NachrichtenAktienHuawei und Xiaomi stellen neue Faltphones Tage vor Apples iPhone-Event vor

Huawei und Xiaomi stellen neue Faltphones Tage vor Apples iPhone-Event vor

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Huawei stellte das Faltphone Mate XT2 vor, das ab dem 10. September verkauft wird und über ein 10,2-Zoll-Display, ein neu gestaltetes Scharnier und den neuen Kirin-9050-Pro-Prozessor verfügt.
  • Xiaomis 18 Fold kostet rund 8.999 Yuan und läuft mit dem hauseigenen Xring-O3-Chip – zwei chinesische Hersteller liefern nun Premium-Faltphones mit im Inland entwickelten Prozessoren.
  • Apples faltbares iPhone, das am 9. September für über 2.000 US-Dollar erwartet wird, soll Gerüchten zufolge ein 7,8-Zoll-Innendisplay, ein 5,3-Zoll-Außendisplay und Touch ID statt Face ID erhalten.
  • Citi prognostiziert, dass Apple bis zum ersten Quartal 2027 rund 7,3 Millionen iPhone-Ultra-Einheiten verkaufen wird.
  • Huawei führte Chinas Smartphone-Markt im zweiten Quartal 2026 mit 23 Prozent Marktanteil gegenüber Apples 18 Prozent an und hielt im letzten Quartal 68 Prozent der chinesischen Faltphone-Lieferungen.
Huawei und Xiaomi stellen neue Faltphones Tage vor Apples iPhone-Event vor

Huawei und Xiaomi haben diese Woche jeweils neue Faltphones für chinesische Verbraucher vorgestellt – nur wenige Tage vor Apples Event am 9. September, auf dem das Unternehmen nach allgemeiner Erwartung sein erstes faltbares iPhone zeigen wird.

Huawei stellte das Mate XT2 am Montag in China vor, der Verkauf beginnt am 10. September. Xiaomi folgte noch am selben Tag mit seinem eigenen Premium-Faltphone, dem 18 Fold. Apples Event ist für Mittwoch angesetzt, was bedeutet, dass beide chinesischen Hersteller ihre Geräte bereits präsentiert haben werden, bevor Apple sein eigenes Telefon vorstellt, das voraussichtlich iPhone Ultra heißen wird.

Neue Faltphones – und die Prozessoren darin – sagen viel aus

Huaweis Mate XT2 lässt sich zweifach zu einem tabletgroßen Gerät mit 10,2-Zoll-Display falten. Es verfügt über ein neu gestaltetes Scharnier, das das Crease-Problem beheben soll, das Faltbildschirme seit dem Aufkommen des Formats im Jahr 2019 plagt, als Samsung das erste kommerziell erhältliche Faltphone auslieferte. Das Telefon bietet einen Akku von rund 6.000 mAh und läuft mit HarmonyOS 7.

Xiaomis 18 Fold kostet rund 8.999 Yuan und wird vom hauseigenen Xring-O3-Prozessor des Unternehmens angetrieben. Das Premium-Faltphone verfügt über ein 7,6-Zoll-Faltdisplay, eine 200-MP-Hauptkamera und kabelgebundenes Laden mit 67 W.

Das Mate XT2 läuft mit Huaweis neuem Kirin 9050 Pro, einem Chip, der auf dem neueren eigenen Prozess des Unternehmens gefertigt wird. Das Bauteil markiert die Rückkehr eines Huawei-Flaggschiff-Chips sechs Jahre nach der Mate-40-Serie – und obwohl Washingtons Exportkontrollen das Unternehmen vollständig an der Produktion solcher Chips hindern sollten. Diese Entwicklung ist ein Brennpunkt im breiteren US-China-Konflikt um Halbleitertechnologie, wo Exportbeschränkungen für fortschrittliche Chipfertigung chinesische Firmen dazu gedrängt haben, eigene Design- und Fertigungskapazitäten aufzubauen.

Xiaomi ist mit dem Xring O3, seinem eigenen speziell entwickelten Silizium-Prozessor, einen ähnlichen Weg gegangen. Zwei chinesische Hersteller liefern nun Premium-Faltphones mit im Inland entwickelten Chips aus.

Apples erster Versuch zum doppelten Preis

Das faltbare iPhone soll für mehr als 2.000 US-Dollar verkauft werden – rund doppelt so viel, wie Xiaomi für sein Gerät in China verlangt. Berichten zu den Spezifikationen zufolge deutet alles auf ein 7,8-Zoll-Innendisplay und ein 5,3-Zoll-Außendisplay hin, ohne Teleobjektiv und mit Touch ID im Power-Button statt Face ID.

Apple ist bereits früher spät in Produktkategorien eingestiegen und konnte dennoch Gewinne erzielen – bei Großbild-Handys, 5G und Stift-Unterstützung jeweils hinter den Wettbewerbern zurückliegend und jedes Mal später mit ausgereifteren Versionen kommend.

Faltphones könnten diese Strategie jedoch deutlich stärker auf die Probe stellen. Die Produktionsweise ist bereits sieben Jahre alt, und die Wettbewerber haben Fertigungsexpertise aufgebaut, die Apples erstem Versuch schwer leicht einzuholen fallen dürfte.

Trotz des hohen Preises von Apples Faltphone erwartet Citi, dass das Unternehmen bis zum ersten Quartal 2027 rund 7,3 Millionen iPhone-Ultra-Einheiten verkaufen wird.

Als Nächstes steht Apples Event am 9. September selbst im Blick, wo Preisgestaltung und Veröffentlichungstermin zeigen werden, wie direkt das iPhone Ultra auf das Premium-Segment abzielt, das Huawei und Xiaomi in China inzwischen besetzen.

China ist der einzige Markt für diesen Wettstreit

Huaweis Telefone werden ohne Google-Dienste ausgeliefert, was sie aus Europa und den Vereinigten Staaten in nennenswerten Stückzahlen fernhält – das Mate XT2 wird also nur innerhalb Chinas gegen Apple antreten.

Huawei führte die Smartphone-Lieferungen in China im zweiten Quartal 2026 mit 23 Prozent gegenüber Apples 18 Prozent an, nachdem es ein Jahr zuvor bei 18 Prozent lag.

Bei Faltphones speziell hielt Huawei laut Smart Analytics Global im letzten Quartal 68 Prozent der chinesischen Lieferungen. Huawei hat keine weltweite Veröffentlichung des Mate XT2 angekündigt, das voraussichtlich knapp 20.000 Yuan, also etwa 2.750 US-Dollar, kosten wird.