Abgeordneter Warren Davidson bringt HR425 ein, um die Datenerhebung von FinCEN für kleine Unternehmen zu stoppen
Wichtige Erkenntnisse
- •Warren Davidson hat HR425 eingebracht, um die von FinCEN erlassenen Datenerhebungsauflagen zu wirtschaftlich Berechtigten aufzuheben, die auf den im Januar 2021 verabschiedeten Corporate Transparency Act zurückgehen.
- •Der Gesetzentwurf hat 193 Mitunterstützer und das House Financial Services Committee passiert, benötigt jedoch noch die Zustimmung des gesamten Repräsentantenhauses und des Senats, bevor er dem Präsidenten vorgelegt werden kann.
- •Die BOI-Meldepflicht von FinCEN, die am 1. Januar 2024 in Kraft trat, verlangte von Millionen kleiner US-Unternehmen, Identitätsdaten ihrer Eigentümer unter Androhung täglicher zivilrechtlicher Strafen und möglicher strafrechtlicher Verfolgung offenzulegen.
- •Am 21. März 2025 erklärte das Finanzministerium, dass es BOI-Strafen oder Erhebungsanforderungen gegen US-Bürger und inländische meldepflichtige Unternehmen nicht durchsetzen werde.
- •Wird HR425 Gesetz, könnte es die Aussetzung dieser Durchsetzungspraxis dauerhaft verankern und künftige regulatorische Ansätze zum Datenschutz in Finanzsektoren, einschließlich Kryptowährungsbörsen, beeinflussen.

Der US-Abgeordnete Warren Davidson hat HR425, den Repealing Big Brother Overreach Act, eingebracht, der kleine Unternehmer vor invasiver Datenerhebung durch das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) schützen soll. Die Gesetzesinitiative ist eine Reaktion auf frühere Bemühungen der Biden-Regierung, ein Register kleiner Unternehmen zu schaffen — ein Vorschlag, den Davidson für verfassungswidrig hält.
Der Gesetzentwurf hat 193 Mitunterstützer gewonnen und wurde vom House Financial Services Committee verabschiedet. Nach Angaben von Davidson wird erwartet, dass er noch in diesem Jahr Gesetz wird, und er könnte erhebliche Auswirkungen auf die Datenschutzrechte im Unternehmenssektor haben.
https://x.com/WarrenDavidson/status/2087532584842461516
Hintergrund und Motivation
Das von HR425 anvisierte Register geht auf den Corporate Transparency Act (CTA) zurück, der im Januar 2021 verabschiedet wurde und FinCEN die Erhebung von Informationen über wirtschaftlich Berechtigte von Millionen kleiner US-Unternehmen erlaubte. Die BOI-Meldepflicht (Beneficial Ownership Information) von FinCEN trat am 1. Januar 2024 in Kraft und verpflichtete Unternehmen, Identitätsdaten ihrer Eigentümer gegenüber der Bundesregierung offenzulegen. Die Umsetzung dieser Vorgaben durch die Biden-Regierung löste bei Datenschützern und Gesetzgebern Besorgnis aus, die sowohl die Menge der erhobenen sensiblen Daten als auch die verfassungsrechtliche Grundlage für eine Offenlegungspflicht infrage stellten. Davidson will mit seinem Gesetzentwurf Schutzmechanismen gegen solche Datenerhebungsauflagen gesetzlich verankern und verweist damit auf eine breitere politische Entwicklung hin zum Schutz individueller Datenschutzrechte.
Für kleine Unternehmensinhaber steht dabei viel auf dem Spiel. Die Nichteinhaltung der vom Gesetzentwurf erfassten, eingriffsintensiven Meldepflichten könnte tägliche zivilrechtliche Strafen und mögliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und ist damit besonders relevant für Branchen mit verstärkter finanzieller Aufsicht.
Zentrale Bestimmungen von HR425
- Hebt auf Datenerhebungsauflagen von FinCEN im Zusammenhang mit Registern kleiner Unternehmen.
- Verankert Schutzmaßnahmen gegen Datenerhebung, die Befürworter für verfassungswidrig halten.
- Adressiert direkt Datenschutzbedenken, die durch die Politik der vorherigen Regierung ausgelöst wurden.
Die regulatorische Rolle von FinCEN
FinCEN ist eine Behörde des US-Finanzministeriums, die für die Durchsetzung von Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung und anderer Finanzregeln zuständig ist. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst alle Finanzinstitute, einschließlich Kryptowährungsbörsen, die festgelegte Meldepflichten erfüllen müssen. Davidson will mit dem Gesetzentwurf begrenzen, was viele als regulatorische Überdehnung bei der Erhebung sensibler Unternehmensdaten ansehen.
Gesetzgeberischer Ausblick
Mit 193 Mitunterstützern und der erfolgreichen Verabschiedung im House Financial Services Committee schreitet HR425 nun durch das Gesetzgebungsverfahren. Der Entwurf muss noch eine Abstimmung im gesamten Repräsentantenhaus und die Zustimmung des Senats erhalten, bevor er dem Präsidenten vorgelegt werden kann. Am 21. März 2025 kündigte das Finanzministerium an, dass es keine BOI-Melde-Strafen oder Erhebungsanforderungen gegen US-Bürger und inländische meldepflichtige Unternehmen durchsetzen werde, was eine Änderung der Durchsetzungspraxis signalisiert, die mit den Zielen des Gesetzentwurfs übereinstimmt. Interessengruppen — darunter Befürworter kleiner Unternehmen und Akteure im Kryptowährungsbereich — beobachten den Fortgang des Vorhabens, da seine Verabschiedung diese Durchsetzungsänderungen dauerhaft gesetzlich verankern und künftige regulatorische Praktiken zum Datenschutz in Finanzsektoren beeinflussen könnte.