungendiagnostische Eingriffe entwickelt wird, bei denen Genauigkeit und Unterstützung des Arbeitsablaufs in komplexen Fällen eine Rolle spielen können.
MONARCH QUEST 3 ist das jüngste Software-Update für die MONARCH-Plattform von Johnson & Johnson. Das Unternehmen erklärte, das Release sei darauf ausgelegt, die Kontrolle der Kliniker während komplexer Bronchoskopie-Eingriffe zu verbessern, und baue auf Verbesserungen auf, die in den vergangenen 18 Monaten auf der gesamten Plattform eingeführt wurden.
Die MONARCH-Plattform bietet flexible robotische Unterstützung bei der Bronchoskopie und ermöglicht eine direkte Visualisierung während des Eingriffs. Die Technologie hilft Ärzten, sich in den Atemwegen zu navigieren und Zielbereiche für diagnostische Biopsien zu erreichen. Das System berücksichtigt zudem Abweichungen zwischen präoperativen CT-Aufnahmen und der sich verändernden Anatomie des Patienten – eine praktische Herausforderung bei Eingriffen, bei denen sich das Ziel relativ zur auf Scans basierenden Planung verschieben kann.
MONARCH QUEST 3 stärkt die Planung durch eine KI-gestützte Segmentierung von Lungenknoten und verbesserte Navigationssoftware. Das Update ergänzt zudem ein dreidimensionales Compass-Overlay für eine klarere Orientierung während des Eingriffs. Darüber hinaus erweiterte Johnson & Johnson die Kompatibilität mit gängigen festen und mobilen Cone-Beam-CT-Bildgebungssystemen (CBCT).
Die neue Software erstellt bei der präoperativen Planung mit nur geringem manuellen Aufwand des Klinikpersonals automatisch detaillierte Knotengrenzen. Das Unternehmen erklärte, diese Funktion solle eine präzisere Zielführung unterstützen, bevor die Ärzte mit der Navigation beginnen. Verbesserte Registrierungswerkzeuge sollen außerdem helfen, die Navigationsgenauigkeit aufrechtzuerhalten, wenn sich die Anatomie während der Bronchoskopie verändert.
Johnson & Johnson teilte mit, dass MONARCH QUEST 3 eine kontinuierliche Registrierung und ein Echtzeit-Tracking der Bronchoskopspitze unterstützt. Diese Funktionen sollen Ärzten helfen, die Position des Bronchoskops relativ zur Anatomie des Patienten besser zu erfassen. Laut dem Unternehmen können die Werkzeuge den Klinikern bei der Annäherung an schwer zugängliche Lungenknoten eine größere Kontrolle über den Eingriff geben.
Die breitere Bildgebungskompatibilität ermöglicht es Krankenhäusern, die Plattform an die vorhandene Cone-Beam-CT-Infrastruktur anzubinden. Johnson & Johnson erklärte, dies könne die Abhängigkeit von separaten Bildgebungssystemen bei fortgeschrittenen Bronchoskopie-Eingriffen verringern. Zudem hilft es den Klinikern, Abweichungen zwischen CT-Aufnahme und Körper zu handhaben und zugleich die Lage des anvisierten Lungengewebes zu bestätigen – ein zentraler Aspekt von Planung und Verifikation des Eingriffs in diesem Bereich.
Johnson & Johnson hat das Update in Polyphonic integriert, sein offenes digitales Ökosystem für das Management von Eingriffsdaten. Polyphonic ermöglicht es klinischen Teams, Eingriffszahlen zu überprüfen und aufgezeichnete MONARCH-Fälle zu organisieren. Die Teams können außerdem die zentrale Videobibliothek nutzen, um Schulungen und Eingriffsnachbereitungen zu unterstützen.
Das Unternehmen hat MONARCH als softwarebasiertes robotisches System entwickelt, das fortlaufende Hardware- und Softwareverbesserungen erhalten kann. Johnson & Johnson erklärte, dieser Ansatz ermögliche regelmäßige Updates, ohne dass eine völlig neue Bronchoskopie-Plattform erforderlich sei. MONARCH QUEST 3 erweitert somit eine bestehende Technologiebasis, anstatt das aktuelle System zu ersetzen.
Das MONARCH-Bronchoskop bleibt für die bronchoskopische Visualisierung und den Zugang bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen an den Atemwegen zugelassen. Eine Bronchoskopie ist mit Risiken verbunden, darunter Infektionen, Blutungen, respiratorische Komplikationen und Lungenkollaps. Johnson & Johnson baut MONARCH weiter aus und bleibt dabei auf eine frühere und präzisere Lungendiagnostik fokussiert.