NachrichtenRohstoffe & ForexCFTC verlängert Kommentarfrist bis zum 26. August für Vorschlag zu 24/7-Futures- und Energie-Perpetual-Kontrakten

CFTC verlängert Kommentarfrist bis zum 26. August für Vorschlag zu 24/7-Futures- und Energie-Perpetual-Kontrakten

Autor: LiveBitcoinNews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die CFTC hat die Kommentarfrist für die vorgeschlagene Energie-Derivate-Regelung bis zum 26. August 2026 verlängert.
  • Der Vorschlag betrifft durchgehenden Handel für Standard-Futures-Kontrakte sowie Perpetual-Kontrakte, die auf physisch gelieferte oder lagerfähige Energie-Rohstoffe Bezug nehmen.
  • Die Behörde hat nach Gesprächen mit Branchenbeteiligten neue Fragen hinzugefügt, um die weitere Due-Diligence-Prüfung zu unterstützen.
  • Standard-Futures würden ihre festen Verfallstage behalten, doch der 24/7-Handel könnte sich auf Abwicklung, Lieferung, Margen, Liquidität und Betrieb auswirken.
  • CFTC-Vorsitzender Mike Selig erklärte zuvor, dass ein öffentliches Auskunftsersuchen aus dem April 2025 sowohl Perpetual-Kontrakte als auch den 24/7-Handel abdeckte.
CFTC verlängert Kommentarfrist bis zum 26. August für Vorschlag zu 24/7-Futures- und Energie-Perpetual-Kontrakten

Die Commodity Futures Trading Commission hat die öffentliche Kommentarfrist für ihre geplante Regelung zum 24/7-Futures-Handel und zu Perpetual-Kontrakten im Zusammenhang mit Energie-Rohstoffen verlängert. Die neue Frist ist der 26. August 2026 und gewährt Marktteilnehmenden 30 zusätzliche Tage für ihre Stellungnahmen.

Die Kommentierenden hatten um mehr Zeit gebeten, und die CFTC hat dem ursprünglichen Auskunftsersuchen nach umfangreichen Gesprächen mit Branchenbeteiligten mehrere neue Fragen hinzugefügt. Als US-Aufsichtsbehörde für Derivate ist die Prüfung durch die CFTC von Bedeutung für Börsen, Clearing-Unternehmen, Energiefirmen und Handelsplattformen, die auf Vertragsregelungen für Marktzugang, Risikomanagement, Abwicklungs- und Lieferprozesse angewiesen sind.

Gegenstand des Vorschlags

Der vorgeschlagene Regelentwurf befasst sich mit zwei voneinander getrennten, aber miteinander verbundenen Themen in den Energie-Derivatemärkten.

Das erste betrifft Standard-Futures-Kontrakte, die auf einen durchgehenden Handel rund um die Uhr umgestellt werden sollen. Während diese Kontrakte ihre festen Verfallstage behalten würden, könnten sich die Liefer- und Abwicklungsbedingungen im Rahmen der neuen Struktur erheblich verändern. Bei physisch gelieferten oder lagerfähigen Energie-Rohstoffen können Änderungen der Handelszeiten praktische Fragen zu Margen, Liquidität, operativer Bereitschaft und dem Umgang mit Vertragsverpflichtungen außerhalb traditioneller Marktzeiten aufwerfen.

Das zweite Thema betrifft Perpetual-Kontrakte. Konkret prüft die CFTC Perpetuals, die auf physisch gelieferte oder lagerfähige Energie-Rohstoffe Bezug nehmen. Im Gegensatz zu Standard-Futures haben Perpetual-Kontrakte kein Verfallsdatum – eine Besonderheit, die einen Großteil der Debatte um den Vorschlag geprägt hat.

@CFTC Extends Public Comment Period on Proposed Rule on the Extension of Standard Futures Contracts to 24/7 Trading and on Perpetual Contracts Referencing Physically Delivered or Storable Energy Commodities: — CFTC (@CFTC) July 23, 2026

Neue Fragen nach Branchendialog hinzugefügt

Vor der Verlängerung der Frist führte die Kommission umfangreiche Gespräche mit Branchenbeteiligten. Diese Diskussionen veranlassten die Aufsichtsbehörde, dem ursprünglichen Auskunftsersuchen neue Fragen hinzuzufügen. Die CFTC erklärte, dass dieser Schritt der Behörde helfen soll, die Sachverhalte vollständig zu verstehen und eine ordnungsgemäße Due-Diligence-Prüfung durchzuführen, bevor sie weiter vorgeht.

Das ursprüngliche Auskunftsersuchen wies bereits eine breite Themenstellung auf. Die 30-tägige Verlängerung gibt Energieunternehmen, Börsen und Handelsplattformen zusätzlichen Raum, sich vor der Frist am 26. August zu äußern. Öffentliche Kommentarfristen sind ein Kernbestandteil der US-Regelsetzung und ermöglichen betroffenen Marktteilnehmenden, technisches, rechtliches und operatives Feedback einzureichen, bevor die Aufsichtsbehörden entscheiden, ob und wie ein Vorschlag finalisiert wird.

Vorsitzender der CFTC wandte sich gegen Kritik an Perpetual-Kontrakten

CFTC-Vorsitzender Mike Selig hatte bereits mehrere Missverständnisse zu Perpetual-Futures-Kontrakten angesprochen, wie ein Juni-Bericht von LiveBitcoinNews darlegt. Er wies Behauptungen zu Vertragsrecht, Hebelgrenzen und Funding-Rate-Kosten zurück.

Eine Kritik richtete sich gegen die öffentliche Beteiligung. Kritiker argumentierten, die CFTC habe der Branche keine Möglichkeit gegeben, sich vor einer Genehmigung zur Struktur der Perpetual-Kontrakte zu äußern. Selig widersprach dem direkt und verwies auf ein öffentliches Auskunftsersuchen der Behörde aus dem April 2025, das sowohl Perpetual-Kontrakte als auch den 24/7-Handel abdeckte – derselbe Vorschlag, dessen Kommentarfrist nun verlängert wird.

Dieses Auskunftsersuchen vom April 2025 bildet das Fundament der derzeit geprüften Regelung. Die verlängerte Frist baut auf diesem früheren öffentlichen Beteiligungsprozess auf und gibt der Branche zusätzliche Zeit, auf die Fragen der Kommission zu beiden Themen zu antworten.

Energiemarkt-Teilnehmende, Börsen und sonstige Stakeholder haben nun bis zum 26. August 2026 Zeit, ihre Beiträge einzureichen, bevor die CFTC eine endgültige Regelung anstrebt.