IBIA: Allein das Vorhandensein von Schieferöl im Bunkerfuel ist kein Beweis für Qualitätsmängel
Wichtige Erkenntnisse
- •IBIA sagte, die vorliegenden Erkenntnisse belegten keinen direkten Zusammenhang zwischen Schieferölverbindungen und den gemeldeten betrieblichen Problemen bei Bunkerfuel.
- •FOBAS und VPS hatten in Singapur gelieferte Schiffskraftstoffe mit erhöhten Schieferölkomponenten identifiziert.
- •VPS sagte, dass keine Schiffe, die diese Kraftstoffe verwendeten, Probleme gemeldet hätten, warnte jedoch vor möglichen verzögerten Auswirkungen im Zusammenhang mit Stabilität und Zusammensetzung des Kraftstoffs.
- •IBIA sagte, aus Schieferöl gewonnene Kohlenwasserstoffe seien nach ISO 8217 zulässig und seien für sich genommen kein Beweis für schlechte Qualität oder Nichtkonformität.
- •Der Verband forderte mehr Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung und weitere technische Untersuchungen entlang der Lieferkette für Schiffskraftstoffe.

Der Branchenverband IBIA hat auf jüngste Bedenken zur Qualität von Bunkerfuel reagiert und erklärt, die derzeitigen Erkenntnisse ließen keinen Zusammenhang zwischen Schieferölverbindungen und den gemeldeten betrieblichen Problemen erkennen.
IBIA erklärte in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme, man sei über Berichte informiert, die betriebliche Probleme bei bestimmten Rückstandsbunkerölen hervorheben, und die Technical Working Group habe die verfügbaren Informationen geprüft. In einer Branche, in der Kraftstoff mehrfach den Eigentümer wechseln und in verschiedenen Lieferstufen vermischt werden kann, solle der Fokus nach Ansicht des Verbands auf überprüften Kraftstoffeigenschaften und den Anforderungen des geltenden Standards liegen.
"While these reports raise legitimate questions that warrant further investigation, the available evidence does not establish a direct causal relationship between the presence of these compounds and the operational issues reported," said the association.
Der Testdienst FOBAS von Lloyd's Register und das Prüfunternehmen VPS hatten zuvor Schiffskraftstoffe in Singapur identifiziert, die erhöhte Anteile von Schieferölkomponenten aufwiesen.
VPS sagte, dass keine Schiffe, die diese Kraftstoffe verwendeten, betriebliche Probleme gemeldet hätten, mahnte jedoch zur Vorsicht wegen möglicher verzögerter Auswirkungen im Zusammenhang mit der Stabilität und Zusammensetzung des Kraftstoffs.
IBIA wies darauf hin, dass aus Schieferöl gewonnene Kohlenwasserstoffe nach dem maritimen Kraftstoffstandard ISO 8217 zulässig seien und ihr bloßes Vorhandensein nicht als Beweis für mangelhafte Kraftstoffqualität oder Nichtkonformität angesehen werden sollte. Entscheidend sei, ob der gelieferte Kraftstoff die Anforderungen des Standards erfülle.
Der Verband sagte, die Fälle verdeutlichten die Notwendigkeit größerer Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung und des Informationsaustauschs, da Kraftstoffmischungen für die Schifffahrt immer komplexer werden.
Zudem unterstütze IBIA weitere technische Untersuchungen und eine branchenweite Zusammenarbeit, um das Verständnis der Kraftstoffleistung zu verbessern und das Vertrauen in die Qualität von Bunkerfuel aufrechtzuerhalten.