FX-Optionsverfälle am 31. August, 10 Uhr New Yorker Cut
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein großer Optionsverfall für EUR/USD beim Strike 1.1600 könnte den Kurs bis zum Ablaufen der Kontrakte nahe diesem Niveau halten.
- •Der Dollar erstarkte nach den hawkish Äußerungen von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole und drückte EUR/USD zurück in Richtung seines 100-Tage-Durchschnitts bei 1.1570.
- •Die Fed-Zinswahrscheinlichkeiten für September liegen inzwischen nahe an einem Münzwurf – eine Verschiebung gegenüber den Erwartungen des Frühsommers auf eine unmittelbare Senkung, die Volatilität über die Major-Paare verursacht hat.
- •Monatsendeflüsse könnten später am Tag für unruhige Handelsbedingungen sorgen.
- •Ein USD/JPY-Verfall bei 159.65 dürfte kaum ins Gewicht fallen, da das Interventionsrisiko dominiert, während das Paar wieder in Richtung 160 steigt – ein Bereich, in dem japanische Behörden zuvor vor einseitigen Yen-Bewegungen gewarnt haben.

Nur wenige Optionsverfälle stechen an diesem Tag hervor, wie unten fett hervorgehoben.
Der erste betrifft EUR/USD auf dem Niveau von 1.1600. Derartig große Verfälle können mitunter wie ein Magnet auf den Kurs wirken, da Dealer, die ihre Optionsbücher nahe dem Strike absichern, den Spot bis zum Verfall der Kontrakte um dieses Niveau halten können. Der Dollar erholte sich am Freitag nach der eher hawkish Botschaft von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole, und dies prägt weitgehend den Ton für die Major-Währungen zum Wochenauftakt.
Im Fall von EUR/USD bringt der Rückgang das Paar wieder nahe an seinen 100-Tage-Durchschnitt bei 1.1570 heran, der in der kommenden Sitzung eher als Boden für die Kursentwicklung dienen sollte. Die oben genannten Verfälle könnten eine Rolle dabei spielen, Kursgewinne zu begrenzen, zumal im späteren europäischen Handel wenig andere Anhaltspunkte zur Verfügung stehen.
Solange der Dollar keine weitere Dynamik findet, werden die genannten Niveaus EUR/USD vor dem Ablaufen der Optionen wahrscheinlich im Zaum halten. Gleichwohl bleibt die Dollar-Stimmung der wichtigste Treiber überhaupt, wobei die Wahrscheinlichkeiten für einen Fed-Schritt im September inzwischen nahe an einem Münzwurf liegen. Das markiert eine Verschiebung gegenüber dem früheren Sommer, als die Märkte deutlich stärker auf eine unmittelbare Zinssenkung gesetzt hatten, und die Neubewertung dieser Erwartungen war eine wiederkehrende Quelle für Volatilität über die Major-Paare hinweg.
Hüten sollten sich Trader zudem vor Monatsendeflüssen, die auftreten und den Handel im Tagesverlauf etwas unruhig machen könnten. Von früher: Achtung: Monatsendeflüsse könnten im Tagesverlauf eine Rolle spielen
Außerdem gibt es einen Verfall für USD/JPY auf dem Niveau von 159.65. Wie jedoch bereits häufig festgestellt, dürften Verfälle für dieses Währungspaar unter den aktuellen Umständen kaum Einfluss haben.
Das Interventionsrisiko ist derzeit der dominierende Faktor. Da USD/JPY wieder in Richtung 160 steigt, bewegt sich das Paar erneut an der Grenze zu einem Belastungstest für die Behörden in Tokio und Washington. Die japanischen Behörden haben bei früheren Notierungen in diesen Regionen wiederholt vor einseitigen Yen-Bewegungen gewarnt, und diese Geschichte prägt derzeit, wie Trader den Bereich um 160 angehen. Das bleibt die wichtigste Überlegung für die Kursentwicklung von USD/JPY – mehr noch als alles andere.
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