Itochu übernimmt Beteiligung an Indiens erstem unabhängigen Ammoniak-Lagerterminal im Hafen Pipavav
Wichtige Erkenntnisse
- •Itochu hat durch den Kauf eines Teils der Anteile an Aegis Terminal von Aegis Vopak Terminals in das Ammoniak-Lagerterminal im Hafen Pipavav investiert.
- •Das Terminal wurde am 10. August betriebsbereit und ist Indiens erstes unabhängiges Ammoniak-Lagerterminal.
- •Die Anlage umfasst einen Ammoniak-Lagertank mit 36.000 Tonnen Fassungsvermögen sowie Anlagen zur Frachtverladung, Pipelines und Lade- und Entladeinfrastruktur für Lkw.
- •Indien ist einer der weltweit größten Verbraucher von Ammoniak-basierten Düngemitteln und importiert einen erheblichen Teil seines Ammoniakbedarfs.
- •Itochu erwartet eine wachsende Nachfrage nach Ammoniak in Anwendungen der sauberen Energie, unter anderem als Kraftstoff und Wasserstoffträger, im Einklang mit Japans Dekarbonisierungsstrategie.

Der japanische Handelskonzern Itochu hat in ein Ammoniak-Lagerterminal im Hafen Pipavav im indischen Bundesstaat Gujarat investiert.
Die Investition erfolgte durch den Erwerb eines Teils der Anteile an Aegis Terminal von Aegis Vopak Terminals, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilte.
Das Terminal wurde am 10. August betriebsbereit und ist Indiens erstes unabhängiges Ammoniak-Lagerterminal. Die Anlage umfasst einen Ammoniak-Lagertank mit einem Fassungsvermögen von 36.000 Tonnen sowie Einrichtungen zur Frachtverladung, Pipelines und eine Lade- und Entladeinfrastruktur für Lkw.
Indien ist einer der weltweit größten Verbraucher von Ammoniak-basierten Düngemitteln, und das Land importiert einen erheblichen Teil des in der Düngemittelindustrie eingesetzten Ammoniaks. Unabhängige Lagerinfrastruktur dieser Art ermöglicht es Importeuren und Händlern, größere Frachtmengen anzunehmen und die Versorgung flexibler zu steuern, anstatt ausschließlich von an Hersteller gebundenen Einrichtungen abhängig zu sein. Der Hafen Pipavav an der Westküste Gujarats ist einer der Häfen, die das westliche industrielle und landwirtschaftliche Hinterland Indiens bedienen.
„Neben den traditionellen Anwendungen in der Düngemittel- und Industriechemie wird für Ammoniak auch eine wachsende Nachfrage in Anwendungen der sauberen Energie erwartet, unter anderem als Kraftstoff und Wasserstoffträger“, so Itochu. Die Investition passt zu einem umfassenderen Muster der Positionierung japanischer Handelshäuser in Ammoniak-Lieferketten, da Japan im Rahmen seiner Dekarbonisierungsstrategie die Mitverbrennung von Ammoniak in der Stromerzeugung sowie Ammoniak als Schiffskraftstoff erprobt.
Quelle: Ship & Bunker