DCE-Eisenerz-Futures geben leicht nach, Qingdao-Spotpreise fallen
Wichtige Erkenntnisse
- •Der am stärksten gehandelte DCE-I2609-Eisenerz-Futures-Kontrakt schloss am 24. Juli 2026 bei 746 Yuan pro Metrischer Tonne, was einem Rückgang von 0,13 % gegenüber der vorherigen Sitzung entspricht.
- •Die gesamten Eisenerzbestände an den wichtigsten chinesischen Häfen erreichten 144,92 Millionen Metrische Tonnen und sanken um 210.000 Metrische Tonnen im Monatsvergleich, während sich das Entlagerungstempo verlangsamte.
- •Die durchschnittliche tägliche Hafenabholmenge fiel um 15.000 Metrische Tonnen auf 3,205 Millionen Metrische Tonnen, was die schwache Nachfrage von Stahlwerken und nachgelagerten Abnehmern widerspiegelt.
- •Bevorstehende umweltschutzbedingte Produktionsbeschränkungen in Tangshan werden voraussichtlich die Roheisenausbringung weiter reduzieren und die Eisenerzpreise unter Druck halten.
- •Marktteilnehmer wurden angewiesen, die für die Folgewoche geplante Politbüro-Sitzung auf mögliche positive politische Signale zu beobachten, die die Marktsentiment für Eisenerz beeinflussen könnten.

Die DCE-Eisenerz-Futures handelten am 24. Juli 2026 in einer verhaltenen Spanne, während die Spotpreise am Hafen von Qingdao angesichts schwacher Handelsbedingungen auf dem chinesischen Eisen- und Stahlmarkt nachgaben. Der Kontrakt der Dalian Commodity Exchange ist ein eng beobachteter Benchmark für Chinas Nachfrage nach Seetransport-Eisenerz, während die Qingdao-Port-Spotpreise allgemein als Maßstab für kurzfristige physische Marktbedingungen dienen.
Der am stärksten gehandelte DCE-I2609-Eisenerz-Futures-Kontrakt schloss bei 746 Yuan pro Metrischer Tonne, was einem Rückgang von 0,13 % entspricht. Die Spotpreise am Hafen von Qingdao fielen im Vergleich zum vorherigen Handelstag um etwa 2–3 Yuan pro Metrischer Tonne.
Die Marktaktivität der Händler wurde als moderat beschrieben, während die Anfragen der Stahlwerke verhältnismäßig begrenzt blieben. Die allgemeine Spot-Handelsatmosphäre war verhalten, was darauf hindeutet, dass die Werke ihre Rohstoffbestände trotz der weicheren Hafenpreise nicht aggressiv auffüllten.
Laut SMM-Statistiken, die von Metals Market Index (MMI) zitiert wurden, beliefen sich die gesamten Eisenerzbestände an den wichtigsten Häfen in ganz China auf 144,92 Millionen Metrische Tonnen – ein Rückgang von 210.000 Metrischen Tonnen im Monatsvergleich –, wobei die Gesamtbestände weiter abgebaut wurden.
Im selben Zeitraum ging die durchschnittliche tägliche Hafenabholmenge um 15.000 Metrische Tonnen auf 3,205 Millionen Metrische Tonnen zurück. Trotz eines starken Rückgangs der Hafeneingänge verlangsamte sich das Tempo des Eisenerz-Bestandsabbaus, was die aktuell schwache Nachfrage nach Eisenerz widerspiegelt. Die Hafenabholmengen sind ein wichtiger Indikator, da sie zeigen, wie schnell Stahlwerke und nachgelagerte Abnehmer Material aus den Hafenlagern abrufen.
Mit Blick auf die Folgeweek erklärte MMI, dass eine neue Runde umweltschutzbedingter Produktionsbeschränkungen in Tangshan den Rückgang der Roheisenausbringung ausweiten könnte. Tangshan ist eines der wichtigsten chinesischen Zentren der Stahlherstellung, und die Roheisenausbringung ist eng mit der Aktivität der Hochöfen und dem Eisenerzverbrauch verbunden. Es wird erwartet, dass die Eisenerzpreise kurzfristig unter Druck bleiben, während Marktteilnehmer angewiesen wurden, auf mögliche positive politische Signale von der für die Folgewoche geplanten Politbüro-Sitzung zu achten.
Quelle: Metals Market Index (MMI)