NachrichtenAktienJohnson & Johnson stimmt Zahlung von 5,5 Milliarden US-Dollar zur Beilegung von Talc-Klagen zu

Johnson & Johnson stimmt Zahlung von 5,5 Milliarden US-Dollar zur Beilegung von Talc-Klagen zu

Autor: Fox Business Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die vorgeschlagene Einigung beläuft sich auf schätzungsweise 5,5 Milliarden US-Dollar und umfasst etwa 76.000 mit Talk verbundene Eierstockkrebs-Ansprüche.
  • Die Vereinbarung umfasst Fälle vor einem Bundesgericht in New Jersey sowie damit verbundene staatliche Verfahren und würde nahezu alle verbleibenden Ansprüche gegen J&J beilegen.
  • Der Deal muss von 95% der Klägerinnen mit Eierstockkrebs genehmigt werden, bevor er endgültig werden kann.
  • J&J wies eine Haftung zurück und erklärte seit Langem, seine Talkprodukte seien sicher gewesen und hätten keinen Krebs verursacht.
  • Die Einigung gilt nur für bestehende Ansprüche; J&J erwartet Zahlungen von 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 und weitere Beträge im Jahr 2028.
Johnson & Johnson stimmt Zahlung von 5,5 Milliarden US-Dollar zur Beilegung von Talc-Klagen zu

Johnson & Johnson (J&J) teilte am Montag mit, dass das Unternehmen eine Einigung erzielt habe, wonach es schätzungsweise 5,5 Milliarden US-Dollar zahlen würde, um Zehntausende von Klagen beizulegen, in denen behauptet wird, dass sein Baby-Puder und andere Talkprodukte Eierstockkrebs verursacht hätten. Damit könnte ein jahrelanger Rechtsstreit über dieses Thema zu Ende gehen.

Das Unternehmen sagte, die vorgeschlagene Einigung würde etwa 76.000 Ansprüche abdecken, darunter Fälle, die vor einem Bundesgericht in New Jersey zusammengefasst wurden, sowie damit verbundene Verfahren vor staatlichen Gerichten, und würde nahezu alle ausstehenden Ansprüche gegen J&J beilegen.

J&J hat bereits die meisten Fälle beigelegt, in denen behauptet wurde, seine Talkprodukte hätten Asbest enthalten und Mesotheliom verursacht.

Anwälte der Kläger bestätigten die Vereinbarung am Montag und bezeichneten sie nach einem zehn Jahre langen Gerichtsverfahren als gute Lösung. Die Vereinbarung muss von 95% der Klägerinnen mit Eierstockkrebs vor staatlichen oder bundesstaatlichen Gerichten angenommen werden, bevor sie endgültig werden kann.

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J&J wies in seiner Mitteilung zur Einigung ein Fehlverhalten zurück und erklärte, die Klägerinnen hätten ihre Behauptungen, die Talkprodukte hätten Krebs verursacht, nicht belegen können, und die Einigung diene dazu, den Rechtsstreit effizient zu beenden.

"Während wir zuversichtlich sind, dass das Unternehmen letztlich mit weiterem Prozessgeschehen obsiegt hätte, wie es dies bei der überwiegenden Mehrheit der bislang verhandelten Fälle getan hat, ermöglicht diese Lösung dem Unternehmen, diese Angelegenheit hinter sich zu lassen und sich weiterhin auf seine Mission zu konzentrieren, Medikamente und Geräte zu entwickeln, die Leben retten", sagte Erik Haas, weltweiter Vizepräsident für Rechtsstreitigkeiten bei Johnson & Johnson.

Das Unternehmen erwartet, 2027 3 Milliarden US-Dollar auszuzahlen und 2028 weitere Zahlungen zu leisten, wobei der Betrag je nach Zahl der teilnehmenden Anspruchsteller steigen könnte.

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Chris Seeger, ein Anwalt, der etwa 2.500 Mandanten mit Talk-Ansprüchen vertritt und bei den Verhandlungen über die Einigung geholfen hat, sagte, J&J könnte letztlich 7 Milliarden US-Dollar oder mehr zahlen, da die Vereinbarung keine Obergrenze für die Gesamtauszahlung vorsehe, sondern für qualifizierte Ansprüche auf Eierstockkrebs konkrete Werte festlege.

Seeger sagte Reuters in einem Interview, die Klägerinnen hätten "eine faire Einigung erhalten, und unsere Mandanten werden damit zufrieden sein".

Die Einigung folgt auf eine Reihe von Gerichtserfolgen für J&J, darunter Siege in Einzelverfahren, Bemühungen, Anwälte der Klägerinnen auszuschließen, und Entscheidungen gegen von den Klägerinnen eingesetzte Sachverständige. Das Unternehmen erzielte vergangene Woche zudem eine bedeutende gerichtliche Entscheidung, als ein Bundesrichter Zweifel daran äußerte, dass einzelne Klägerinnen nachweisen könnten, dass Talk speziell ihren Eierstockkrebs verursacht habe.

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J&J hat seit Langem bestritten, dass seine Talkprodukte Krebs verursacht hätten, und erklärt, die Produkte seien sicher gewesen und hätten kein Asbest enthalten. Das Unternehmen stellte den Verkauf von Talk-basiertem Baby-Puder in den USA im Jahr 2020 ein und wechselte zu einem auf Maisstärke basierenden Produkt.

Das Unternehmen versuchte außerdem, den Rechtsstreit über eine Strategie zu beenden, bei der Tochtergesellschaften von Hüllenfirmen Insolvenz anmeldeten, doch dieser Versuch blieb erfolglos.

Bei Talk-Verfahren verzeichnete das Unternehmen gemischte Ergebnisse: Es gewann einige Fälle vollständig und reduzierte Urteile in der Berufung, wurde jedoch auch mit einem milliardenschweren Urteil in einem von 22 Frauen angestrengten Fall belegt.

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Die neue Einigung gilt nur für bestehende Ansprüche und erfasst keine künftigen Klagen. Der Ausschluss künftiger Ansprüche machte mehr Geld für derzeitige Klägerinnen verfügbar und beschleunigte zudem die Zahlungen, sodass alle Ansprüche innerhalb von 18 Monaten und nicht über mehr als ein Jahrzehnt verteilt ausgezahlt werden, sagte Seeger.

Reuters hat zu diesem Bericht beigetragen.